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Evangelisch-Lutherisch

Antworten im Thema: 258 » Der letzte Beitrag (3. August 2016, 19:56) ist von diaconus.

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diaconus

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Dienstag, 8. Januar 2013, 17:16

Der Blick auf Christus verhindert Weltflucht

Präses Schneider hielt seinen letzten Bericht vor der rheinischen Synode
So ein gestriger Bericht der Agentur idea, in dem der scheidende Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider (Düsseldorf), in seinem letzten Bericht vor der Landessynode Christen aufgerufen hat, ihr Gottvertrauen nicht zu verlieren. Das gelte gerade in Zeiten, „in denen die Gemeinden Gottes machtvolles Eingreifen schmerzlich vermissen“, so sagte er am 7. Januar in Bad Neuenahr. Und weiter: „Im Blick auf Christus wird uns die Suche nach Gott und nach der zukünftigen Stadt Gottes nicht zur Weltflucht und nicht in ein illusionäres Wolkenkuckucksheim führen. Sie führt uns vielmehr zu unseren leidenden Mitmenschen und mitten hinein in die Krisen unserer Welt.“

Und im Hinblick auf die Vorbereitungen für die Gestaltung des Jubiläums bleibe es eine „besondere Herausforderung“, die römisch-katholische Kirche für eine Beteiligung zu gewinnen, so Schneider. Der deutliche Aufruf zur Umkehr zu Christus kann laut Schneider eine „starke Brücke“ zur katholischen Kirche sein. Zum ökumenischen Dialogprozess sagte der Präses: „Wir ringen weiter um Gemeinschaft am Tisch des Herren und um ein Amtsverständnis, dass Laien und Frauen nicht von kirchenleitenden Ämtern ausschließt.“ Schneider zufolge hat für viele Christen ihre konfessionelle Bindung an Bedeutung verloren.

Kommentar
Eine Frage Herr Schneider: Welchen Christus meinen Sie, jenen der Bibel oder jenen, den Sie und Ihre Denomination sich „zurechtgebastelt“ haben? Mir ist nur als bibeltreuer Christ bekannt, dass Jesus in den Antithesen der Bergpredigt gesagt hat: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben, .Ich bin nicht gekommen aufzuheben, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.“ (Mt 5,17). Daher sind die 10 Gebote und die Bestimmungen hinsichtlich der Homosexualität /(Lev 18,22; 20,13) noch immer in Kraft. Wo ist da Platz für Homo-Trauungen oder Homo-Paare in Pfarrhäusern usw. wie es in ihrem Pfarrdienstgesetz erlaubt wurde? Sie trennen sich immer mehr bzw. weiter von der unverkürzten und unverfälschten Lehre Jesu und der Heiligen Schrift, die in der Hl. Mutter Kirche, der römisch-katholischen, existent ist. Dasselbe gilt auch für das Amtsverständnis, wobei Sie sogar ihren Konfessionsgründer Martin Luther desavouieren, der eindeutig gesagt hat: „Ich verbiete, dass ein Frau predigt!“ und seit einigen Jahrzehnten gibt es nun „Predigerinnen“.

Und zur Weltflucht der Christen: Hat Jesus nicht gesagt: „Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.“ (Joh 15,18 )? Aber bei der Zeitgeistigkeit der EKD wird dieser Satz Jesu wie so viele von ihm vergessen oder beiseitegeschoben.

Also Sie und die Mehrheit der Ordinierten entsprechen genau der Umfrage aus 1997 des Religionssoziologen Klaus-Peter Jörns unter den PastorInnen, die folgende Ergebnisse brachte:

66 % glauben nicht an das Jüngste Gericht
37 % glauben nicht, dass Jesus Christ Gott ist
64 % für sie ist die Bibel nicht heilig

und als Fazit äußerte: Eine Kirche, die Pfarrer ausbildet und einstellt, denen Gott nicht heilig ist, Jesus nicht Gott, die Bibel nicht Gottes Wort ist, hat sich im Kern schon preisgegeben.

Und zum „Nichtwirken in den Gemeinden“: Wie kann Jesus bzw. Gott in den Gemeinden wirken, wenn Seinen Worten nicht gefolgt wird bzw. das Wort Gottes in der Bibel negiert oder verfälscht wird und dem Zeitgeist breiten Raum gegeben wird.
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162

Dienstag, 8. Januar 2013, 19:51

Der Blick auf Christus verhindert Weltflucht - Ergänzung

Zitat

Schneider zufolge hat für viele Christen ihre konfessionelle Bindung an Bedeutung verloren.

Also ich kenne viele, sowohl Katholiken als auch Protestanten, die noch ihre Konfessionsbindung hochhalten und zu Offenbarung der Lehre Jesu stehen. Wer sie nicht hochhält, sind vor allem jene, die sich aus der Offenbarung nur das Heraussuchen, was ihnen passt und was sie in ihrem Leben akzeptieren wollen. Dass sind jene lauen Christen, wie es in der Offb 3,14ff. heißt, die „ausgespien werden.“ Aber diese sind in meinen Augen keine wirklichen Christen sondern nominell Taufscheinchristen, die Jesus und seiner Lehre nicht nachfolgen. Wenn man so Ihre Aussagen betrachtet, scheinen Sie, Herr Schneider, und viele Ordinierte der EKD fest in diesen Fußstapfen zu stehen. Da lobe ich mir Parzany, Rüß und die anderen Ordinierten, die fest in dere Offenbarung stehen. Kein Wunder, dass viele der EKD den Rücken kehren und zu den Freikirchen abwandern.
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163

Montag, 25. März 2013, 17:32

Die Bibel lehnt Homosexualität ab, aber ...

So lautet eine Meldung der Nachrichtenagentur idea über Aussagen des Präses i. R. Nikolaus Schneider, die dieser vor Journalisten am heutigen Tag in Berlin tätigte. Anlass war, dass er mit seiner Ehefrau, Anne Schneider, das gemeinsam verfasste Buch „Vertrauen. Was in unsicheren Zeiten wirklich trägt“ vorstellte.

Seine Aussage: Die Heilige Schrift lehnt Homosexualität zwar deutlich ab. Aber die Treue zum Evangelium entscheidet sich nicht an der Haltung zur gleichgeschlechtlichen Liebe, sondern an Kreuz und Auferstehung. Schneider zufolge müssen ethische Fragen auf einer anderen Ebene diskutiert werden als die Frage nach Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligem Geist. Die Diskussion darüber habe mit den Ängsten, „Besessenheiten“ oder eigenen sexuellen Problemen zu tun, „von den Leuten, die dieses Thema hochpusten“. Zwar sollte die klassische bürgerliche Ehe privilegiert werden. Daneben gelte es jedoch, auch andere Formen des Zusammenlebens zu berücksichtigen.

Kommentar
Herr Schneider, Ihre Aussagen beweisen, dass Sie sich längst vom wirklichen Christentum entfernt haben, wenn Sie die Heilige Schrift und deren Aussagen, die Gottes unveränderliches Wort sind, und ethische Fragen, die Gott für die Menschheit darin festgelegt hat, trennen. Und wenn Sie jenen, die treu zur Heiligen Schrift stehen „Besessenheit“ unterstellen, so müssen Sie sich die Frage gefallen lassen, wie weit Sie selbst von Dämonen beeinflusst sind, die Ihnen derartige Aussagen eingeben, die im Gegensatz zum Wort Gottes stehen. Ein Theologe, der das Wort Gottes relativiert, steht nicht mehr in der Nachfolge Christi sondern wird ziemlich sicher von den Dämonen des Zeitgeistes beeinflusst und stellt sich damit gegen Gott und seine Aussagen in der Heiligen Schrift. Als einer, der im Heilungs- und Befreiungsdienst fast 10 Jahre tätig war, weiß ich, wovon ich rede und welche Erfahrungen ich dabei getätigt habe. Die Dämonen ergreifen von den Menschen so unterschwellig Besitz, dass dies den Menschen gar nicht bewusst wird, sondern dass diese glauben, ihre Ansichten, die sie vertreten, seien im Sinne Gottes, obwohl sie entgegengesetzt zur Heiligen Schrift stehen, denn das Wort Gottes ist unveränderlich und zeitlos gültig.
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164

Donnerstag, 4. April 2013, 19:48

Zwei christliche Künstler sagen Mitwirkung bei diakonischem Fachtag ab

Kontroverse um Freimaurer-Unterstützung für Diakonie so eine heutige Meldung der Nachrichtenagentur idea.

Weil sie „in keiner Weise mit Freimaurern in Verbindung gebracht werden“ wollen, haben zwei christliche Künstler ihre Mitwirkung an einem Fachtag der württembergischen Behinderteneinrichtung „Diakonie Stetten“ (Kernen bei Stuttgart) abgesagt. Der Journalist und Liedermacher Christoph Zehendner (Triefenstein bei Würzburg) sollte bei der Veranstaltung ein Referat und eine Predigt halten sowie ein Konzert geben. Am Vorabend war außerdem ein öffentliches Konzert in der Schlosskapelle geplant. Der Jongleur Karsten Strohhäcker alias Mr. Joy (Schriesheim bei Heidelberg) sollte die Besucher – Menschen mit und ohne Behinderung – mit Fingerfertigkeiten und anderen Kunststücken unterhalten. Stein des Anstoßes war die Aussage in der Stettener Mitarbeiterzeitschrift „Boot“, dass Zehendners Konzert von der Stuttgarter Freimaurerloge Sarastro unterstützt werde. „Wir distanzieren uns in aller Form von dem durch diese Veröffentlichung entstandenen Eindruck, dass wir in irgendeiner Weise finanziell von einer Freimaurerloge unterstützt würden“, teilten Zehendner und Strohhäcker in einer öffentlichen Erklärung mit. Im Blick auf die Freimaurer habe man vom Weltanschauungsbeauftragten der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Hansjörg Hemminger (Stuttgart), keine Warnsignale erhalten. Die Stuttgarter Loge habe im vergangenen Jahr erstmals ein Benefizkonzert der „Diakonie Stetten“ unterstützt. Die EKD hält eine Doppelmitgliedschaft in einer Landeskirche und einer Loge für möglich, während nach Ansicht der römisch-katholischen Kirche und der evangelikalen Bewegung christlicher Glaube und Freimaurerei unvereinbar sind.

Kommentar
Ein neuer Beweis wie zeitgeistig die EKD ist, wenn sie Freimaurerei, deren Gedankengut dem christlichen entgegensteht, mit einer christlichen Doppelmitgliedschaft vereinbar hält. Die Freimaurerei war immer unvereinbar mit dem christlichen. Siehe auch das Buch von Burkhardt Gorissen „Ich war ein Freimaurer“
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165

Samstag, 4. Mai 2013, 16:32

Mehrere Liebesbeziehungen zugleich?

Wie die Nachrichtenagentur idea gestern meldete, hat die Geschäftsführerin des Verbandes „Evangelische Frauen in Deutschland“, die Theologin Eske Wollrad festgestellt, dass Frauen und Männer mehrere Liebesbeziehungen gleichzeitig führen können und dabei ethisch verantwortlich handeln sowie auf der Basis christlicher Werte leben. Diese Meinung vertrat sie Teilnehmerin einer Diskussion unter dem Titel „Was ist gerecht in Sachen Geschlecht? Frauen, Männer, Gender oder ganz neue Wege“ auf dem Evangelischen Kirchentag. Wollrad wünscht sich nach eigenen Worten eine Kirche, die sich leidenschaftlich für Gerechtigkeit einsetze, auch für Schwule, Lesben, Inter- oder Transsexuelle. Aber auch polyamouröse Beziehungen – also Liebesbeziehungen zu mindestens zwei Menschen zur gleichen Zeit – müsse man in den Blick nehmen. Wollrad beklagte, dass die Kirche zu sehr im Geist der Verzagtheit lebe und meine, alles bewahren zu müssen. Genau das Gegenteil sei der richtige Weg. Wollrad erläuterte auf Nachfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea ihre Position. Sie sei dagegen, Beziehungen nur über das klassische Zweiermodell zu definieren: Es sei nicht die einzig mögliche Form des Zusammenlebens. Christliche Werte wie Verantwortlichkeit, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, gegenseitiger Respekt oder Achtsamkeit könnten in „allen möglichen Beziehungen“ gelebt werden. Dafür wolle sie sensibilisieren: „Es ist gut, diese anderen Lebensformen zu haben.“

Kommentar
Dass eine solche Meinung auf dem Evangelischen Kirchentag ohne einen nachfolgenden Gegen-Kommentar der Kirchenleitung vertreten werden kann, beweist mit so manchen anderen Aussagen vieler wesentlicher evangelischer Ordinierter in der Öffentlichkeit, dass die evangelisch-lutherische „Kirche“ nicht mehr christlich ist und dass die Bibel (sola scriptura) für sie nicht mehr existent ist. Diese Wollrad’sche Ansicht deckt sich mit der kommunistischen Ansicht der „Freien Liebe“ und beweist, dass diese angeblich christliche Gemeinschaft wohl ganz zur links-roten Vorfeldorganisation geworden ist. Diese Meinung Wollrad’s steht in derselben Richtung Pfarrhäuser homosexuellen Partnerschaften zu öffnen und Homo-Paare zu segnen, wie es in so manchen Pfarren der EKD geschieht. Und mit so einer Denomination, die gegen Gottes Wort in der Bibel (Lev 18,22, Lev 20,13, Röm 1,24-28, 1 Kor 6,9f) handelt soll eine Ökumene erfolgen? Leid tun mir nur jene bibeltreuen Evangelischen, die mit so einer Gemeinschaft verbunden sind und wegen einer vermeintlichen Glaubenstreue keine Konsequenzen ziehen wollen.
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166

Sonntag, 5. Mai 2013, 14:03

RE: Mehrere Liebesbeziehungen zugleich?

Wie die Nachrichtenagentur idea gestern meldete, hat die Geschäftsführerin des Verbandes „Evangelische Frauen in Deutschland“, die Theologin Eske Wollrad festgestellt, dass Frauen und Männer mehrere Liebesbeziehungen gleichzeitig führen können und dabei ethisch verantwortlich handeln sowie auf der Basis christlicher Werte leben. Diese Meinung vertrat sie Teilnehmerin einer Diskussion unter dem Titel „Was ist gerecht in Sachen Geschlecht? Frauen, Männer, Gender oder ganz neue Wege“ auf dem Evangelischen Kirchentag. Wollrad wünscht sich nach eigenen Worten eine Kirche, die sich leidenschaftlich für Gerechtigkeit einsetze, auch für Schwule, Lesben, Inter- oder Transsexuelle. Aber auch polyamouröse Beziehungen – also Liebesbeziehungen zu mindestens zwei Menschen zur gleichen Zeit – müsse man in den Blick nehmen. Wollrad beklagte, dass die Kirche zu sehr im Geist der Verzagtheit lebe und meine, alles bewahren zu müssen. Genau das Gegenteil sei der richtige Weg. Wollrad erläuterte auf Nachfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea ihre Position. Sie sei dagegen, Beziehungen nur über das klassische Zweiermodell zu definieren: Es sei nicht die einzig mögliche Form des Zusammenlebens. Christliche Werte wie Verantwortlichkeit, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, gegenseitiger Respekt oder Achtsamkeit könnten in „allen möglichen Beziehungen“ gelebt werden. Dafür wolle sie sensibilisieren: „Es ist gut, diese anderen Lebensformen zu haben.“

Kommentar
Dass eine solche Meinung auf dem Evangelischen Kirchentag ohne einen nachfolgenden Gegen-Kommentar der Kirchenleitung vertreten werden kann, beweist mit so manchen anderen Aussagen vieler wesentlicher evangelischer Ordinierter in der Öffentlichkeit, dass die evangelisch-lutherische „Kirche“ nicht mehr christlich ist und dass die Bibel (sola scriptura) für sie nicht mehr existent ist. Diese Wollrad’sche Ansicht deckt sich mit der kommunistischen Ansicht der „Freien Liebe“ und beweist, dass diese angeblich christliche Gemeinschaft wohl ganz zur links-roten Vorfeldorganisation geworden ist. Diese Meinung Wollrad’s steht in derselben Richtung Pfarrhäuser homosexuellen Partnerschaften zu öffnen und Homo-Paare zu segnen, wie es in so manchen Pfarren der EKD geschieht. Und mit so einer Denomination, die gegen Gottes Wort in der Bibel (Lev 18,22, Lev 20,13, Röm 1,24-28, 1 Kor 6,9f) handelt soll eine Ökumene erfolgen? Leid tun mir nur jene bibeltreuen Evangelischen, die mit so einer Gemeinschaft verbunden sind und wegen einer vermeintlichen Glaubenstreue keine Konsequenzen ziehen wollen.


Da kann ich Dir nur zustimmen, @ Diaconus!
Glücklicherweise ist diese unbekannte Frau nicht maßgebend für unsere Gesellschaft, aber wenn solche Äußerungen in der EKD unwidersprochen bleiben, dann ist das mehr als ein Armutszeugnis der EKD, denn damit, wie Du richtig festgestellt hast, verläßt sie die Grundlage des Christentums, die Bibel.
Auch gesamtgesellschaftlich gesehen, sind diese absolut dekadenten Ansichten eine Katastrophe, denn sie dienen lediglich der Auflösung des gesellschaftlichen Gefüges und schaffen Raum für Willkürlichkeiten. Das bedeutet, daß die Menschen so mit ihren niederen Instinkten beschäftigt sind, daß sie leine Zeit mehr haben, über ihren Tellerrrand zu schauen. Diesen Raum nutzen dann machtgierige Leute, um Terror-Regimes einzurichten. Wenn es zu spät ist, werden sich viele, sehr viele Leute die Augen reiben und sich nach der guten alten Zeit, in der das Christentum bestimmend war, zurück sehnen. Vordergründig scheint es doch gut zu sein, wenn jedes Tabu fällt, wenn alles erlaubt ist. Aber schon ein kleines bißchen Nachdenken macht deutlich, daß da etwas ganz gewaltig nicht stimmt. Alte Hochkulturen sind auf diese Weise immer untergegangen. Dieser dekadente Weg ist bald nicht mehr umzukehren und wird ebenfalls einen Untergang herbeiführen: den des Abendlandes!

Diese Frau Wollrad hat sicher auch keine Kinder, denn sonst wüßte sie, wie wichtig für Kinder Vater und Mutter sind. Ein Kind braucht weder zwei Mütter noch zwei Väter - und eine Vielzahl von denen schon gar nicht. Ich war so naiv zu glauben, daß die Zeit der Kommunen der 70er- und 80er-Jahre vorbei sei - und daß die Leute daraus etwas gelernt hätten. Frau Wollrad hat jedenfalls entweder nicht das Geschichtswissen oder sie ignoriert es einfach.
Über die Folgen der antiautoritäten Erziehung (die heutigen Eltern von Kindern in der Pubertätszeit oder von jungen Erwachsenen) können wir jeden Tag in der Zeitung lesen. Es herrscht eine Leere und Sinnlosigkeit vor, die sich Ersatzreligionen im materiellen Bereich verschafft hat - und dennoch unzufrieden ist. Einfache Tugenden (oh Schreck, welch ein altmodisches Wort ;) ) wie Verläßlichkeit, Ehrlichkeit, Pflichtbewußtsein, aber auch Freude am Schönen, wo gibt es sie heute noch? Der Mitmensch ist aus dem Zentrum geraten, es geht nur noch um die Befriedigung der eigenen egozentrischen Bedürfnisse: Und genau da setzt Frau Wollrad an, um den Niedergang des Abendlandes zu beschleunigen. Es geht ihr anscheinend noch nicht schnell genug. :thumbdown:

Nein, ich begreife es nicht: WARUM kommt kein vehementer Protest aus der EKD???????????????????????????????????????

Natürlich kann es auch sein, daß Wollrad geltungssüchtig ist und sich durch solche provokanten Äußerungen ins Gespräch bringen will, man soll sie kennen. Tja, den Gefallen haben wir ihr leider getan: Wir haben ihr Aufmerksamkeit geschenkt. Aber nur deshalb, weil man als verantwortungsvoller Christ so etwas nicht unwidersprochen stehen lassen kann.

Vielleicht hat sie sich ja auch dem Bund mit dem Teufel angeschlossen. Denn diese Leute haben aus den Diktaturen des 20. Jahrhunderts immer noch nichts gelernt. Der Verführer, der dieser Teufel ist, ist mit Sicherheit in unserer Zeit äußerst aktiv - und reibt sich die Hände darüber, wie leicht er es seit Jahren mit den Menschen hat. So sammelt er die Seelen ein... :( :( :(
Leider ist es so: Die Mächte der Dunkelheit gibt es und sie sind aktiv! Da nützt das Ignorieren leider wenig. Je mehr man darüber schweigt, alles psychologisch wegerklärt, desto leichteres Spiel haben er, dieser Teufel, und seine Helfershelfer.
Obl.OSB

Gelobt sei Jesus Christus!

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Sonntag, 5. Mai 2013, 16:19

@ Teresa

Zitat

Vielleicht hat sie sich ja auch dem Bund mit dem Teufel angeschlossen. Denn diese Leute haben aus den Diktaturen des 20. Jahrhunderts immer noch nichts gelernt. Der Verführer, der dieser Teufel ist, ist mit Sicherheit in unserer Zeit äußerst aktiv - und reibt sich die Hände darüber, wie leicht er es seit Jahren mit den Menschen hat. So sammelt er die Seelen ein...

Jedes Wort Deines Beitrags ist zu unterstreichen. Auch ich bin der Meinung, dass der Teufel „losgelassen“ ist (Offb 12ff – sind die 1.000 Jahre der Ankettung vorbei?), aber nicht erst im 20. Jahrhundert sondern schon vorher – so ab Ende des 18. Jhdt. (Französische Revolution) – und er steigerte sich von Jahrhundert zu Jahrhundert. Für mich ist die Steigerung des Atheismus und der linken Kräfte, auch in den Kirchen, ein Beweis dafür. Dass in den Predigten bewusst unterlassen wird von Sünde, Teufel, Verderben usw. zu sprechen ist für mich ein untrügliches Zeichen. Denn den Teufel freut es am meisten und führt ihm massenhaft Seelen zu, wenn von ihm nicht geredet wird, wie es in den letzten Jahrzehnten der Fall war. Allein die Überbetonung der christlichen Liebe wie „Wir haben uns alle so lieb“ und „Gott verzeiht in seiner Liebe zum Menschen alles“ – entgegen der Worte Jesu im NT vom engen Tor und schmalen Weg und unter Weglassung der Konsequenzen für ein bewusstes sündhaftes Leben, zeigt mir, dass der „Vater der Lüge“ auch in der Verkündigung durch einen Teil des „Bodenpersonals Gottes“ am Werk ist.
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Sonntag, 5. Mai 2013, 18:04

Asyl für messianische Juden

Nachdem die Meldung „Ausschluss der messianischen Juden vom Evangelischen Kirchentag“ bereits vor einigen Tagen veröffentlicht worden ist, hat die Nachrichtenagentur idea gestern folgende Meldung veröffentlicht, dass der Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Hans-Jörg Voigt (Hannover), gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) von einem „erheblichen Problem“ sprach. Den messianischen Gemeinden war ein Stand bei dem Protestantentreffen verweigert worden mit der Begründung, dass Judenmission aus christlicher Sicht nicht richtig sei. Daraufhin hatte die Kirchenleitung der SELK einmütig beschlossen, der Hamburger jüdisch-messianischen Gemeinde „Adonai Zidkenu“ Asyl an ihrem Stand auf dem Markt der Möglichkeiten zu gewähren. Messianische Juden glauben wie Christen, dass Jesus Christus der im Alten Testament angekündigte Heiland ist, halten aber an vielen jüdischen Traditionen fest.

Laut Voigt haben christusgläubige Juden nicht nur beim Kirchentag, sondern auch innerhalb der EKD-Gliedkirchen einen schweren Stand und säßen zwischen den Stühlen. Mit ihrer ablehnenden Haltung gegenüber messianischen Juden verleugne die evangelische Kirche aber ihre Ursprünge. Wenn die Generalsekretärin des Kirchentages, Ellen Ueberschär (Fulda), die Bedeutung des Dialogs zwischen Konfessionen und Religionen betone, dann müsse dieses Gespräch auch zwischen Christen und messianischen Juden möglich sein, so Voigt. Nach Worten des SELK-Propstes Johannes Rehr (Sottrum bei Bremen) wäre es „das Schlimmste, den Messias Jesus Christus den Juden vorzuenthalten“.

Kommentar
Alle Religionen Islam, Juden, Hindu usw. waren am Kirchentag mit eigenen Ständen vertreten, außer jene, die Jesus auch als Messias bekennen, die messianischen Juden. Die Ausrede, dass keine Judenmission erfolgen soll, ist mehr als fadenscheinig, denn bei jenen, die bereits Jesus als Christus bekennen ist ja keine Mission mehr notwendig. Aber diese messianischen Juden haben wohl mehr Christusglauben als die EKD, wie es sich immer wieder durch Wortmeldungen von Ordinierten der Kirchenleitung zeigt und die sich in ihrer Schizophrenie lieber zeitgeistig allen anderen Religionen am Markt anbiedern und diese auch fördern wie zBspl. ein Imam predigt in einem evangelischen Gottesdienst. Was ist an dieser rot-grün unterwanderten EKD noch christlich?
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Mittwoch, 8. Mai 2013, 01:22

Liebe Forumsmitglieder !

Ich persönlich bin der Meinung, dass sich gerade an der evangelischen Kirche in Deutschland sehr genau zeigt wie sehr sich auch im sogenannten "modernen und aufgeklärten Europa" Staat und Kirche über Wertesysteme wechselseitig beeinflussen.Für diese in Deutschland durch konsequente Links-Politik betriebene Werteveränderung auch innerhalb der evangelischen Kirche würde ich einen neuen Begriff einführen - den "Kirchenstreich" - analog zum Begriff "Staatsstreich"...Es ist nämlich meist zu einseitig in den Medien dargestellt, dass die wechselseitige Beeinflussung nur in anderen Kontinenten mit Anpassung der Gesetzgebung durch Islamisten an die Scharia stattfindet. In der Forn des in Deutschland praktizierten "Kirchenstreiches" liegt diese Beeinflussung im Mainstream der links geprägten Medien und daher wird darüber geschwiegen oder - noch ärger - diese Beeinflussung wird als erstmaliger Sieg der Gerechtigkeit oder Sieg der Objektivität dargestellt...

Wie seht Ihr das?

Nachdenkliche Worte von
Eurem Hildebrand
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  • Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hildebrand-derSohn« (8. Mai 2013, 01:24)

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Mittwoch, 8. Mai 2013, 17:49

Liebe Forumsmitglieder !

Ich persönlich bin der Meinung, dass sich gerade an der evangelischen Kirche in Deutschland sehr genau zeigt wie sehr sich auch im sogenannten "modernen und aufgeklärten Europa" Staat und Kirche über Wertesysteme wechselseitig beeinflussen.Für diese in Deutschland durch konsequente Links-Politik betriebene Werteveränderung auch innerhalb der evangelischen Kirche würde ich einen neuen Begriff einführen - den "Kirchenstreich" - analog zum Begriff "Staatsstreich"...Es ist nämlich meist zu einseitig in den Medien dargestellt, dass die wechselseitige Beeinflussung nur in anderen Kontinenten mit Anpassung der Gesetzgebung durch Islamisten an die Scharia stattfindet. In der Forn des in Deutschland praktizierten "Kirchenstreiches" liegt diese Beeinflussung im Mainstream der links geprägten Medien und daher wird darüber geschwiegen oder - noch ärger - diese Beeinflussung wird als erstmaliger Sieg der Gerechtigkeit oder Sieg der Objektivität dargestellt...

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Eurem Hildebrand

@ Hildebrand
Gratuliere zur Wortschöpfung „Kirchenstreich“, die vieles hinsichtlich der rot-grün unterwanderten EKD aussagt, die eher ein „Sozialverein“ mit einem angeblichen religiösen Touch ist als eine religiöse Gemeinschaft. Ansonsten volle Zustimmung zum Beitrag.
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Dienstag, 18. Juni 2013, 18:49

EKD-Orientierungshilfe - Familie „neu denken“

Die Nachrichtenagentur idea veröffentlichte heute bereits Ausschnitte aus dem Dokument, das morgen; 19. Juni, in Berlin vorgestellt wird. Ich stelle Auszüge aus diesem Dokument, vor allem enthaltene Zitierungen, ins Forum.

Zitat

Erklärtes Ziel ist es, „eine evangelische Verständigung über Ehe, Familie und Partnerschaft im beginnenden 21. Jahrhundert anzuregen“. Nach Ansicht der Verfasser besteht Familie nicht mehr nur aus Vater, Mutter und Kindern. Vielmehr heißt es: „Wo Menschen auf Dauer und im Zusammenhang der Generationen Verantwortung füreinander übernehmen, sollten sie Unterstützung in Kirche, Gesellschaft und Staat erfahren.“ Und weiter: „Dabei darf die Form, in der Familie und Partnerschaft gelebt werden, nicht ausschlaggebend sein. Alle familiären Beziehungen, in denen sich Menschen in Freiheit und verlässlich aneinander binden, füreinander Verantwortung übernehmen und fürsorglich und respektvoll miteinander umgehen, müssen auf die Unterstützung der evangelischen Kirche bauen können.“ Angesichts des tiefgreifenden sozialen und kulturellen Wandels sei auch die Kirche aufgefordert, „Familie neu zu denken und die neue Vielfalt von privaten Lebensformen unvoreingenommen anzuerkennen und zu unterstützen“. Drei Jahre haben die 14 Mitglieder der Ad-hoc-Kommission an dem Papier gearbeitet, bevor der Rat der EKD die Orientierungshilfe verabschiedet hat. Den Vorsitz hatte Bundesfamilienministerin a.D. Christine Bergmann (SPD); Geschäftsführerin war EKD-Oberkirchenrätin Cornelia Coenen-Marx.

Familie – auch gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern
Das Familienbild, so wird ausgeführt, sei in den vergangenen Jahren erweitert worden: „Familie – das sind nach wie vor Eltern (ein Elternteil oder zwei) mit ihren leiblichen, Adoptiv- oder Pflegekindern, vielleicht erweitert um die Großelterngeneration. Familie, das sind aber auch die so genannten Patchwork-Familien, die durch Scheidung und Wiederverheiratung entstehen, das kinderlose Paar mit der hochaltrigen, pflegebedürftigen Mutter und das gleichgeschlechtliche Paar mit den Kindern aus einer ersten Beziehung.“ Zwar seien nach wie vor 72 Prozent der Familien Ehepaare mit Kindern. Doch handele es sich dabei aufgrund der anhaltend hohen Scheidungsraten immer häufiger um Patchwork-Konstellationen. Ebenfalls angestiegen ist der Anteil von Alleinerziehenden – er lag 2012 bei 19 Prozent – und nichtehelichen Lebensgemeinschaften (9 Prozent). Die Zahl gleichgeschlechtlicher Paare, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, wird bundesweit auf 70.000 geschätzt; davon ist ein Viertel eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen. Rund 7.000 Kinder leben in sogenannten „Regenbogenfamilien“.

Ehe ist keine göttliche Stiftung
Abschied nimmt die Kommission auch vom traditionellen Verständnis der Ehe als göttlicher Stiftung. So heißt es im theologischen Kapitel: „Ein normatives Verständnis der Ehe als ‚göttliche Stiftung’ und eine Herleitung der traditionellen Geschlechterrollen aus der Schöpfungsordnung entspricht nicht der Breite des biblischen Zeugnisses.“ Zu lange sei übersehen worden, dass Altes und Neues Testament das „familiale“ Zusammenleben in einer großen Vielfalt beschrieben: „Nach heutigen Begriffen gibt es Patchwork-Konstellationen wie bei Abraham, Sarah und Hagar mit ihren Kindern, zusammenlebende Geschwister wie bei Maria und Martha und tragende Beziehungen zwischen Familienmitgliedern verschiedener Generationen wie bei Rut, Orpa und Noomi.“ Lange habe die Kirche die Ehe als Schöpfungsordnung dargestellt, die der Natur des Menschen eingeschrieben sei. Dazu wörtlich: „Heute wissen wir: Ein Verständnis der bürgerlichen Ehe als ‚göttliche Stiftung’ und der vorfindlichen Geschlechter-Hierarchie als Schöpfungsordnung entspricht weder der Breite biblischer Traditionen noch dem befreienden Handeln Jesu, wie es die Evangelien zeigen.“

Homosexuelle Partnerschaften theologisch als gleichwertig anerkennen
Auch zur Frage nach der Segnung homosexueller Partner und der Gleichstellung ihrer Lebensgemeinschaften nimmt die Kommission Stellung. Deute man die biblischen Aussagen, in denen Homosexualität als Sünde gekennzeichnet werde, als zeitlos gültig, „kann man zu der Meinung kommen, eine homosexuelle Partnerschaft sei mit einer heterosexuellen keinesfalls 7vergleichbar“, heißt es. Es gebe aber auch biblische Texte, „die von zärtlichen Beziehungen zwischen Männern sprechen“. Durch das biblische Zeugnis klinge als „Grundton“ vor allem der Ruf nach einem verlässlichen, liebevollen und verantwortlichen Miteinander. „Liest man die Bibel von dieser Grundüberzeugung her, dann sind gleichgeschlechtliche Partnerschaften, in denen sich Menschen zu einem verbindlichen und verantwortlichen Miteinander verpflichten, auch in theologischer Sicht als gleichwertig anzuerkennen.“ Es zähle schließlich „zu den Stärken des evangelischen Menschenbilds, dass es Menschen nicht auf biologische Merkmale reduziert“.

Kommentar
Ist diese evangelische Denomination EKD, die sich christliche „Kirche“ nennt, überhaupt noch christlich oder nur mehr ein Sozialverein, der die Bibel ad acta gelegt hat oder nur mehr das akzeptiert was von den rot-grün unterwanderten Synoden vorgeschrieben wird. Was will eine SPD-Familienministerin a. D. theologisch mitreden, die sicher in diesem Bereich „wie die Kuh vor dem neuen Tor“ steht (Volksspruch in Österreich), weil sie ziemlich sicher kein theologisches Wissen hat. Das zeigt die Aussage von den „zärtlichen Beziehungen zwischen den Männern“, die immer wieder als typisches Argument von der Homolobby für Homo-Praktizierung verwendet wird. Damit ist das Treueversprechen von Jonathan und David (1 Sam 20) gemeint, das sie mit Umarmung und Kuss, wie im Orient üblich, besiegelten. Hier werden in typisch politischer Demagogie biblische Texte „uminterpretiert“ bzw. inhaltlich verfälscht um sie entsprechend zu „verkaufen“. Wer so mit der göttlichen Offenbarung umgeht und verfälscht handelt, hat das Christliche aufgegeben und ist zu einem Werkzeug des Teufels geworden. Und mit so einer Denomination, die sich immer mehr von den christlichen Grundlagen (Bibel) entfernt, soll eine Ökumene möglich sein?
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Mittwoch, 19. Juni 2013, 18:49

Evangelischer Abschied vom christlichen Ehe- und Familienbild

Die EKD gibt „Orientierungshilfe“: Die Ehe sei keine göttliche Stiftung, und auch Homo-Partnerschaften seien Familie
So titelt heute die Tagespost über die EKD-Orientierungshilfe und wiederholt weitgehend den Text, den ich schon gestern ins Forum gestellt habe, veröffentlicht aber auch gleichzeitig die Kritik an diesem Dokument von evangelikaler Seite, die nachstehend ungekürzt übernommen wird.

Zitat

Die Orientierungshilfe stößt auf Kritik der evangelikalen Bewegung. Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz und Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Michael Diener (Kassel), kritisiert, dass der Orientierungshilfe die „biblische Fundamentierung“ fehle. Deshalb werde sie dem Anspruch nicht gerecht, „evangelische Orientierung“ zu bieten. Vielmehr werde eine „Anpassung an gesellschaftliche Entwicklungen“ deutlich. Das EKD-Papier enthalte eine auffällige Abwertung sogenannter „bürgerlicher Ehe- und Familienverständnisse“ und eine Absage an jedes „normative Verständnis der Ehe als göttliche Stiftung“ oder „natürliche Schöpfungsordnung“. Ehe habe danach keinen Leitbildcharakter mehr. „Offensichtlich soll jeder Schein einer Diskriminierung der vielfältigen familiären Lebensformen vermieden werden.“

Nach Ansicht Dieners weist die Orientierungshilfe im Blick auf die biblisch-theologischen Grundlagen „gravierende Mängel“ auf, „trotz der vollmundigen Behauptung, dass hier eine normative Orientierung am Evangelium geleistet werde“. So werde aus der schöpfungsgemäßen Polarität von Mann und Frau die „Angewiesenheit auf ein Gegenüber“. Biblische Stellen, die von „zärtlichen Beziehungen zwischen Männern“ sprächen, dienten „zur Relativierung der biblischen Aussagen über praktizierte Homosexualität als Sünde“. Präses Diener: „Wieviel hermeneutischer und theologischer Einseitigkeit bedarf es eigentlich, um wegzudeuten, dass in der gesamten biblischen Überlieferung die Polarität der Beziehung von Mann und Frau als schöpfungsgemäß und konstitutiv betrachtet wird?“ Man müsse fragen, ob die EKD „mit dieser durchgehend spürbaren Abwertung der Ehe“ in den gesellschaftlichen Diskussionen politisch verantwortlich handele. „Im ökumenischen Kontext ist der schon beträchtliche Schaden noch größer geworden.“ Für viele evangelische Christen würden damit die Zweifel und die Kritik am Kurs der EKD noch stärker werden.

Kommentar
In meinen gestrigen Kommentar zur Veröffentlichung des Dokumentes war mein letzter Satz: „Und mit so einer Denomination, die sich immer mehr von den christlichen Grundlagen (Bibel) entfernt, soll eine Ökumene möglich sein?“ Die Heilige Mutter Kirche sollte versuchen mit den anderen Denominationen, aber nicht mit der EKD, eine ökumenische Annäherung herzustellen. Dietrich Bonhoeffer, wenn er noch leben würde, würde die EKD genauso ablehnen wie er die „Deutschen Christen“ mit ihrem Reichsbischof von Hitlers Gnaden abgelehnt hat und wofür Martin Niemöller für 8 Jahre KZ als Hitler persönlichere Gefangener auf sich nahm. Wie in der Biographie Bonhoeffers sehr gut nachzulesen ist, haben die Deutschen Christen genauso Bibelfälschung und Bibelveränderung, d. h. Bibelverfälschung, betrieben wie die EKD. Wenn man es genau betrachtet ist die EKD wie zu Hitlerszeiten eigentlich eine politische und zeitgeistige Vorfeldorganisation der Politik bzw. der Staatsmacht mit dem Unterschied, dass heute rot-grün in den Synoden und in der Kirche dominiert. Ergibt nicht nach der Farbenlehre, je nach dem Mischungsverhältnis, Rot-Grün-Gelb in Verbindung mit Schwarz nicht auch etwas Braunes?
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diaconus

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Donnerstag, 20. Juni 2013, 18:40

EKD-Familienpapier - Ratsmitglied hatte „von Anfang an Bedenken“

Heute veröffentlichte idea verschiedene Reaktionen zu der Orientierungshilfe der EKD für Familien.

Zitat

Verteidigt wird das Dokument natürlich von der stellvertretenden Vorsitzenden der Kommission, die das Papier im Auftrag des Rates der EKD erarbeitet hat, der Soziologin Prof. Ute Gerhard (Frankfurt am Main), die offen von einem „Kurswechsel“ spricht. Die Schrift orientiere sich am „neuen Leitbild einer partnerschaftlichen, an Gerechtigkeit orientierten Familie, das eine Vielfalt unterschiedlicher Formen des privaten Lebens zulässt“.

Die evangelikale Bewegung und die römisch-katholische Kirche üben Kritik an dem Papier, währenddessen stößt es in der Politik weithin auf ein positives Echo.

Ehe steht unter Gottes schützendem Gebot
Auch die Vertreterin der Pietisten im Rat der EKD, Tabea Dölker (Holzgerlingen bei Stuttgart), steht der Orientierungshilfe kritisch gegenüber und sagte: „Während der Entstehung des Papiers habe ich immer wieder deutlich darauf hingewiesen, dass ehe- und familienfördernde Orientierung eine andere Ausrichtung brauchen als die Nachzeichnung der oft einseitigen aktuellen öffentlichen Debatten“, denn Ehe und Familie stünden unter „Gottes ausdrücklichem Segen und seinem schützenden Gebot“. „Mut machen“ zur Familie heiße Schutz und Förderung der Ehe zwischen Frau und Mann als einem lebenslangen Versprechen

Ebenso bezeichnet die theologisch konservative Konferenz Bekennender Gemeinschaften die Orientierungshilfe als „schrift- und bekenntniswidrig“ und sie sei ein „ernstzunehmender Rückschlag“ für die Ökumene.

Katholische Kirche: Ehe wird in ihrer Bedeutung geschmälert
Wie idea aber auch andere Nachrichtenplattformen melden, kommt Kritik auch von der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz, deren Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie, Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (Limburg), gegenüber domradio.de (Köln) sagte, die katholischen Bischöfe seien besorgt über die Entwicklung, die sich in dem Orientierungspapier zeige: „Es führt im Ergebnis zu einer sehr starken Relativierung der lebenslang gelebten Treue in Ehe und Familie. Es macht uns Sorge, dass Ehe hier gerade in ihrer unverwechselbaren Bedeutung geschmälert wird.“

SPD lobt modernes Familienverständnis der EKD
Dagegen lobt die Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Kerstin Griese, „das moderne Verständnis von Familie der EKD“. Sie grenze nicht aus, sondern begleite Familie auch beim Scheitern und bei Neuaufbrüchen: „Sie ist da, wenn Unterstützung gebraucht wird.“ Die EKD trage so zu einem offenen Umgang mit veränderten Realitäten bei, so Griese auf idea-Anfrage.

Kommentar
Dass die SPD diese Schanddokument einer „angeblich“ christlichen „Kirche“, die sich längst vom Glauben verabschiedet und zu einer linken politischen Vorfeldorganisation geworden ist, lobt, war zu erwarten, denn diese sieht jede „Freiheit“, die sich gegen Gottes Gebote richten, positiv, und findet „Hurerei“ und „Perversität“ vollkommen in Ordnung, denn schließlich haben ihre geistigen Brüder, die Kommunisten, ja in den 1920er-Jahren die „freie Liebe“ propagiert und selbst noch in meiner Jugend als ich hauptamtlicher Landesfunktionär dieser Ideologie war, wurde diese Meinung parteiintern noch immer propagiert aber nach Außen verschwiegen um nicht Wähler abzuschrecken. Dass sich die Melonenpartei noch mit keiner zustimmenden Stellungnahme zum Dokument gemeldet hat, ist sehr verwunderlich – aber vielleicht hat sie diesmal entweder einen Verzögerungszünder oder will nicht Wähler vergraulen.
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Freitag, 21. Juni 2013, 18:00

Auf einer Diskussionsplattform zum EKD-Familienpapier entdeckt
Der Kommentator B. meint
Was gilt heute?
Sola scriptura? - Nein.
Sola fide? - Nein.
Sola gratia? - Nein.
Solus Christus? - Nein.

Solus spiritus temporis!

Kommentar
Super zusammengefasst, wie heute bzw. seit einiger Zeit die EKD agiert.
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Freitag, 21. Juni 2013, 21:10

Auf einer Diskussionsplattform zum EKD-Familienpapier entdeckt
Der Kommentator B. meint
Was gilt heute?
Sola scriptura? - Nein.
Sola fide? - Nein.
Sola gratia? - Nein.
Solus Christus? - Nein.

Solus spiritus temporis!

Kommentar
Super zusammengefasst, wie heute bzw. seit einiger Zeit die EKD agiert.


Dem kann man leider nur zustimmen! Es ist ein Trauerspiel zu sehen, wie die EKD immer mehr vom rechten (--> besser: richtigen) Weg abkommt und ihr christliches Fundament immer mehr hinter sich läßt. Wie Du, @ Diaconus, schon geschrieben hast, Bonhoeffer würde sich im Grabe umdrehen... :(

Und ich bin froh, daß ich dem Verein, ach nein, der Konfession nicht mehr angehöre. Wie Du sicher auch, kenne ich einige gläubige ev.-luth. Christen, denen diese Verlautbarungen "ihrer Kirche" auch nicht gefallen. Aber sie ziehen daraus keine Konsequenzen...
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Samstag, 22. Juni 2013, 16:59

Weiter Kritik an EKD-Familienpapier

Auch heute stellt idea fest, dass die Kritik am der neuen Orientierungshilfe der EKD nicht abreißt.
Der katholischen Ruhrbischofs Franz-Josef Overbeck (Essen) stellte fest, dass ein ökumenischer Graben geöffnet worden ist und es sei mit dieser Orientierungshilfe eine „Phase der Ratlosigkeit und des Ärgernisses“ eingeläutet worden. Overbeck sagte dies beim Sommerempfang des Martin Luther Forum Ruhr am 21. Juni in Gladbeck (Ruhrgebiet). Er stellte auch fest, dass im vergangenen Jahrhundert die evangelische und die katholische Kirche in vielen ethischen Fragen übereingestimmt hätten. Heute gebe es etwa im Blick auf Abtreibung oder das Ehe- und Familienverständnis bisher nie dagewesene Gräben.

Auch innerhalb der evangelischen Kirche zeigten sich zunehmend widersprüchliche Auffassungen. So kritisierte der ehemalige Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Günter Brakelmann (Bochum), das „ewige Einknicken“ der evangelischen Kirche vor dem Zeitgeist sowie den protestantischen Umgang mit der Bibel: „Wenn uns etwas an den Texten des Neuen Testaments nicht mehr gefällt, wird es so ausgelegt, dass am Ende etwas anderes herauskommt, als im Urtext drin steht.“

Auch die Pietisten kritisieren diese Orientierungshilfe, wobei der Vorsitzende, Dekan Ralf Albrecht (Nagold), die Orientierungshilfe als „falsches Signal“ bezeichnete. . Diese leugne, dass die Ehe von Mann und Frau auch im 21. Jahrhundert „die leitende und unüberholt attraktivste Form menschlichen Zusammenlebens“ sei. Stattdessen werte sie Ehe und Familie ab, relativiere und entleere die Begriffe und stelle die Segensgeschichte dieser Institutionen für die Gesellschaft in Frage. Die pietistische Dachorganisation fordert die Kirche auf, „alles zu unternehmen, was Ehe und Familie als verlässliche Ganz-Lebensgemeinschaft stärkt, finanziell schützt und fördert“.

Kommentar
Auf einer evangelischen Diskussionsplattform habe ich gelesen, dass ein Mann schrieb, dass er nun nach 75 Jahren „genug“ habe und diese Orientierungshilfe der endgültige Anlass für ihn sei, die EKD zu verlassen.
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Samstag, 22. Juni 2013, 17:24

Im Blickpunkt: Theologischer Bankrott der EKD

Auch in der gestrigen Tagespost ist ein Artikel von Markus Reder, der die Orientierungshilfe der EKD mehr als kritisch sieht. Daraus einige Sätze

Zitat

Nach der Bioethik nun also die Familie. Erneut kündigt die evangelische Kirche einstmals bestehenden christlichen Konsens auf. …. Wer in alledem die theologische Bankrotterklärung der EKD sieht, liegt damit ziemlich richtig. Dass das Ganze auch noch „Orientierungshilfe“ heißt, ist der Gipfel der Absurdität. …. Was im Evangelium nicht passt, wird passend gemacht oder eben wortreich eliminiert. Dieses Familienpapier entfremdet nicht nur die christlichen Kirchen voneinander, es spaltet auch die Protestanten. …. Das gilt für die Ökumene wie für die politischen Folgen dieses protestantischen Irrlichterns. Wie bitte will man sich über die großen theologischen Fragen verständigen, wenn es schon beim kleinen christlichen Einmaleins keinen Konsens mehr gibt?

Der Link zum gesamten Artikel
http://www.die-tagespost.de/Im-Blickpunk…D;art456,143963
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Sonntag, 23. Juni 2013, 11:26

Leider gibt es in der kath. Kirche auch Priester, die dieses unmögliche "Orientierungspapier" der EKD befürworten, wie ich gestern in der Vorabendmesse erfahren habe. Da ging es dann darum, daß die Gemeinde nicht aufgeschlossen genug sei, daß es (fast) immer nur um die Familien ginge.
Allerdings muß ich dem Priester in einer Sache Recht geben: in den kath. Gemeinden geht es tatsächlich meistens um bestimmte Gruppierungen, da fallen zum Beispiel Alleinstehende jeden Alters, so denn sie nicht Kinder, Jugendliche oder Senioren sind, heraus. Für sie gibt es außer dem Besuch der Heiligen Messe und der Teilnahme an Pfarrfest oder Vortragsabend praktisch nichts. - Ich befürchte nur, daß der Priester nicht nur an die Alleinstehenden gedacht hat, sondern ganz klar die anderen diskutierten "Lebensgemeinschaften" angesprochen hat. In dem Augenblick habe ich mich gefragt, weshalb er noch nicht evangelisch geworden ist? Allerdings ist er, was die Liturgie betrifft, obwohl nicht gerade musikalisch aber eher konservativ eingestellt, so daß er manche in unserer Gemeinde praktizierten liturgischen Mißbräuche nicht mitmacht. An einigen Stellen der Liturgie scheint er sich sogar an der Messe vor dem 2. Vatikanischen Konzil zu orientieren...

Also kurz und - nein, nicht gut: Ich bin traurig über diese Entwicklung, daß nun sogar von christlicher Seite am naturgegebenen menschlichen Zusammenleben in der Familie gerüttelt wird. Anscheinend gibt es immer noch eine weitere Steigerung der Dekadenz. Womit werden wir demnächst überrascht?
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Montag, 24. Juni 2013, 18:54

Die Kirche surft sich „endgültig ins Abseits“

So titelt die Nachrichtenagentur idea die heutige Meldung über das EKD-Familienpapier und stellte gleichzeitig fest, dass die Kritik sich daran immer mehr ausweitet. Eine Auswahl aus den Kritiken.

Der Fernsehmoderator und ehemalige Ratsmitglied in der Leitung der EKD (1991 -. 2009), Peter Hahne (Berlin), nannte das Papier gegenüber idea „ein Beispiel für geistliche Substanzlosigkeit“ und für „geistige Schwäche“ und fragt: „Auf welch unterstes Niveau begibt sich der Rat als oberste EKD-Leitung, solch ein trendiges Mode-Allerlei durchzuwinken?“ Die „sogenannte Orientierungshilfe“ sei ein „Zettelkasten des Flachsinns voller banaler Beliebigkeiten aus dem Betroffenheits-Stuhlkreis – was für ein Start ins Lutherjubiläum“. Die Kirche surfe sich auf den „Wanderdünen des Zeitgeistes endgültig ins Abseits und hat es final geschafft, von niemandem mehr ernst genommen zu werden“. Die „vernichtenden Kommentare“ der „weltlichen“ Presse sprächen eine deutliche Sprache: „Aus dem Vatikan ist Verachtung zu hören.“

Ähnlich „enttäuscht“ reagierte der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CSU, der Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt und stellte fest, dass aus dem Text eine grundsätzliche Neutralität der Autoren zur klassischen Ehe und Familie durchscheine: „Das kann einer christlichen Konfession und deren Vertretern nicht genügen. Streckenweise liest sich diese Handreichung wie ein ungewürztes und kalorienarmes Berliner Allerlei.“ Weiter fragt der Politiker: „Hat sich Luther so kräftig geirrt, dass die kräftigen Exegetinnen und Exegeten von heute die Flucht aus seiner Theologie und Menschlichkeit suchen?“

Eine ebenso scharfe Kritik übt auch der theologisch konservative Bibelbund (Berlin), wobei dessen Vorsitzender, der Theologe Michael Kotsch (Horn-Bad Meinberg), an den EKD-Ratsvorsitzenden, Nikolaus Schneider (Berlin) schrieb: „Es ist erstaunlich, wie Sie eine Legitimation von Homo-Ehen durch abenteuerliche theologische Konstruktionen in die Bibel hineinlesen, deutliche biblische Aussagen zum Leitbild einer dauerhaften heterosexuellen Ehe aber weitgehend unter den Tisch fallen lassen.“

Auch aus der römisch-katholischen Kirche mehren sich die mahnenden Stimmen. Für den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, erweckt das EKD-Papier den Eindruck: „Alles ist möglich und alles ist irgendwie gleichwertig.“ Scharfe Kritik äußerte ebenfalls der Professor für Christliche Sozialwissenschaft, der Dominikanerpater Wolfgang Ockenfels (Trier). In einem Gastkommentar für kath.net schrieb er: „Ein authentisch christliches Verständnis von Ehe und Familie biblisch zu begründen, liegt den Autoren der Studie fern. Sie scheinen nicht an einem Konsens mit katholischen Interpreten der Heiligen Schrift interessiert zu sein.“ Laut Ockenfels ist „heute die Ökumene zwischen Katholiken, Orthodoxen und Evangelikalen leichter möglich als mit deutschnationalen Protestanten vom Schlage der EKD“. Er hält es außerdem nur noch für eine Frage der Zeit, dass staatlicherseits die islamische Polygamie anerkannt wird.

Die Stellungnahme des Katholiken-Forum wird von idea ebenfalls zitiert. Diese ist im Ökumene-Thread dieses Forums nachzulesen.
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Mittwoch, 26. Juni 2013, 17:02

Ex-Kirchenamtspräsident - EKD-Familienpapier korrigieren!

Auch heue veröffentlichte die Nachrichtenagentur idea weitere Kritiken zum Familienpapier der EKD unter dem obigen Titel.

An erster Stelle der heutigen Kritik steht ein ehemals führender Repräsentant der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Bischof em. Hartmut Löwe (Bonn), - 1980 bis 1992 Präsident im EKD-Kirchenamt und von 1993 bis 1999 Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland - spricht von einer „fatalen Desorientierung“ und fordert die Leitung der EKD, den Rat, auf, den Text zu korrigieren. „Andernfalls werden immer mehr evangelische Christen in ihrer Kirche heimatlos“, schreibt er in einer Stellungnahme. Und weiter schreibt Löwe, die Veröffentlichung stellt „einen revolutionären Bruch dar in der Kontinuität evangelischer Lehre und gemeinchristlicher Überzeugungen“. Er bezeichnet es als unbegreiflich, „wie der Rat der EKD von allen seinen früheren Äußerungen zu Ehe, Familie und Homosexualität abweicht, ohne auch nur einen einzigen diskutablen theologischen Grund anzugeben“. Den mit „Theologischer Orientierung“ überschriebenen Teil könne man nur „mangelhaft“ nennen. Löwe zufolge beruft sich das EKD-Papier immer wieder zustimmend auf Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts aus jüngster Zeit: „Aber Karlsruhe produziert keine göttlichen Dekrete, die als hermeneutischer Schlüssel der kirchlichen Lehre dienen könnten.“ Der EKD-Text stehe „in einer problematischen Tradition evangelischer Anpassung an dem Zeitgeist hörige gesellschaftliche Entwicklungen, anstatt das herausfordernd Eigene und Besondere des christlichen Glaubens wenigstens innerhalb der Christenheit zur Geltung zu bringen“. Im Blick auf die Folgen für das Verhältnis zur römisch-katholischen Kirche schreibt Löwe: „Die Klage, es ginge in ökumenischen Dingen nicht voran, ist müßig, wenn man christliche Gemeinsamkeiten aufkündigt.“ Ökumenischer Stillstand und ökumenische Rückschritte seien die natürlichen Folgen. Vielmehr hofften auch evangelische Christen darauf, „dass Rom in den Fragen von Ehe und Familie evangelischen Verirrungen nicht folgt und als authentische christliche Stimme hörbar bleibt.“

Auch der evangelische Regionalbischof im Kirchenkreis Regensburg, Hans-Martin Weiss, kritisiert das EKD-Papier ebenfalls, denn es sei eher „von politischer als kirchlicher“ Denkweise geprägt und er sagte gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung. „Die kritischen Bemerkungen der Denkschrift zur bürgerlichen Ehe finde ich gegenüber denjenigen, die zu ihren Ehepartnern und ihren Familien stehen und immer gestanden sind, zum Teil herabsetzend.“ „Großen Respekt“ zollte Weiss dem katholischen Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer, der in der EKD-Schrift einen Kurswechsel und eine Abkehr von der biblischen Sicht von Mann und Frau sieht. Denn Voderholzer hatte die „evangelischen Mitchristen“ am 23. Juni in einer Predigt gebeten: „Kehrt bitte auf den Boden der Heiligen Schrift zurück! Welchen Sinn soll Ökumene haben, wenn das gemeinsame Fundament der Heiligen Schrift nicht mehr ernstgenommen wird?“ Regionalbischof Weiss sagte dazu, er unterstütze Voderholzers Bemühen, das christliche Familienbild aus der Heiligen Schrift heraus zu entwickeln, „im Grundsatz voll und ganz“.

Weitere kritische Stellungnahmen zu dem EKD-Papier kamen unter anderen auch vom (pietistische) EKD-Ratsmitglied Tabea Dölker (Holzgerlingen bei Stuttgart) und dem württembergischen Landesbischof Frank Otfried July (Stuttgart).

Zustimmende also positive Stellungnahmen zu dem EKD-Papier kamen dagegen von den Landesbischöfen Ulrich Fischer (Baden), Ralf Meister (Hannover) und Heinrich Bedford-Strohm (Bayern) sowie der ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann. Auch der Bundesverband „Evangelische Frauen in Deutschland“ und die Männerarbeit der EKD würdigten die Orientierungshilfe, denn sie unterstütze Beziehungen, „die von verlässlicher Bindung, Verantwortung, Fürsorge und Respekt getragen sind – unabhängig von ihrer Form“, erklärten beide Verbände

Kommentar
Dass mit Pietisten und Angehörigen der bekennenden Kirche gute Kontakte und daher auch eine Ökumene möglich ist, kenne ich aus eigener Erfahrung. Dasselbe könnte vermutlich auch mit der SELK möglich sein – hier habe ich keine Erfahrungen. Aber mit der EKD und auch der österreichischen Landeskirche ist dies nicht vorstellbar. Bei diesen muss man leider sagen: „Aus der Geschichte nichts gelernt“, denn hier wird genauso nach dem Motto „immer mit der Politik im Gleichschritt mitmarschieren – vor allem mit den vermutlichen Siegern“ gehandelt wie es die „Deutschen Christen“ der evangelischen Landeskirchen mit ihrem Reichsbischof von Hitlers Gnaden seinerzeit gemacht haben. Auch diese „Deutschen Christen“ haben die Bibel zeitgeistig ausgelegt und sogar umgeschrieben/umgedeutet, indem sie Jesus, der doch eindeutig Jude ist, als Galiläer bezeichneten und behaupteten Galiläa sei nie jüdisches Land gewesen. Nachzulesen sind diese Umdeutungen in der Bonhoeffer Biographie. Bis zum heutigen Tag vermisse ich eine entsprechende Distanzierung von den „Deutschen Christen“ durch die EKD. Voriges Jahr wurde kurz von einer geplanten Ausstellung berichtet, die diese problematische „Phase“ aufarbeiten sollte, doch seither „herrscht Schweigen im Walde.“

Und die Aussagen der beiden evangelischen Organisationen „Bundesverband „Evangelische Frauen in Deutschland“ und „die Männerarbeit der EKD“, die dieses Schandpapier würdigten und erklärten, es unterstütze Beziehungen, „die von verlässlicher Bindung, Verantwortung, Fürsorge und Respekt getragen sind – unabhängig von ihrer Form“ beweisen, dass der wahre christliche Glaube und die Heilige Schrift (sola scriptura) inkl. der 10 Gebote obsolet sind, denn sonst würde der Hurerei und der Perversität (Sünden gegen 6. Gebot sowie Lev 18,22, Lev 20,13, Röm 1,24-28, 1 Kor 6,9f) nicht das Wort geredet werden. Die EKD darf sich daher nicht wundern wenn sie seit Jahren ständig mehr Mitglieder, erst in den letzten Tagen wurde eine diesbezügliche Statistik veröffentlicht, verliert als die RKK, denn diese Gläubigen konvertieren tlw. zur Heiligen Mutter Kirche, der RK oder wandern zu den Freikirchen ab.
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