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Evangelisch-Lutherisch

Antworten im Thema: 258 » Der letzte Beitrag (3. August 2016, 19:56) ist von diaconus.

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Montag, 14. November 2011, 17:27

Bröckelt das Nein zur Sterbehilfe?

In den evangelischen Kirchen in Deutschland scheint die ablehnende Haltung zur aktiven Sterbehilfe Risse zu bekommen.

So lautet eine heutige Meldung der Nachrichtenagentur idea, denn der evangelische Theologe Michael Frieß (Nürnberg) äußerte die Meinung, dass die Freiheit eines Christenmenschen auch im Sterben nicht aufhöre. Denn jeder Protestant sei letztlich nur seinem eigenen Gewissen verantwortlich und die Bibel sei „keine Gebrauchsanweisung für medizin-ethische Fragen des 21. Jahrhunderts“. Nachdem das Leben ein Geschenk Gottes sei, so bestehe auch die Möglichkeit, es „wieder zurück an Gott“ zu geben. Er seiht sich zwar nicht als Vorkämpfer, meint aber, dass der Einzelne das Recht, über sein Leben zu entscheiden. Außerdem stimmt er mit den „führenden Kirchen“ in den Niederlanden darin überein, dass man „leben soll, aber nicht leben muss“

Anders ist die Meinung des stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Jochen Bohl (Dresden), der ein striktes Nein zur aktiven Sterbehilfe vertritt und folgendes dazu feststellt: „„Wir geben uns das Leben nicht selber am Anfang, und am Ende des Lebens gibt es ein Moment der Unverfügbarkeit, das sich für jeden erschließt.“ Denn es sei „eine tiefe Glaubenswahrheit, dass wir gut beraten sind, diese Unverfügbarkeit für uns zu akzeptieren“.

Kommentar:
Wie immer gibt es in den evangelischen Gemeinschaften Menschen, die treu das Wort Gottes hochhalten und nicht vom Zeitgeist angekränkelt sind und jene, die dem Zeitgeist, nicht nur in der Sterbehilfe sondern in vielen Bereichen, huldigen und die Auslegung des Wortes Gottes so pervertieren wie es ihnen passt. Ob bei diesen noch von wirklichen Christen gesprochen werden kann, die dem Worte Gottes folgen, möge sich jeder selbst beantworten.
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Freitag, 30. Dezember 2011, 17:24

Das Gewissen an Gottes Wort schärfen

Der Vorsitzende des Geschäftsführenden Ausschusses des Lutherischen Einigungswerkes, der evangelisch-lutherische Theologe Karl-Hermann Kandler hat in der heutigen Tagespost einen Kommentar unter diesem Titel verfasst, der sich auf das Wort des Jahres „Entweltlichung“ bezieht.

Ich finde diesen Artikel so gut, dass ich einzelne Abschnitte daraus ausnahmsweise wörtlich in das Forum übernehme, da ein Substrat nie diese Wirkung haben würde.

Zitat

Durch Papst Benedikt XVI. ist „Entweltlichung“ ein Schlüsselwort des ausklingenden Jahres 2011 geworden. Das Gemeinte ist biblisch tief begründet. Der Apostel Paulus hat in seinem Römerbrief (12, 2) geschrieben: „Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ Man kann das auch so übersetzen: „Passt euch nicht dieser Welt an“. Doch immer mehr gewinnt man den Eindruck, dass die Kirchen sich der Welt anpassen. …. Nicht der Wille der Welt, nicht der Wille der Gesellschaft, in der wir leben, kann vorgeben, was wir zu tun haben. Allein Gottes Wille kann und darf der Maßstab dafür sein. Was Gottes Wille ist, wissen wir aus der Heiligen Schrift. Sie ist der Maßstab für unsere Entscheidungen.

Wir sind getauft. Unsere Taufe ist eine Verwandlung. Wir sind nicht mehr dieselben wie vor unserer Taufe. Wir sind Kinder Gottes. Wir sind durch unsere Taufe „frei geworden von der Sünde“, von allem, was uns von Gott trennen könnte. Wir sind durch unsere Taufe grundsätzlich anders als die Menschen um uns, die nicht getauft sind. Das bedeutet, dass nun nicht mehr die Sünde, also alles, was uns von Gott trennen würde, unser Leben beherrschen soll. Wir sind frei geworden, berufen zur „herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“. Darum können wir uns nicht als „Waffen zur Ungerechtigkeit“ hergeben (Römerbrief 6, 8 ). Durch unsere Taufe ist eine Metamorphose, eine Umwandlung an uns geschehen.

Die Bibel ist zeitlos auskunftsfähig

Täglich soll, wenn nötig, diese Metamorphose geschehen. Sowohl die konkrete menschliche Situation als auch unser Denken wird unter die Zusage des Evangeliums gestellt. Weil wir getauft sind, können wir die Fragen, die die „Welt“ uns im Alltag stellt, prüfen und von Gottes Wort her beantworten. Wir können das unvoreingenommen tun. Die Freiheit des Christenmenschen zeigt sich gerade in Entscheidungssituationen. Es geht nicht um eine Gesetzlichkeit, sondern darum, zu erkennen, was jetzt wichtig ist. Der „neue“ Gehorsam gegenüber Gottes Willen zeigt sich nicht darin, dass wir die nötigen Antworten einfach aus der Bibel ablesen könnten. Die Zeiten haben sich geändert, das ist wohl wahr. Aber die Bibel leitet uns an, für die heutige Zeit die richtigen Antworten auf die Fragen der Zeit zu geben. Was will Gott heute von mir, was ist gut, was ist ihm „wohlgefällig“. Nicht was wir wollen darf der Maßstab sein, sondern das, was Gott heute von uns will. Allein der Verwandelte, allein der Glaubende ist dazu in der Lage, Gottes Willen zu erkennen.

Nun konkret: Greifen wir einige Probleme auf, die uns heute in unseren Kirchen brennend beschäftigen. Zuerst die Frage: Dürfen Gleichgeschlechtliche zusammenleben – und das sogar in Pfarrhäusern? Die Bibel redet hier eindeutig (Römerbrief 1, 26–28 ). Gott hat den Menschen geschaffen als Mann und als Frau. Sie sollen einander Partner sein. Nur dann, wenn sie beide zusammenkommen und „ein Fleisch“ werden, wird neues Leben gezeugt. So will es Gott, der Schöpfer. Da kommen Einwände: Es gibt nun einmal die Liebe zum gleichen Geschlecht. Gott hat doch auch die Menschen geschaffen, die homosexuell leben wollen. Gehört nicht also auch die gleichgeschlechtliche Sexualität zu Gottes guter Schöpfung (1. Mose 1, 31)?

Zurzeit erleben wir eine heftige Auseinandersetzung in den evangelischen Kirchen, ob homosexuelle Partnerschaften im Pfarrhaus geduldet und ob solche Partnerschaften gesegnet werden können. Die staatliche Gesetzgebung ist eindeutig. Aber müssen die Kirchen hier dem Staat folgen? Nein, sie müssen es nicht! Stellt euch dieser Welt nicht gleich!

Ein anderes Problem ist die Ordination von Frauen. Unter Berufung auf die „Gleichberechtigung“, die Gleichstellung der Geschlechter in der Gesellschaft, wird sie bejaht. Die Bibelstellen, die vom Schweigen der Frauen im Gottesdienst (1. Korintherbrief 14, 33–36; 1. Timotheusbrief 2, 8–15) reden, werden als zeitbedingt abgetan oder als nicht ursprünglich bezeichnet. Man biegt sich die Heilige Schrift zurecht, so wie man sie gerade haben will. Der Hinweis auf den Galaterbrief (3, 26–28: „Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. ... Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave oder Freier, hier ist nicht Mann noch Frau, denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus“) verfängt nicht, weil es hier um unser Kindsein vor Gott geht. Vor ihm sind wir alle gleich, aber nicht in dieser Welt. In ihr gibt es Unterschiede (Jude–Grieche; Mann–Frau), die auch durch unsere Taufe nicht aufgehoben sind. Unfassbar ist, dass sich in Skandinavien der Staat einmischt und solche, die die Ordination von Frauen ablehnen, vor Gericht zieht. Hier gilt es zu widerstehen. Stellt euch dieser Welt nicht gleich!

Ein drittes Problem: Seit Jahrzehnten ist die Abtreibung von werdendem Leben im Mutterleib gesetzlich zwar nicht erlaubt, aber unter bestimmten Voraussetzungen straffrei. Dabei handelt es sich eindeutig um Tötung von Leben. Mit Recht ist das Geschrei groß, wenn eine Mutter ihr geborenes Kind nicht annimmt. Aber mit der Abtreibung hat sich die Gesellschaft längst abgefunden, die meisten Zeitgenossen sehen da kein Problem. Gerade auch hier haben wir auf den Schöpfungsauftrag hinzuweisen. Gott hat den Menschen männlich und weiblich geschaffen, Mann und Frau sollen das Leben weitergeben. Die Kirchen haben sich mehrfach dazu geäußert und angeboten, ungewollte Kinder anzunehmen. So ist auch der Gedanke einer „Babyklappe“ entstanden. Stellt euch dieser Welt nicht gleich!

In ethischen Fragen sollten wir Christen über die Konfessionsgrenzen gemeinsam an einem Strang ziehen. Martin Luther hat mit seiner sogenannten Zwei-Reiche-Lehre deutlich gemacht, dass wohl Staat/Gesellschaft und Kirche/Christsein zu unterscheiden sind, aber der Dreieinige Gott ist Herr über beide Bereiche. Wir können nicht sagen, Abtreibung, Gleichberechtigung von Mann und Frau, homosexuelle Partnerschaften und das Arbeitsrecht sind gesamtgesellschaftliche Probleme, die uns als Christen nicht betreffen. Das Gegenteil ist der Fall. Aber unsere Entscheidungen in diesen Fragen werden uns nicht vom Staat oder der Gesellschaft vorgegeben, hier haben wir unser Gewissen von Gottes Wort her schärfen zu lassen. Es bleibt dabei: „Stellt
euch nicht dieser Welt gleich!“

Kommentar
Diesen Aussagen des evangelisch lutherischen Theologen ist nichts hinzuzufügen und sollte auch von so manchen katholische Amtsträger, sei es Bischof, Priester oder Diakon, bedacht werden, die auch die Heilige Schrift zeitgeistig auslegen: Dass sollte auch die Basis für die Ökumene sein. Interessant ist für mich, dass jene evangelischen Theologen, die die Interzelebration, Interkommunion usw. fordern diese im Artikel festgestellten Probleme gar nicht sehen bzw. erwähnen sondern in ihren Aussagen meist zeitgeistig sowohl in der Bibelauslegung als auch in ihrem Leben sind. Wenn es auch vielleicht nicht gerne gehört wird, Bonhoeffer hat diese zeitgeistige und „staatstragend“ angepasste Kirche, die damals von den Deutschen Christen und der Reichskirche vertreten wurde, klar verurteilt und die „Bekennende Kirche“ dagegen gesetzt.
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Freitag, 30. Dezember 2011, 20:02

RE: Das Gewissen an Gottes Wort schärfen

Der Vorsitzende des Geschäftsführenden Ausschusses des Lutherischen Einigungswerkes, der evangelisch-lutherische Theologe Karl-Hermann Kandler hat in der heutigen Tagespost einen Kommentar unter diesem Titel verfasst, der sich auf das Wort des Jahres „Entweltlichung“ bezieht.

Ich finde diesen Artikel so gut, dass ich einzelne Abschnitte daraus ausnahmsweise wörtlich in das Forum übernehme, da ein Substrat nie diese Wirkung haben würde.

Zitat

Durch Papst Benedikt XVI. ist „Entweltlichung“ ein Schlüsselwort des ausklingenden Jahres 2011 geworden. Das Gemeinte ist biblisch tief begründet. Der Apostel Paulus hat in seinem Römerbrief (12, 2) geschrieben: „Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ Man kann das auch so übersetzen: „Passt euch nicht dieser Welt an“. Doch immer mehr gewinnt man den Eindruck, dass die Kirchen sich der Welt anpassen. …. Nicht der Wille der Welt, nicht der Wille der Gesellschaft, in der wir leben, kann vorgeben, was wir zu tun haben. Allein Gottes Wille kann und darf der Maßstab dafür sein. Was Gottes Wille ist, wissen wir aus der Heiligen Schrift. Sie ist der Maßstab für unsere Entscheidungen.

Wir sind getauft. Unsere Taufe ist eine Verwandlung. Wir sind nicht mehr dieselben wie vor unserer Taufe. Wir sind Kinder Gottes. Wir sind durch unsere Taufe „frei geworden von der Sünde“, von allem, was uns von Gott trennen könnte. Wir sind durch unsere Taufe grundsätzlich anders als die Menschen um uns, die nicht getauft sind. Das bedeutet, dass nun nicht mehr die Sünde, also alles, was uns von Gott trennen würde, unser Leben beherrschen soll. Wir sind frei geworden, berufen zur „herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“. Darum können wir uns nicht als „Waffen zur Ungerechtigkeit“ hergeben (Römerbrief 6, 8 ). Durch unsere Taufe ist eine Metamorphose, eine Umwandlung an uns geschehen.

Die Bibel ist zeitlos auskunftsfähig

Täglich soll, wenn nötig, diese Metamorphose geschehen. Sowohl die konkrete menschliche Situation als auch unser Denken wird unter die Zusage des Evangeliums gestellt. Weil wir getauft sind, können wir die Fragen, die die „Welt“ uns im Alltag stellt, prüfen und von Gottes Wort her beantworten. Wir können das unvoreingenommen tun. Die Freiheit des Christenmenschen zeigt sich gerade in Entscheidungssituationen. Es geht nicht um eine Gesetzlichkeit, sondern darum, zu erkennen, was jetzt wichtig ist. Der „neue“ Gehorsam gegenüber Gottes Willen zeigt sich nicht darin, dass wir die nötigen Antworten einfach aus der Bibel ablesen könnten. Die Zeiten haben sich geändert, das ist wohl wahr. Aber die Bibel leitet uns an, für die heutige Zeit die richtigen Antworten auf die Fragen der Zeit zu geben. Was will Gott heute von mir, was ist gut, was ist ihm „wohlgefällig“. Nicht was wir wollen darf der Maßstab sein, sondern das, was Gott heute von uns will. Allein der Verwandelte, allein der Glaubende ist dazu in der Lage, Gottes Willen zu erkennen.

Nun konkret: Greifen wir einige Probleme auf, die uns heute in unseren Kirchen brennend beschäftigen. Zuerst die Frage: Dürfen Gleichgeschlechtliche zusammenleben – und das sogar in Pfarrhäusern? Die Bibel redet hier eindeutig (Römerbrief 1, 26–28 ). Gott hat den Menschen geschaffen als Mann und als Frau. Sie sollen einander Partner sein. Nur dann, wenn sie beide zusammenkommen und „ein Fleisch“ werden, wird neues Leben gezeugt. So will es Gott, der Schöpfer. Da kommen Einwände: Es gibt nun einmal die Liebe zum gleichen Geschlecht. Gott hat doch auch die Menschen geschaffen, die homosexuell leben wollen. Gehört nicht also auch die gleichgeschlechtliche Sexualität zu Gottes guter Schöpfung (1. Mose 1, 31)?

Zurzeit erleben wir eine heftige Auseinandersetzung in den evangelischen Kirchen, ob homosexuelle Partnerschaften im Pfarrhaus geduldet und ob solche Partnerschaften gesegnet werden können. Die staatliche Gesetzgebung ist eindeutig. Aber müssen die Kirchen hier dem Staat folgen? Nein, sie müssen es nicht! Stellt euch dieser Welt nicht gleich!

Ein anderes Problem ist die Ordination von Frauen. Unter Berufung auf die „Gleichberechtigung“, die Gleichstellung der Geschlechter in der Gesellschaft, wird sie bejaht. Die Bibelstellen, die vom Schweigen der Frauen im Gottesdienst (1. Korintherbrief 14, 33–36; 1. Timotheusbrief 2, 8–15) reden, werden als zeitbedingt abgetan oder als nicht ursprünglich bezeichnet. Man biegt sich die Heilige Schrift zurecht, so wie man sie gerade haben will. Der Hinweis auf den Galaterbrief (3, 26–28: „Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. ... Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave oder Freier, hier ist nicht Mann noch Frau, denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus“) verfängt nicht, weil es hier um unser Kindsein vor Gott geht. Vor ihm sind wir alle gleich, aber nicht in dieser Welt. In ihr gibt es Unterschiede (Jude–Grieche; Mann–Frau), die auch durch unsere Taufe nicht aufgehoben sind. Unfassbar ist, dass sich in Skandinavien der Staat einmischt und solche, die die Ordination von Frauen ablehnen, vor Gericht zieht. Hier gilt es zu widerstehen. Stellt euch dieser Welt nicht gleich!

Ein drittes Problem: Seit Jahrzehnten ist die Abtreibung von werdendem Leben im Mutterleib gesetzlich zwar nicht erlaubt, aber unter bestimmten Voraussetzungen straffrei. Dabei handelt es sich eindeutig um Tötung von Leben. Mit Recht ist das Geschrei groß, wenn eine Mutter ihr geborenes Kind nicht annimmt. Aber mit der Abtreibung hat sich die Gesellschaft längst abgefunden, die meisten Zeitgenossen sehen da kein Problem. Gerade auch hier haben wir auf den Schöpfungsauftrag hinzuweisen. Gott hat den Menschen männlich und weiblich geschaffen, Mann und Frau sollen das Leben weitergeben. Die Kirchen haben sich mehrfach dazu geäußert und angeboten, ungewollte Kinder anzunehmen. So ist auch der Gedanke einer „Babyklappe“ entstanden. Stellt euch dieser Welt nicht gleich!

In ethischen Fragen sollten wir Christen über die Konfessionsgrenzen gemeinsam an einem Strang ziehen. Martin Luther hat mit seiner sogenannten Zwei-Reiche-Lehre deutlich gemacht, dass wohl Staat/Gesellschaft und Kirche/Christsein zu unterscheiden sind, aber der Dreieinige Gott ist Herr über beide Bereiche. Wir können nicht sagen, Abtreibung, Gleichberechtigung von Mann und Frau, homosexuelle Partnerschaften und das Arbeitsrecht sind gesamtgesellschaftliche Probleme, die uns als Christen nicht betreffen. Das Gegenteil ist der Fall. Aber unsere Entscheidungen in diesen Fragen werden uns nicht vom Staat oder der Gesellschaft vorgegeben, hier haben wir unser Gewissen von Gottes Wort her schärfen zu lassen. Es bleibt dabei: „Stellt
euch nicht dieser Welt gleich!“

Kommentar
Diesen Aussagen des evangelisch lutherischen Theologen ist nichts hinzuzufügen und sollte auch von so manchen katholische Amtsträger, sei es Bischof, Priester oder Diakon, bedacht werden, die auch die Heilige Schrift zeitgeistig auslegen: Dass sollte auch die Basis für die Ökumene sein. Interessant ist für mich, dass jene evangelischen Theologen, die die Interzelebration, Interkommunion usw. fordern diese im Artikel festgestellten Probleme gar nicht sehen bzw. erwähnen sondern in ihren Aussagen meist zeitgeistig sowohl in der Bibelauslegung als auch in ihrem Leben sind. Wenn es auch vielleicht nicht gerne gehört wird, Bonhoeffer hat diese zeitgeistige und „staatstragend“ angepasste Kirche, die damals von den Deutschen Christen und der Reichskirche vertreten wurde, klar verurteilt und die „Bekennende Kirche“ dagegen gesetzt.


Danke, lieber Diaconus! Dieser Artikel ist wirklich gut und wichtig! Auch Deinem Kommentar kann ich mich voll und ganz anschließen.
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Dienstag, 10. Januar 2012, 11:51

Nichts ist heilig an dem Rock zu Trier“

"Wie die Nachrichtenagentur idea von der Synode der rheinländischen Kirche, die vom 8. Bis 13. Jänner in Bad Neuenahr tagt, berichtet hat Präses Nikolaus Schneider festgestellt, dass an dem Rock in Trier nichts heilig ist zu dem die Heilig-Rock-Wallfahrt führt.

Präses Schneider sieht in der evangelischen Beteiligung an der Heilig-Rock-Wallfahrt „eine Chance, den einen Herrn der Kirche, Jesus Christus, als die gemeinsame Mitte zu feiern“. Der Heilige Rock sei zur Reformationszeit allerdings ein „Heilsmittel zum ewigen Leben“ gewesen und in späteren Jahrhunderten eine anti-protestantische Demonstration. Und weiter: Das Neue Testament nenne Menschen und nicht Gegenstände heilig.

Kommentar
Wenn Präses Schneider in der Heilig-Rock-Wallfahrt „eine Chance sieht, den einen Herrn der Kirche, Jesus Christus, als die gemeinsame Mitte zu feiern“, dann soll er so einen redlichen Charakter haben, das zu akzeptieren was den Katholiken als Reliquie heilig ist. Und wenn er nicht versteht was eine Reliquie ist, soll er die entsprechende theologische Bildung nachholen, Außerdem sei er daran erinnert, dass der Herr Jesus Christus die katholische Kirche mit den Worten an Petrus „Du bist Petrus ….. “ (Mt 16,18 ) gegründet hat und diese Kirche dort ist, wo der Nachfolger des Petrus ist (Ambrosius: Ubi Petrus, ibi Ecclesia - wo Petrus ist, da ist die Kirche), während die protestantischen Denominationen von einem abgefallenen Priestermönch gegründet wurden, der alles was den Katholiken wesentlich im Galaterbrief-Kommentar verfluchte. Bis heute werden von den Protestanten die ersten 1500 Jahre der Kirchengeschichte mehr oder weniger negiert. Und um bei den Worten von Präses Schneider in abgewandelter Form zu bleiben, bei ihm ist nichts christlich so wie es sein sollte, sondern es ist ein zeitgeistiges und zeitangepasstes Christentum, das nicht der Heiligen Schrift entspricht, siehe Homo-Ehe, verpartnerschaftete Homo-Pastoren im Pfarrhaus; PID, Verständnis für Abtreibung und ähnliches. Dazu passen auch weibliche Ordinierte obwohl der Konfessionsgründer Luther deutlich gesagt hat „Ich verbiete, dass Frauen predigen.“ . Dazu passen auch weibliche Ordinierte obwohl der Konfessionsgründer Luther deutlich gesagt hat „Ich verbiete, dass Frauen predigen.“ (vgl. 1 Kor 14,34).Denn dieser hat sich noch an die Heilige Schrift gehalten zum Unterschied der heutigen zeitgeistigen EKD.
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Sonntag, 22. Januar 2012, 16:59

Sachsen: Kirche öffnet Pfarrhaus für homosexuelle Paare

Die Nachrichtenagentur idea berichtet heute, dass in Sachsen homosexuelle Pfarrerinnen und Pfarrer künftig unter bestimmten Voraussetzungen gemeinsam im Pfarrhaus leben dürfen, denn das hat die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens am 21. Januar in Dresden entschieden, wobei als Voraussetzung allerdings eine eingetragene Lebenspartnerschaft des Paares und die einmütige Zustimmung des Kirchenvorstandes gilt.

Landesbischof Jochen Bohl (Dresden) meint und hofft, „dass die Christinnen und Christen in den Kirchgemeinden unserer Landeskirche diese Entscheidung der Kirchenleitung mittragen werden“, und er sei sicher, „dass homosexuell geprägte Menschen, mit denen wir in der Gemeinschaft der Kirche verbunden sind, als Schwestern und Brüder im Glauben akzeptiert werden“. Als wichtige Grundlage für die Entscheidung war der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe „Homosexualität in biblischem Verständnis“ und zugleich bekräftigte die Kirchenleitung die bleibende Bedeutung der biblischen Ordnung von Ehe und Familie als Leitbild des Zusammenlebens von Frau und Mann

Kommentar
Mit derartigen Entscheidungen missachten ja pervertieren die evangelischen Gemeinschaften bzw. die Landeskirchen der EKD neuerlich die Heilige Schrift und deren Aussagen, denn Lev 18,22, Lev 20,13, 1 Kor 6,9, Röm 1,26-27 sind so eindeutig, dass wer dagegen auftritt Gott und seine Worte in der Heiligen Schrift zum Lügner macht.
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Montag, 23. Januar 2012, 17:39

Bitte keine politische Meinung von der Kanzel!

Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur idea hat der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München) Pfarrer davor gewarnt, ihre politischen Ansichten von der Kanzel zu verkünden denn es wäre der Tod jeder Predigt, wenn der Prediger seine persönliche Meinung als die Stimme des Evangeliums ausgäbe.

Bedform-Strohm, der seine SPD-Mitgliedschaft seit seiner Wahl ruhen lässt, meint im Gottesdienst gehe es um Grundorientierungen und in diesem Sinne könne die Predigt auch politisch sein, denn die Politik brauche Orientierung.

Kommentar
Ein neuerlicher Beweis, dass die lutherische Kirche von linken Kräften (Sozialisten, Grüne) unterwandert ist wie die Wortmeldungen zeigen. Dass eine christliche Gemeinschaft, die Mitglieder atheistischer Parteien in Führungspositionen hat zeitgeistiges Gedankengut über die Offenbarung Gottes stellt, ist daher nicht verwunderlich
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47

Montag, 23. Januar 2012, 19:05

Das verstehe wer will, ich kann es nicht. ?(
Auf der einen Seite sagt der Bischof, dass Pastoren nicht ihre eigene politische Meinung von der Kanzel herab verkünden sollen, um keine falschen Verknüpfungen entstehen zu lassen. Und auf der anderen Seite meint er, dass die Kirche politische Orientierung bieten soll. Was denn nun?

Ich denke, dass das tagespolitische Geschehen in der Kirche, egal in welcher Denomination, nichts verloren hat. Ebenso wie ich meine, dass ich sonntags keine kirchenpolitischen Äußerungen in der Predigt hören möchte. Warum reicht es nicht, sich mit dem Evangelium und den dazu gehörenden Texten auseinander zu setzen? Ich gehe doch nicht in die Kirche, um dort von meinem Alltag weiter verfolgt zu werden, sondern möchte Hilfen auf meinem Weg der Christusnachfolge bekommen, um die ich mich ohnehin jeden Tag neu bemühen muß. Da bin ich für jede Unterstützung und Anregung dankbar.

Liebe Pastoren, egal ob katholisch oder evangelisch, kehrt wieder zu Eurer eigentlichen Aufgabe zurück, zur Verkündigung!
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48

Samstag, 28. Januar 2012, 12:02

Bonhoeffer ist ein Vorbild für Gemeindeleiter

Bonhoeffer-Biograf Eric Metaxas: Er war kein liberaler Theologe.

Wie die Nachrichtenagentur idea gestern meldete hat der US-amerikanische Pastor Bill Hybels bei einem Leitungskongress der Bewegung Willow Creek Deutschland am 27. Januar in Stuttgart festgestellt, dass Pastoren sich den evangelischen Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) zum Vorbild nehmen sollten, wenn sie Anregungen für ein glaubwürdiges Christsein suchen.

Bei einem Podiumsgespräch, das Hybels mit dem Autor der Biografie „Bonhoeffer: Pastor, Agent, Märtyrer und Prophet“, Eric Metaxas (New York) führte, sagte er auch, dass bei Bonhoeffer Gemeindeleiter lernen könnten, im Vertrauen auf Gottes Wegweisung ihrer Berufung bis zum bitteren Ende treu zu bleiben. Eric Metaxas wandte sich in diesem Gespräch dagegen, Bonhoeffer als liberalen Theologen darzustellen, denn „Je mehr ich nachforschte, desto mehr kam ich zu dem Ergebnis, dass diese Annahme Nonsens ist.“ Bonhoeffer habe die Bibel schon während seines Studiums anders verstanden als viele seiner Kommilitonen: „Für ihn war sie lebendig, sie spricht zu den Menschen. Er war einer der wenigen an der Fakultät, die ihre Stimme gegen die liberale Theologie erhoben haben.“

Außerdem nannte Hybels Metaxas’ Bonhoeffer-Biografie eine unverzichtbare Ermutigung für Gemeindeleiter, die ihrer Berufung konsequent folgen wollen.

Kommentar
Bonhoeffer wäre auch in der heutigen Zeit ein Vorbild nicht nur für evangelische Theologen sondern auch für katholische Theologen und auch Priester. Natürlich muss man als Katholik die wesentlichen theologischen Unterschiede, die die Protestanten von uns trennen dabei berücksichtigen. Wiederholt habe ich in der Ökumene festgestellt, dass ein Großteil der evangelischen Theologen, vor allem jener, die zeitgeistig ausgerichtet sind, Bonhoeffer mehr oder weniger ablehnen. Mit dem Lesen der Bonhoeffer-Biographie hat sich meine Achtung für ihn, die ich schon vorher hatte, nur noch mehr gesteigert. Dass Bonhoeffer kein liberaler und zeitgeistiger evangelischer Theologe war, ergibt sich aus seinem Leben, das im Gegensatz zu den „Deutschen Christen“, den evangelischen Landeskirchen und deren Reichsbischof der Nazis stand, die „Bekennende Kirche“ mitbegründete sowie unterstützte und seinen Weg bis zur bitteren Neige ging,
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Sonntag, 5. Februar 2012, 17:01

Respekt und Geduld sind ein Zwillingspaar

mit dem Untertitel „Die Selbständige Evangelische-Lutherische Kirche (SELK) führt ökumenische Gespräche mit Rom - Im Dialog kommt man sich näher“ so lautet ein Artikel von Gert Kelter in der Tagespost vom Freitag, den 3. 2. Gert Keller ist Pfarrer in der evangelisch-lutherischen Heilig-Geist-Gemeinde in Görlitz und Ökumenereferent der SELK. Propst Gert Kelter ist Mitglied der Kirchenleitung und der Theologischen Kommission der SELK.

Der Artikel ist so interessant, dass ich die wesentlichsten Teile wortgetreu ins Forum stelle.

Der Artikel befindet sich nunmehr im SELK-Thread. Er wurde dorthin verschoben.
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Dienstag, 14. Februar 2012, 19:09

Proteste gegen Medienpreis für palästinensischen Pfarrer

Die Nachrichtenagentur idea meldet dazu, dass die Agentur „media control“ den evangelisch-lutherischen Pfarrer der Bethlehemer Weihnachtskirche, Mitrib Raheb. als „leisen Friedensstifter“ und als „Symbol der Menschlichkeit“ auszeichnen will. Gegen die Verleihung protestieren christliche und jüdische Gruppen, denn dieser Pfarrer gilt als leidenschaftlicher Verfechter einer palästinensischen Befreiungstheologie und ist unter anderem Mitverfasser des umstrittenen Kairos-Dokuments, das zum Boykott Israels aufruft. Außerdem behauptet er, dass der Staat Israel ein dem Nahen Osten fremdes europäisches Gebilde ohne jegliche natürliche Verbindung zum Volk der Bibel sei und er ist auch der Meinung, dass die Vorväter der Palästinenser die Offenbarung erhalten und die Bibel geschrieben hätten. Bei mehreren religiösen Tagungen und Kirchenkonferenzen habe Raheb eine „Palästinensische Theologie“ gefördert, die behaupte, dass Juden nicht das auserwählte Volk seien und deshalb kein Recht hätten, im Heiligen Land zu leben.

Kommentar
Unter diesen Umständen verstehe ich vollkommen, dass die Nominierung zur Preisverleihung Entsetzen ausgelöst hat. Weiter frage ich mich, was für Blödheiten wie Palästinenser als Empfänger und Schreiber der Offenbarung und nicht die Juden, also eine pure Geschichtsfälschung, unter dem Schirm des Lutherischen Weltbundes ohne Konsequenzen gedeihen kann.
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Dienstag, 14. Februar 2012, 22:01

RE: Proteste gegen Medienpreis für palästinensischen Pfarrer

Die Nachrichtenagentur idea meldet dazu, dass die Agentur „media control“ den evangelisch-lutherischen Pfarrer der Bethlehemer Weihnachtskirche, Mitrib Raheb. als „leisen Friedensstifter“ und als „Symbol der Menschlichkeit“ auszeichnen will. Gegen die Verleihung protestieren christliche und jüdische Gruppen, denn dieser Pfarrer gilt als leidenschaftlicher Verfechter einer palästinensischen Befreiungstheologie und ist unter anderem Mitverfasser des umstrittenen Kairos-Dokuments, das zum Boykott Israels aufruft. Außerdem behauptet er, dass der Staat Israel ein dem Nahen Osten fremdes europäisches Gebilde ohne jegliche natürliche Verbindung zum Volk der Bibel sei und er ist auch der Meinung, dass die Vorväter der Palästinenser die Offenbarung erhalten und die Bibel geschrieben hätten. Bei mehreren religiösen Tagungen und Kirchenkonferenzen habe Raheb eine „Palästinensische Theologie“ gefördert, die behaupte, dass Juden nicht das auserwählte Volk seien und deshalb kein Recht hätten, im Heiligen Land zu leben.

Kommentar
Unter diesen Umständen verstehe ich vollkommen, dass die Nominierung zur Preisverleihung Entsetzen ausgelöst hat. Weiter frage ich mich, was für Blödheiten wie Palästinenser als Empfänger und Schreiber der Offenbarung und nicht die Juden, also eine pure Geschichtsfälschung, unter dem Schirm des Lutherischen Weltbundes ohne Konsequenzen gedeihen kann.


Ich wäre hier mit einem Urteil sehr, sehr vorsichtig! Es muß nicht alles stimmen, was die Gegner dieses Pfarrers behaupten! Wurde diesem Pfarrer überhaupt Gelegenheit gegeben, sich zu äußern? Oder hört man nur auf eine Seite?
Hier scheint mir der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern im Vordergrund zu stehen. Da kommt dann dieser Pfarrer in dem sattsam bekannten Konflikt zwischen die Räder. Ehe ich mir ein Urteil bilde, möchte ich auch die palästinensiche Seite hören, und zwar nicht in der Form von Unterstellungen von israelischer Seite! Ich habe nichts gegen Israel, bin aber nach dem Mauerbau und dem Verhalten der Israelis in den Siedlungsgebieten nicht mehr bedenkenlos nur auf israelischer Seite.

Sollte jetzt von irgendwelchen Leuten, die der Meinung sind, dass man Israel nicht kritisieren dürfe - und die in der Kritik am Verhalten des Staates Israels gleich Antisemitismus zu erkennen meinen - genau dieser Vorwurf kommen, dann sage ich vorsorglich, dass ich absolut keine antisemitische Einstellung habe! Man muß das heutige Israel genauso kritisieren dürfen wie wir das auch mit anderen europäischen Ländern oder Amerika können, ohne dass einem gleich feindliche Einstellungen unterstellt werden.

Allerdings verstehe ich nicht ganz, weshalb dieser Konflikt evangelisch-lutherisch sein soll, betrifft er doch eigentlich, wie oben von mir schon erwähnt, ein ganz anderes Problem...
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Freitag, 16. März 2012, 17:42

Was Gauck glaubt

In der heutigen Tagespost ist ein Interview mit dem früheren evangelischen Pfarrer und Leiter der Stasiunterlagenbehörde Joachim Gauck. Dietrich Bonhoeffer ist für ihn im Gespräch über seinen Glauben Vorbild. Das Gespräch führte Günther Klempnauer

Das interessante Interview kann über den nachfolgenden Link abgerufen werden.
http://www.die-tagespost.de/Was-Gauck-glaubt;art456,132592
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53

Freitag, 16. März 2012, 18:32

Eine Buchempfehlung zum Luther-Jubiläum

In der "Tagespost" vom 15. März 12 gibt es eine hochinteressante Buchbesprechung (Verfasser: Urs Buhlmann): Der Historiker Harm Klueting hat sich in dem Buch "Luther und die Neuzeit" mit den historischen Voraussetzungen der Reformation beschäftigt, die nicht erst zu dem Zeitpunkt des sogenannten Thesenanschlags von Luther begonnen hat, sondern die auch in der katholischen Kirche bereits seit der Mitte des 14. Jahrhunderts im Gange war, als es dann in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu immer größeren Auseinandersetzungen kam, die die damaligen Politiker, damals die "Landesfürsten", für sich zu nutzen wußten, so dass es dann tatsächlich zu einer Kirchenspaltung kam. Anfangs war Luther ein treuer Vertreter der katholischen Kirche, doch in der Zuspitzung der Geschehnisse hat er dann zunehmend aggressiver reagiert und die Unterstützung der Landesfürsten angenommen.

Das Buch geht auch auf die Persönlichkeit Luthers ein, das ist sehr interessant, werden hier doch einige Vorurteile, die noch aus dem Kulturprotestantismus des 19. Jahrhunderts stammen, beseitigt.

Also ein sehr empfehlenswertes Buch für alle jene, die es wirklich wissen wollen!
Das Buch ist 2011 im Primus Verlag, Darmstadt, erschienen, enthält 223 gut lesbare Seiten, die ISBN lautet: 978-3-89678-857-3 und der Preis beträgt EUR 24,90.
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Samstag, 17. März 2012, 12:10

RE: Eine Buchempfehlung zum Luther-Jubiläum

In der "Tagespost" vom 15. März 12 gibt es eine hochinteressante Buchbesprechung (Verfasser: Urs Buhlmann): Der Historiker Harm Klueting hat sich in dem Buch "Luther und die Neuzeit" mit den historischen Voraussetzungen der Reformation beschäftigt, die nicht erst zu dem Zeitpunkt des sogenannten Thesenanschlags von Luther begonnen hat, sondern die auch in der katholischen Kirche bereits seit der Mitte des 14. Jahrhunderts im Gange war, als es dann in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu immer größeren Auseinandersetzungen kam, die die damaligen Politiker, damals die "Landesfürsten", für sich zu nutzen wußten, so dass es dann tatsächlich zu einer Kirchenspaltung kam. Anfangs war Luther ein treuer Vertreter der katholischen Kirche, doch in der Zuspitzung der Geschehnisse hat er dann zunehmend aggressiver reagiert und die Unterstützung der Landesfürsten angenommen.

Das Buch geht auch auf die Persönlichkeit Luthers ein, das ist sehr interessant, werden hier doch einige Vorurteile, die noch aus dem Kulturprotestantismus des 19. Jahrhunderts stammen, beseitigt.

Also ein sehr empfehlenswertes Buch für alle jene, die es wirklich wissen wollen!
Das Buch ist 2011 im Primus Verlag, Darmstadt, erschienen, enthält 223 gut lesbare Seiten, die ISBN lautet: 978-3-89678-857-3 und der Preis beträgt EUR 24,90.

Diese Buchbesprechung habe ich auch in der Tagespost gelesen und fand sie sehr interessant. Vielleicht schaffe ich es mir an, doch momentan liegen bei mir einige Bücher auf „Lesevorrat.“
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Dienstag, 20. März 2012, 17:13

Brauchen Juden Jesus zum Heil?

Seit 11. März ist nach den idea-Meldungen in der EKD eine Diskussion darüber im Gange, ob Juden durch Christen missioniert werden dürfen, die durch den EKD-Vorsitzenden, Präses Nikolaus Schneider ausgelöst wurde. Auslöser war dessen Rede bei der Verleihung der Buber-Rosenzweig-.Medaille an ihn, die dieser für sein Wirken in den Beziehungen zwischen Juden und Christen erhalten hatte. Damals sagte er in einem Interview mit „Welt-Online“, dass Christen die Judenmission aus biblischer Sicht nicht empfohlen sei; allerdings gelte die Einladung zum Glauben an Jesus Christus grundsätzlich allen Menschen. Und weiter: „Ein Christ kann sagen, dass Jesus Christus für ihn der Messias ist, dass er Jesus in dessen jüdischer Tradition sieht und dass Jesus auch der Messias für Israel ist. Paulus schreibt im Römerbrief, dass am Ende der Zeiten, wenn die übrigen Völker die christliche Botschaft erkannt haben, auch der Rest Israels hinzukommt.“ Dies könne ein Christ auch so deuten, „dass das jüdische Volk am Ende der Zeiten nicht an Jesus vorbeikommen wird“. Eine Missionierung setze freilich eine absichtsvolle Strategie voraus, die den Glauben der Juden ändern wolle. Und dies halte er, Schneider, nicht für angebracht, denn Juden wie Christen glaubten an den Gott Israels.

Bereits am 15. Marz stieß diese Aussage Schneiders auf Widerspruch durch den Vorsitzenden der theologisch konservativen Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), der erklärte, dem „müsse kräftig widersprochen werden“: Und weiter: „Gilt die befreiende Botschaft von der gnädigen Liebe Gottes, dass Gott den Sünder liebt, und durch seinen geliebten Sohn Jesus Christus rettet von Sünde, Tod und Teufel, den Juden etwa nicht?“ Rüß stellte dazu fest, dass der Auftrag Jesu an seine Apostel, Menschen zu Jüngern Jesu zu machen, niemanden ausgrenze. Wer aber den Juden grundsätzlich das Evangelium vorenthalte, relativiere den Missionsauftrag Jesu und widerspreche dem Willen Gottes

Und heute meldete die Nachrichtenagentur idea, dass der Leiter des jüdisch-messianischen Evangeliumsdienstes Beit Sar Shalom, Wladimir Pikman (Berlin) in seinem Kommentar für idea: schrieb: „Christen sollten wissen, dass Jesus Christus das Beste ist, dessen jeder Mensch bedarf, und aufhören, Juden in Bezug auf ihren Messias zu benachteiligen“, Und sie sollten stattdessen überlegen, „wie man den Juden durch Wort und Tat Jesu Güte und Liebe richtig vermitteln kann“. Jesus sei der König und der Messias der Juden: „Als Jude kam er in die Welt, um zuerst Juden zu retten. Er hat sich in erster Linie für die Juden geopfert.“ Auch die Apostel hätten sich bemüht, den Juden das Evangelium zu verkündigen. Sie hätten Jesus „als für Juden notwendigen Erlöser“ bezeichnet. An Jesus und seiner Rolle habe sich seither nichts geändert. Ohne Jesus kenne man auch Gott nicht, weil es dessen Wesen als dreieiniger Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist – dann unmöglich sei.“

Anders der Theologische Vizepräsident des Kirchenamtes der EKD, Thies Gundlach (Hannover), in einem weiteren idea-Beitrag der Schneiders Auffassung unterstützte. Gundlach verweist dabei als Begründung auf Äußerungen des Apostels Paulus im Römerbrief (11,25), wo es heißt, dass am Ende der Zeiten – wenn die übrigen Völker die christliche Botschaft erkannt haben – auch der Rest Israels hinzukommt. Der Theologe fragt: „Gibt es im Blick auf unsere Gegenwart irgendeinen Anlass, davon auszugehen, dass die ‚Fülle der Heiden zum Heil gelangt’ sei? Gibt es Anlass, von der Reihenfolge abzuweichen, die der Apostel Paulus uns Christen als Geheimnis Gottes mitgegeben hat? Ich kann das nicht erkennen.“ sowie „dass allein er den Zeitpunkt festlegt, wann die Fülle der Heiden eingegangen ist. Es ist nicht an uns, diese Reihenfolge durch gezielte Bekehrung der Juden zu verändern.“

Kommentar
Die Äußerungen Schneiders und Gundlach weisen darauf hin, dass in weiten Kreisen der EKD die „political correctness“ sowie der Zeitgeist vorherrscht und sie im Gegensatz zu ihrem Konfessionsgründer Martin Luther steht, der sehr für die Judenmission war. Außerdem aus dem Röm 11,25 ein Missionsverbot der Juden abzuleiten, ist auch eine sehr zeitgeistige Interpretation, denn es heißt in diesem Vers, dass eine Verstockung auf einen Teil Israels liegt und wenn die Heiden in voller Zahl das Heil erlangt haben, wird ganz Israel gerettet werden. Und das ist so zu verstehen, dass dieser Rest Israels auch gegen seinen Willen gerettet werden wird. Und aus dem argumentum e contrario (Umkehrschluss) ergibt sich, dass damit den heute lebenden Juden das Heil nicht zu Teil werden wird, da sie den Heiland (Messias) ablehnen. Daher ist der Missionsauftrag für die Juden, der jedoch behutsam erfolgen muss, gerechtfertigt. Denn eine Aufhebung der Anordnung Jesu „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern …“ (vgl. Mt 28,19) speziell für die Juden ist aus Röm 11,25 nicht zu interpretieren. Außerdem ist dazu noch festzustellen, dass der Gott der Juden und Christen zwar in der Person des Vaters gleich ist, aber für die Christen es die Trinität (Vater, Sohn, Heiliger Geist) ist, denn Jesus als Gottes Sohn hat auch auf den Heiligen Geist als Person verwiesen (mehrere Stellen, vor allem aber Joh 16,4b-15)
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56

Dienstag, 20. März 2012, 20:36

Danke für diese wichtige Information und vor allem für Deinen sehr guten Kommentar, @ Diaconus! :)

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass heutzutage leider viele Christen ein gestörtes Verhältnis zur Mission haben. Dabei geht es jedoch nicht darum, auch nur einen einzigen Menschen zwangsweise zu missionieren, sondern den Menschen, die noch nicht die Gelegenheit hatten, den christlichen Glauben kennenzulernen, von der Liebe und Gnade Gottes zu erzählen. Diese können, müssen aber nicht, sich für den christlichen Glauben entscheiden, denn GOTT stellt es jedem frei, sich für oder gegen ihn zu stellen.

Und wie funktioniert Mission? Nicht allein durch Worte, sondern durch das Verhalten eines jeden einzelnen Christen gegenüber den Mitmenschen. Dieses Verhalten sollte jedoch nicht verbissen und krampfhaft sein, sondern etwas von der Liebe GOTTES spüren lassen. Und von der Freude, dass ER uns mit Christus das Heil geschenkt hat: die Überwindung des Todes, das ewige Leben! - Ich denke dabei auch an das Evangelium des letzten Sonntags (Laetare).
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57

Donnerstag, 22. März 2012, 20:34

Bayern: Synode erlaubt Homo-Partnerschaft im Pfarrhaus

Wie die Nachrichtenagentur idea meldet hat sich die bayerische Landessynode am 22. März mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, dass schwule oder lesbische Geistliche im Pfarrhaus zusammenleben dürfen. Dafür stimmte die Mehrheit der 108 Delegierten für die Neuregelung des Pfarrdienstrechts; 15 waren dagegen und drei enthielten sich.

Auf Antrag des Vertreters der pietistischen Gemeinschaften, Prof. Wolf-Ewald Büttner (Regenstauf bei Regensburg), wiesen 57 Synodale den Vorschlag des Landeskirchenrats zurück, dass Ehe und Familie nur den Charakter eines Leitbildes hätten. Das sei zu wenig, befand Büttner.

Auch mehrere Eingaben, die sich unter Berufung auf die Bibel gegen Homosexuelle im Pfarrhaus richteten, wurden abgewiesen und der stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Bekennender Christen (ABC), Rektor i.R. Martin Pflaumer (Pommelsbrunn bei Nürnberg), wollte, dass das Pfarramt nur solchen Personen offensteht, „die in ihrer Lebensweise ledig sind oder in einer nach bürgerlichem Recht eingegangenen Ehe als einer Ehe von einem Mann mit einer Frau leben.“

Kommentar
Ein neuer Beweis dafür, dass sich der Großteil der EKD von der Offenbarung Gottes (Lev 18,22; 20,13, Röm 1,26-27) verabschiedet hat und somit nicht mehr als wirklich christlich zu betrachten ist. Und genau diese Vorgangsweise schwappt auf die HRKK über und will diese protestantieren. Luther dreht sich wahrscheinlich über diese Vorgangsweise seiner Nachfolger noch im Grabe um.
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58

Sonntag, 8. April 2012, 18:45

Mehr Einsatz für Tierschutz als für ungeborene Kinder?

Unter diesem Titel meldete die Nachrichtenagentur idea gestern, dass der Theologe Dieter Müller vom Vorstand der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Nordelbien forderte, dass sich evangelische Kirchenleiter nicht nur für den Tierschutz, sondern auch für den Lebensschutz ungeborener Kinder einsetzen sollten.

Müller bezog sich dabei auf die Beteiligung des hannoverschen Landesbischofs Ralf Meister am „Ökumenischen Kreuzweg der Schöpfung“ wo dieser am 26. Februar in Wietze bei Celle gepredigt hattte. Dort versammelten sich die Kreuzwegteilnehmer an einem Schlachthof, in dem täglich 20.000 Hühner getötet werden. „Christlicher Glaube und verantwortungsvolles Handeln gegenüber der Schöpfung gehören eng zusammen“, erklärte Meister damals.

Vollkommen berechtigt fragt Müller warum man den früheren Berliner Generalsuperintendenten nicht beim „Marsch für das Leben“ in der Hauptstadt gesehen habe denn dort demonstrieren regelmäßig evangelische und katholische Abtreibungsgegner, die von Protesten feministischer und linksradikaler Gruppen gestört werden.

Vollkommen richtig meint Müller, dass die Teilnahme an diesem „Kreuzweg der besonderen Art“ gegen die Abtreibungen zweifellos „mehr bischöfliche Courage fordert, als man braucht, um ein paar Hühnerbarone in Niedersachsen an den Tierschutz zu erinnern“ und verweist darauf dass der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) die Kindestötung im Mutterleib „schlicht Mord“ genannt habe.

Kommentar
Müller hast vollkommen Recht, nur bedenkt er nicht, dass ein Großteil der EKD dem Zeitgeist huldigt und nicht in den Medien anecken will. Daher ist der linksgrüne Tierschutz wichtiger als der Schutz des wachsenden Lebens im Mutterleib. Dieser Lebensschutz ist aber nur jene konservativen Gruppen wichtig, die noch voll in der Offenbarung ohne Abweichung stehen und noch wirklich christlich sind,
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59

Montag, 9. April 2012, 19:36

RE: Mehr Einsatz für Tierschutz als für ungeborene Kinder?

Unter diesem Titel meldete die Nachrichtenagentur idea gestern, dass der Theologe Dieter Müller vom Vorstand der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Nordelbien forderte, dass sich evangelische Kirchenleiter nicht nur für den Tierschutz, sondern auch für den Lebensschutz ungeborener Kinder einsetzen sollten.

Müller bezog sich dabei auf die Beteiligung des hannoverschen Landesbischofs Ralf Meister am „Ökumenischen Kreuzweg der Schöpfung“ wo dieser am 26. Februar in Wietze bei Celle gepredigt hattte. Dort versammelten sich die Kreuzwegteilnehmer an einem Schlachthof, in dem täglich 20.000 Hühner getötet werden. „Christlicher Glaube und verantwortungsvolles Handeln gegenüber der Schöpfung gehören eng zusammen“, erklärte Meister damals.

Vollkommen berechtigt fragt Müller warum man den früheren Berliner Generalsuperintendenten nicht beim „Marsch für das Leben“ in der Hauptstadt gesehen habe denn dort demonstrieren regelmäßig evangelische und katholische Abtreibungsgegner, die von Protesten feministischer und linksradikaler Gruppen gestört werden.

Vollkommen richtig meint Müller, dass die Teilnahme an diesem „Kreuzweg der besonderen Art“ gegen die Abtreibungen zweifellos „mehr bischöfliche Courage fordert, als man braucht, um ein paar Hühnerbarone in Niedersachsen an den Tierschutz zu erinnern“ und verweist darauf dass der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) die Kindestötung im Mutterleib „schlicht Mord“ genannt habe.

Kommentar
Müller hast vollkommen Recht, nur bedenkt er nicht, dass ein Großteil der EKD dem Zeitgeist huldigt und nicht in den Medien anecken will. Daher ist der linksgrüne Tierschutz wichtiger als der Schutz des wachsenden Lebens im Mutterleib. Dieser Lebensschutz ist aber nur jene konservativen Gruppen wichtig, die noch voll in der Offenbarung ohne Abweichung stehen und noch wirklich christlich sind,


Ich finde jedenfalls die Initiative von Dieter Müller lobenswert. Eine wichitge Stimme mehr, die sich für den Lebensschutz engagiert!
Denn jede Stimme zählt! :thumbup:
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Mittwoch, 11. April 2012, 17:16

Lutheraner auf dem Weg nach Rom

Unter diesem Titel ist heute ein Artikel von Hinrich E. Bues in der Tagespost in dem auch Material von Kathnews und idea verwendet wurde.

In diesem Artikel wird berichtet, dass hochkirchliche Bruderschaften noch vor dem großen Reformationsjubiläum 2017 die volle Gemeinschaft mit dem Stuhl Petri anstreben. Dazu hat kürzlich eine Gruppe von 25 Repräsentanten aus Deutschland, Skandinavien und dem Baltikum mit Vertretern des römischen Einheitssekretariats und der Glaubenskongregation Vorgespräche geführt, die beiderseits als konstruktiv und positiv beschrieben wurden. Damit hatte im weltweiten Luthertum niemand gerechnet denn eine „Rückkehrökumene“ war bisher vollkommen ausgeschlossen worden. .

Wie ein hoher lutherischer Repräsentant gegenüber dem katholischen Nachrichtenportal „kathnews“ bestätigt würde die „Einheit mit der Kirche“ tatsächlich gesucht, so die Tagespost. Man forsche derzeit man nach einer kirchenrechtlichen Möglichkeit, die es erlaube, die kirchliche Einheit zwischen der katholischen und den betreffenden evangelischen Gemeinschaften „schnellstmöglich und unbürokratisch“ zu vollziehen. So könne man sich das anglikanische Modell mit der Bildung von Personalordinariaten gut vorstellen, bestätigte der protestantische Theologe.

Wie der protestantische Theologe erklärte, wollen die Bruderschaften das Jubiläumsjahr 2017 nicht in erster Linie mit dem Reformationsjubiläum, sondern vielmehr mit dem einhundertsten Jahrestag der Marienerscheinung von Fatima verbinden, denn die Gottesmutter und Jungfrau Maria genießt bei den hochkirchlichen Bruderschaften eine ähnlich hohe Verehrung wie bei katholischen oder orthodoxen Gläubigen. In den bisherigen ökumenischen Gesprächen galt die Verehrung Mariens stets als „Stolperstein“. Aus dem Blickwinkel der Bruderschaften stellt sich aber die Marienverehrung eher als Brücke denn als kirchentrennendes Hindernis dar.

Die 25 lutherischen Repräsentanten waren vom römischen Einheitssekretariat offiziell eingeladen und im Gästehaus des Vatikans „Santa Marta“ untergebracht worden. Es wurden intensive Gespräche mit hochrangigen Vertretern des vatikanischen Einheitssekretariats und der Glaubenskongregation geführt und dabei zeigten sich die evangelischen Besucher beeindruckt über den kollegialen Arbeitsstil der Kardinäle im ehemaligen „Heiligen Offizium“ und bedauerten, dass es im Protestantismus seit der Reformation kein ähnliches Gremium gäbe, das in strittigen Glaubensfragen vermittelnd oder entscheidend eingreifen könnte, um damit die für den Protestantismus typischen ständigen neuen Spaltungen zu verhindern.

Wie der an den Gesprächen beteiligte lutherische Pastor Ulrich Rüß gegenüber dieser Zeitung erklärte, versuchte sich die katholische Seite zunächst ein Bild vom Hintergrund der beteiligten Bruderschaften zu verschaffen und dabei sei eine grundsätzliche Offenheit für das geäußerte Anliegen zu beobachten gewesen. Besonders interessiert seien die katholischen Gesprächspartner an der von Rüß vertretenen zahlenmäßig größten Gruppe der Gemeinschaften gewesen. Pastor Rüß ist der Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG). Rüß äußerte sich ebenso wie sein Vorgänger, der Ehrenpräsident der IKGB, Professor Peter Beyerhaus, darüber erfreut, dass die „Bekenntnis-Ökumene“ weiter vorankomme.

Kommentar
Erfreuliche Gespräche, die, wenn sie sicher auch noch eine längere Zeit erfordern, hoffentlich zu einer Einigung führen. Denn die Bekennenden Gemeinschaften, zu denen auch Dietrich Bonhoeffer gehörte bzw. auch deren Mitbegründer gewesen ist, stehen fest im Glauben an der Schrift.
Preis den Herrn!