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Papst, unser Heiliger Vater

Antworten im Thema: 254 » Der letzte Beitrag (22. März 2018, 19:53) ist von Teresa.

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Mittwoch, 31. Juli 2013, 17:28

Jesus, der erste Sozialist?

Wie mehrere Nachrichtenplattformen heute melden, hat sich der bolivianische Präsident Evo Morales am Montag nach lokalen Medien mit diesem Satz so geäußert und auch zu Papst Franziskus gemeint, dass „wenn die katholische Kirche die Befreiungstheologie wiederbeleben will, dann stehen wir bereit, um dieses religiöse Prinzip der Befreiung der Völker zu begleiten.“

Kommentar
Das Argument, dass „Jesus, der erste Sozialist (bzw. Kommunist) gewesen ist“ wurde schon in den 1950er-Jahren verwendet um diese Ideologie „gesellschaftsfähig“ zu machen. Uns hauptamtlichen Referenten, ich gehörte damals auch dazu, wurde uns dies als „schlagendes“ Argument gegen die Christen bzw. gegen die Religion „eingeimpft“. Also dieses Argument ist ein „alter Hut“ aber wenn man keine besseren und neueren Argumente hat ist ein „alter Hut“ noch immer brauchbar.

Aber dass ein sozialistischer eher kommunistischer Politiker derartige Worte an den Papst richtet, sagt schon viel aus, denn solche Worte richtet man nur an einen Menschen von dem man weiß, dass er irgendwie nahestehen könnte.
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Donnerstag, 8. August 2013, 18:34

Kommentar: Die Worte des Papstes

So ein gestriger Kommentar der Tagespost von Guido Horst, den ich wörtlich ins Forum stelle.

Zitat

„Originalton Franziskus“ ist das nicht. Die offizielle deutsche Fassung der „fliegenden Pressekonferenz“ des Papstes auf dem Heimweg nach Rom, die der Vatikan beziehungsweise die zuständigen Stellen im Staatssekretariat jetzt herausgegeben haben (siehe Seiten 6 bis 8 ), gibt wenig von der Stimmung und von der Art wieder, wie Franziskus hoch über den Wolken mit den Journalisten gesprochen hat. Eine Stimmung, die der amerikanische „vaticanista“ John Allen begeistert so zusammenfasst: Dem Papst einmal alle Fragen stellen zu dürfen – und auf alle eine Antwort zu bekommen. Allerdings ist Franziskus – er ist eben ein lebhafter Lateinamerikaner – dabei kein nüchterner Vortragender, der druckreif spricht. Er redet frei, macht Andeutungen, unterstützt diese bisweilen mit entsprechenden Gesten, ohne sie zu Ende zu formulieren, verwendet Schlagworte, Redewendungen – für die es oft keine Übersetzung gibt –, scherzt und lacht.

Das Staatssekretariat hat sich jetzt entschlossen, zumindest auf Deutsch eine geglättete, leicht zusammengefasste und zum Teil nicht wortwörtliche Version dieses Journalistengesprächs auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Rom zu veröffentlichen. Der Bergoglio-Style ist das nicht. Eher könnte man von einer „franziskanischen Unschärferelation“ sprechen, die man auch von den morgendlichen Predigten des Papstes im Gästehaus „Sanctae Marthae“ kennt, von denen es überhaupt keine Abschriften gibt, nur zusammenfassende Artikel. Das muss man wissen, wenn man liest, was der Papst auch an Neuem und Wichtigem zu den Journalisten gesagt hat. Etwa dass er es gerne sehen würde, wenn man eine „tiefe Theologie der Frau“ entwickelt, die eben nicht darin besteht, nur über Ämter oder Dienste der Frauen zu sprechen, sondern die dem Charisma der Frau entspricht. Franziskus: Eine Kirche ohne Frauen wäre wie das Apostel-Kollegium ohne Maria – und Maria sei wichtiger als die Apostel. Das sind starke Aussagen. Nur muss man noch lernen, mit den Worten des Papstes richtig umzugehen. Vielleicht auch im Staatssekretariat.

Kommentar
Für gewisse Personen ist es halt „schön, wenn der Papst so kumpelhaft“ spricht, nur das funktioniert wahrscheinlich bei den Bewohnern der Favelas aber nicht zur Steuerung und Lehre für eine Weltkirche mit über einer Milliarde Gläubige. Hier ist sehr wohl eine klare, deutliche und richtige Sprache sowie Terminologie erforderlich und dies ist auch im Pkt. 25 von LG des 2. Vatkanums festgelegt.
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Teresa

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163

Donnerstag, 8. August 2013, 22:37

Guido Horst hat mit diesem Kommentar versucht, die Ausdrucksweise des Papstes für unsere europäischen Gemüter verständlicher zu machen. Die Ausdrucksweise eines Menschen ist Veranlagungssache und sicher auch Ergebnis der im Leben gemachten Erfahrungen. Die Welt in Südamerika sieht nun einmal anders aus als in Europa. Die Südamerikaner hätten aber von einem polnischen oder deutschen Papst ganz sicher nie verlangt, daß er sich in Gebaren und Ausdrucksweise ihnen anpassen sollte. Und so sollten auch wir nicht von einem südamerikanischen Papst verlangen, daß er sich uns anpasst. Die Südamerikaner - der Kontinent besteht übrigens nicht nur aus Favelas! - haben ihn verstanden und schätzen ihn. Und wenn die verschiedenen Gruppierungen in der kath. Kirche im deutschsprachigen Raum sich aus den Worten des Papstes nicht nur immer das heraussuchen würden, was ihnen in den Kram passt, wären wir schon ein ganzes Stück weiter. Dann käme man endlich zu dem, was dieser Papst wirklich sagen will. Und alle "Traditionalisten" und "Modernisten" könnten von Illusionen (Modernisten) oder Kritisierereien (Traditionalisten) weg und zum Wesentlichen kommen!

Danke an Guido Horst für diesen bemerkenswerten Kommentar! :thumbup:
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164

Freitag, 9. August 2013, 09:01

@ Teresa

Zitat

Hier ist sehr wohl eine klare, deutliche und richtige Sprache sowie Terminologie erforderlich und dies ist auch im Pkt. 25 von LG des 2. Vatkanums festgelegt.

Auf diese Fakten gehst Du überhaupt nicht ein und negierst sie, Aber genau diese sind es die für eine Steuerung von Konzernen, Weltorganisationen usw. erforderlich sind. Wo das „Einzelsprech“ hinführt, beweisen im religiösen Bereich die evangelischen Denominationen wo jeder seinen Senf sagt wie es ihm passt und unzählige Meinungen im Umlauf sind.
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165

Dienstag, 26. November 2013, 17:09

Apostolisches Schreiben „Evangelii gaudium“

Von Papst Franziskus wurde das erste Apostolische Schreiben veröffentlicht. Den Text habe ich mir bereits „runtergeladen“, dabei sind mir bereits einige „Besonderheiten“ aufgefallen. Nach einer Nachrichtenplattform haben EB Zollitsch (Administrator Freiburg) und EB Marx (München) sich sofort über das Schreiben positiv geäußert, wo doch sonst derartige Reaktionen mit großen Verzögerungen erfolgen. Grund: Vereinnahmung für eigene Interessen???
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166

Donnerstag, 2. Januar 2014, 00:38

Frage zu angeblichen Aussagen des Papstes

Lieber Diaconus, Liebe Teresa, Liebe Forumsmitglieder !

In folgendem Link wird angeblich unser Papst zitiert:

http://entertainment.vacancynigerians.co…e-adam-eve.html

Ein paar der angeblichen Aussagen scheinen mir doch sehr "zeitgeistig" angehaucht zu sein...

Wie steht Ihr dazu ?

Glaubt Ihr, dass diese Zitate "echt sind" ?

Euer fragender Hildebrand

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167

Donnerstag, 2. Januar 2014, 15:50

RE: Frage zu angeblichen Aussagen des Papstes

Lieber Diaconus, Liebe Teresa, Liebe Forumsmitglieder !

In folgendem Link wird angeblich unser Papst zitiert:

http://entertainment.vacancynigerians.co…e-adam-eve.html

Ein paar der angeblichen Aussagen scheinen mir doch sehr "zeitgeistig" angehaucht zu sein...

Wie steht Ihr dazu ?

Glaubt Ihr, dass diese Zitate "echt sind" ?

Euer fragender Hildebrand


Soweit es meine bescheidenen Englischkenntnisse, die eher auch noch eingerostet sind, zulassen den verlinkten Text zu lesen, so wurden einige prägnante Aussagen so mit eigenen Texten manipuliert, die überhaupt nicht zutreffen So hat der Papst zwar von der „Theologie für Frauen“ gesprochen, aber nie erwähnt, dass darunter die Weihe von Frauen zu verstehen ist wie es dieser manipulierte Text simuliert,, der von Ordinierte (Priesterinnen, Kardinälinnen) usw. spricht. Also diese Seite ist wie die Mehrheit der Medien nicht glaubwürdig, denn auch die Mainstream-Medien interpretieren und manipulieren ähnlich. Grundsätzlich geht der Papst davon aus, dass die Lehre der Kirche wie sie im KKK steht bekannt ist und baut darauf auf. Wenn Du gute katholische Nachrichten bzw. Kommentare vom Vatikan lesen willst, dann auf - kath.net -, das einen eigenen Korrespondenten (A. Schwibach) in Rom hat. Diese Texte kann ich aus Copyright-Gründen nicht verwenden bzw. übernehmen.
@ Teresa ist seit Mitte Dezember nach einer Augen-OP „außer Gefecht“ gesetzt, die könnte wesentlich besser Englisch als ich.
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168

Donnerstag, 2. Januar 2014, 21:08

RE: RE: Frage zu angeblichen Aussagen des Papstes

Lieber Diaconus, Liebe Teresa, Liebe Forumsmitglieder !

In folgendem Link wird angeblich unser Papst zitiert:

http://entertainment.vacancynigerians.co…e-adam-eve.html

Ein paar der angeblichen Aussagen scheinen mir doch sehr "zeitgeistig" angehaucht zu sein...

Wie steht Ihr dazu ?

Glaubt Ihr, dass diese Zitate "echt sind" ?

Euer fragender Hildebrand


Soweit es meine bescheidenen Englischkenntnisse, die eher auch noch eingerostet sind, zulassen den verlinkten Text zu lesen, so wurden einige prägnante Aussagen so mit eigenen Texten manipuliert, die überhaupt nicht zutreffen So hat der Papst zwar von der „Theologie für Frauen“ gesprochen, aber nie erwähnt, dass darunter die Weihe von Frauen zu verstehen ist wie es dieser manipulierte Text simuliert,, der von Ordinierte (Priesterinnen, Kardinälinnen) usw. spricht. Also diese Seite ist wie die Mehrheit der Medien nicht glaubwürdig, denn auch die Mainstream-Medien interpretieren und manipulieren ähnlich. Grundsätzlich geht der Papst davon aus, dass die Lehre der Kirche wie sie im KKK steht bekannt ist und baut darauf auf. Wenn Du gute katholische Nachrichten bzw. Kommentare vom Vatikan lesen willst, dann auf - kath.net -, das einen eigenen Korrespondenten (A. Schwibach) in Rom hat. Diese Texte kann ich aus Copyright-Gründen nicht verwenden bzw. übernehmen.
@ Teresa ist seit Mitte Dezember nach einer Augen-OP „außer Gefecht“ gesetzt, die könnte wesentlich besser Englisch als ich.



Danke für Deine Einschätzung, lieber Diaconus...

Ich hatte es schon vermutet, dass es in Richtung manipulativer Berichterstattung geht, allerdings ist dieser Artikel dreister als das meiste was so im Mainstream in Bezug auf Katholische Kirche erfunden wird...

Ich wünsche Dir einen schönen Abend
Hildebrand

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Dienstag, 7. Januar 2014, 17:13

Im Blickpunkt: Ein schönes, klares 2014

In der Tagespost vom 3. 1. 2014 hat Guido Horst den nachstehenden Artikel mit obigen Titel veröffentlicht, der ungekürzt ins Forum gestellt wird:

Zitat

Nach dem für kirchliche Verhältnisse turbulenten Jahr 2013 – mancher sprach im Zusammenhang mit dem Papstrücktritt und dem Wirbelwind Franziskus von einer „Achterbahnfahrt“ – kann man den Gläubigen für 2014 eigentlich nur eine gute Portion Klarheit wünschen. Gerade in bewegten Gewässern tut klare Sicht not. In Deutschland haben die Vorgänge im Bistum Limburg viele erschüttert. Das nun beginnende Jahr sollte dort einen Neuanfang und geklärte Verhältnisse bringen. Auch die Hoffnungen, die viele auf den Lateinamerikaner auf dem Petrusstuhl setzen, sind mitunter von eigenen Erwartungen und Wünschen geprägt, die kein Papst erfüllen kann. Das muss Franziskus immer wieder selbst erfahren. So schrieb Eugenio Scalfari, der im Sommer jenes merkwürdige Interview mit dem Papst veröffentlicht hatte, zu Sylvester in seiner Zeitung „La Repubblica“ mit Bezug auf das päpstliche Schreiben „Evangelii gaudium“, Franziskus habe darin „die Sünde abgeschafft“. Was wiederum Vatikansprecher Federico Lombardi zum x-ten Mal zu einer Klarstellung nötigte: Nein, der Papst hat die Sünde nicht abgeschafft.
Der Erzbischof von Malta, Charles Scicluna, wusste eigenen Angaben zufolge zu berichten, dass sich Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe auf seiner Insel auf Papst Franziskus berufen, weil dieser auf dem Rückflug von Brasilien gesagt hatte, er wolle Homosexuelle nicht verurteilen. Scicluna hat das auch dem Papst erzählt, der sehr betrübt war, vor allem darüber, dass Homo-Paare das Recht zur Adoption von Kindern erhalten sollen. Bei einer Privataudienz am 12. Dezember, so der Malteser, habe Franziskus ihm dagegen erklärt, dass er gleichgeschlechtliche Paare für einen „anthropologischen Rückschritt“ halte. Die Reihe dieser Beispiele lässt sich beliebig fortführen. Selbst unter „Kirchenfürsten“, man denke an den Glaubenspräfekten Gerhard Ludwig Müller und den Münchener Erzbischof Reinhard Marx, hat die Debatte über die wiederverheirateten Geschiedenen, die Franziskus beherzt aufgegriffen hat, zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen geführt, was viele Gläubige – und der Kirche Fernstehende – verunsichert hat.
Und wie ist das mit den Erwartungen, Franziskus wolle das Papstamt entkernen? Auch wenn der Papst bereits mehrfach den Primat betont hat, aber ebenso die Kollegialität und den Dienstcharakter der römischen Kirchenleitung, wünscht sich das mancher und streut das fleißig in die Öffentlichkeit. Ein Geist der Verunsicherung liegt über der Kirche. Darum: Möge 2014 zu einem Jahr werden, das für viele wieder Klarheit bringt. Falsche Erwartungen haben noch nie genutzt.

Kommentar
Das von Guido Horst angesprochene Problem der unklaren Ausdrucksweise ist das Problem dieses Pontifikats. Für mich persönlich ist es das sechste Pontifikat, das ich erlebe aber keiner der vorherigen Päpste hat so unklar gesprochen, d. h. mehrdeutig, wie dieser, denn fast jeder interpretiert die Äußerungen von Papst Franziskus wie er will in seinem persönlichen Sinn. M. M. hängt dieses Problem mit einer Führungsschwäche zusammen, die im Buch „Das Interview mit Papst Franziskus“ vom Antonio Spadaro SJ auf den Seiten 41-42 erörtert ist. Hier wird erwähnt, dass Franziskus als Jesuiten-Provinzial mit 36 Jahren Fehlentscheidungen getroffen hat, die deshalb nicht richtig waren, weil er sie angeblich autoritär und zu schnell entschieden hat. Daher wolle er lieber umfangreiche Konsultationen bevor er entscheide. Auch heute erwähnt Franziskus gibt es Personen, die zu ihm sagen: „Man soll nicht zu viel beraten sondern entscheiden.“ (Seite 42). Als ehemaliger Top-Manager kann ich dazu nur sagen, dass bei speziellen Themen zwar eine Beratung oft erforderlich ist, aber endlose und umfangreiche Konsultationen keiner klaren zu treffenden Entscheidung förderlich sind. Es ist ein alter Führungsgrundsatz: „Besser eine schnelle Entscheidung auch wenn sie fehlerhaft sein könnte, als eine richtige Entscheidung, die aber dann zu spät kommt.“ Und Konsultationen mit einer großen Anzahl von Personen bringen nicht „das richtige“ Ergebnis, sondern oft jenes, das dem Entscheidungsträger am besten „verkauft“ worden war aber oft nicht seinen Intentionen entspricht. Das führt auch zur Verunsicherung des ganzen Teams etc. Eine Führungskraft, die es nicht wagt zeitgerecht eine notwendige klare Entscheidung zu treffen ist wohl fehl am Platz.
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Dienstag, 7. Januar 2014, 23:28

RE: Im Blickpunkt: Ein schönes, klares 2014

In der Tagespost vom 3. 1. 2014 hat Guido Horst den nachstehenden Artikel mit obigen Titel veröffentlicht, der ungekürzt ins Forum gestellt wird:

Zitat

Nach dem für kirchliche Verhältnisse turbulenten Jahr 2013 – mancher sprach im Zusammenhang mit dem Papstrücktritt und dem Wirbelwind Franziskus von einer „Achterbahnfahrt“ – kann man den Gläubigen für 2014 eigentlich nur eine gute Portion Klarheit wünschen. Gerade in bewegten Gewässern tut klare Sicht not. In Deutschland haben die Vorgänge im Bistum Limburg viele erschüttert. Das nun beginnende Jahr sollte dort einen Neuanfang und geklärte Verhältnisse bringen. Auch die Hoffnungen, die viele auf den Lateinamerikaner auf dem Petrusstuhl setzen, sind mitunter von eigenen Erwartungen und Wünschen geprägt, die kein Papst erfüllen kann. Das muss Franziskus immer wieder selbst erfahren. So schrieb Eugenio Scalfari, der im Sommer jenes merkwürdige Interview mit dem Papst veröffentlicht hatte, zu Sylvester in seiner Zeitung „La Repubblica“ mit Bezug auf das päpstliche Schreiben „Evangelii gaudium“, Franziskus habe darin „die Sünde abgeschafft“. Was wiederum Vatikansprecher Federico Lombardi zum x-ten Mal zu einer Klarstellung nötigte: Nein, der Papst hat die Sünde nicht abgeschafft.
Der Erzbischof von Malta, Charles Scicluna, wusste eigenen Angaben zufolge zu berichten, dass sich Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe auf seiner Insel auf Papst Franziskus berufen, weil dieser auf dem Rückflug von Brasilien gesagt hatte, er wolle Homosexuelle nicht verurteilen. Scicluna hat das auch dem Papst erzählt, der sehr betrübt war, vor allem darüber, dass Homo-Paare das Recht zur Adoption von Kindern erhalten sollen. Bei einer Privataudienz am 12. Dezember, so der Malteser, habe Franziskus ihm dagegen erklärt, dass er gleichgeschlechtliche Paare für einen „anthropologischen Rückschritt“ halte. Die Reihe dieser Beispiele lässt sich beliebig fortführen. Selbst unter „Kirchenfürsten“, man denke an den Glaubenspräfekten Gerhard Ludwig Müller und den Münchener Erzbischof Reinhard Marx, hat die Debatte über die wiederverheirateten Geschiedenen, die Franziskus beherzt aufgegriffen hat, zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen geführt, was viele Gläubige – und der Kirche Fernstehende – verunsichert hat.
Und wie ist das mit den Erwartungen, Franziskus wolle das Papstamt entkernen? Auch wenn der Papst bereits mehrfach den Primat betont hat, aber ebenso die Kollegialität und den Dienstcharakter der römischen Kirchenleitung, wünscht sich das mancher und streut das fleißig in die Öffentlichkeit. Ein Geist der Verunsicherung liegt über der Kirche. Darum: Möge 2014 zu einem Jahr werden, das für viele wieder Klarheit bringt. Falsche Erwartungen haben noch nie genutzt.

Kommentar
Das von Guido Horst angesprochene Problem der unklaren Ausdrucksweise ist das Problem dieses Pontifikats. Für mich persönlich ist es das sechste Pontifikat, das ich erlebe aber keiner der vorherigen Päpste hat so unklar gesprochen, d. h. mehrdeutig, wie dieser, denn fast jeder interpretiert die Äußerungen von Papst Franziskus wie er will in seinem persönlichen Sinn. M. M. hängt dieses Problem mit einer Führungsschwäche zusammen, die im Buch „Das Interview mit Papst Franziskus“ vom Antonio Spadaro SJ auf den Seiten 41-42 erörtert ist. Hier wird erwähnt, dass Franziskus als Jesuiten-Provinzial mit 36 Jahren Fehlentscheidungen getroffen hat, die deshalb nicht richtig waren, weil er sie angeblich autoritär und zu schnell entschieden hat. Daher wolle er lieber umfangreiche Konsultationen bevor er entscheide. Auch heute erwähnt Franziskus gibt es Personen, die zu ihm sagen: „Man soll nicht zu viel beraten sondern entscheiden.“ (Seite 42). Als ehemaliger Top-Manager kann ich dazu nur sagen, dass bei speziellen Themen zwar eine Beratung oft erforderlich ist, aber endlose und umfangreiche Konsultationen keiner klaren zu treffenden Entscheidung förderlich sind. Es ist ein alter Führungsgrundsatz: „Besser eine schnelle Entscheidung auch wenn sie fehlerhaft sein könnte, als eine richtige Entscheidung, die aber dann zu spät kommt.“ Und Konsultationen mit einer großen Anzahl von Personen bringen nicht „das richtige“ Ergebnis, sondern oft jenes, das dem Entscheidungsträger am besten „verkauft“ worden war aber oft nicht seinen Intentionen entspricht. Das führt auch zur Verunsicherung des ganzen Teams etc. Eine Führungskraft, die es nicht wagt zeitgerecht eine notwendige klare Entscheidung zu treffen ist wohl fehl am Platz.


Nicht zu entscheiden führt nicht nur zur Verunsicherung von Klerus und Gläubigen, sondern auch dazu, dass die Medien immer dreister in ihren eigenen Auslegungen werden...
Das kann eine Eigendynamik bekommen die später nur mehr sehr schwer zu stoppen ist...

In diesem Sinne würde ich mir wünschen, dass unser Papst zumindest klar stellt, welche Interpretationen "nicht autorisiert werden" , weil sie zu weit vom Kern dessen entfernt sind, was er gemeint hat. Auch das wäre zumindest schon ein Fingerzeig für uns Christen und gleichzeitig die Rute ins Fenster für "allzu politisch korrekte" Journalisten...

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171

Dienstag, 11. Februar 2014, 16:06

Jahrestag: Rücktritt von Papst Benedikt

Heute vor einem Jahr hat der Hl. Vater, Papst Benedikt, Josef Kardinal Ratzinger am Vormittag seinen Rücktritt bekanntgegeben. Ein großer Theologe und Hirte hat die Last dieses Amtes aus Verantwortungsbewusstsein abgegeben und einen eimaligen Schritt gesetzt. Ein großer Verlust für den katholischen Glauben und die Hl. Mutter Kirche ist dadurch entstanden.
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172

Dienstag, 11. Februar 2014, 22:41

RE: Jahrestag: Rücktritt von Papst Benedikt

Heute vor einem Jahr hat der Hl. Vater, Papst Benedikt, Josef Kardinal Ratzinger am Vormittag seinen Rücktritt bekanntgegeben. Ein großer Theologe und Hirte hat die Last dieses Amtes aus Verantwortungsbewusstsein abgegeben und einen eimaligen Schritt gesetzt. Ein großer Verlust für den katholischen Glauben und die Hl. Mutter Kirche ist dadurch entstanden.


Danke für die Erinnerung an diesen Jahrestag, @ Diaconus. Auch ich vermisse unseren Papst em. Benedikt XVI. Beten wir weiterhin für ihn, daß er nun die Ruhe geniessen kann und daß es ihm gesundheitlich (dem Alter entsprechend) gut gehen möge!
Ich habe gelesen, daß Papst Franziskus und Papst em. Benedikt sich jeden Tag sprechen. Und den 90. Geburtstag seines Bruders durfte er mit ihm zusammen in Rom feiern. Diese Freude sei ihm von Herzen gegönnt.
Ob er wohl noch an einem Buch arbeitet? Aber es kann natürlich sein, daß ihm das inzwischen zu anstrengend geworden ist.

Ich bin fest davon überzeugt, daß er eines Tages zum Kirchenlehrer erhoben werden wird. In meinen Augen ist er nicht nur klug, weise sondern von GOTT begnadet. Ein erwählter Mensch, von dem man wohl eines Tages ebenso sprechen wird wie von anderen Kirchenlehrern in der Geschichte unserer Kirche.

Dank sei GOTT, daß wir diesen großartigen Papst erleben durften!
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173

Freitag, 28. Februar 2014, 16:49

Wie ich eben auf der T-Online-Nachrichtenseite gelesen habe, war der Gesundheitszustand unseres emeritierten Papstes Benedikt XVI. laut Aussage seines ehemaligen Privatsekretärs Georg Gänswein schon im Jahr 2012 so schlecht, daß er eine weitere Transatlantikreise (laut Aussage seines Arztes) nicht überstanden hätte. Eigentlich wollte Papst em. Benedikt seinen Rücktritt schon im Dezember 2012 erklären, hat es aber dann - wie bekannt - erst am 11. Februar 2013 getan. Die Gründe der Verzögerung werden nicht genannt.
Es ist erschütternd im nachhinein zu erfahren, wie schlecht es unserem Papst emeritus wirklich gegangen ist. Also hat er nach seiner Reise nach Mexiko und Kuba noch fast ein Jahr mit eiserner Disziplin durchgehalten, obwohl sein Entschluß schon bald nach dieser Reise festgestanden hat.

Nach wie vor bin ich für diesen Papst sehr dankbar, wünsche ihm Gottes reichen Segen - und bete weiterhin für ihn.
Obl.OSB

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174

Freitag, 28. Februar 2014, 17:47

Wie ich eben auf der T-Online-Nachrichtenseite gelesen habe, war der Gesundheitszustand unseres emeritierten Papstes Benedikt XVI. laut Aussage seines ehemaligen Privatsekretärs Georg Gänswein schon im Jahr 2012 so schlecht, daß er eine weitere Transatlantikreise (laut Aussage seines Arztes) nicht überstanden hätte. Eigentlich wollte Papst em. Benedikt seinen Rücktritt schon im Dezember 2012 erklären, hat es aber dann - wie bekannt - erst am 11. Februar 2013 getan. Die Gründe der Verzögerung werden nicht genannt.
Es ist erschütternd im nachhinein zu erfahren, wie schlecht es unserem Papst emeritus wirklich gegangen ist. Also hat er nach seiner Reise nach Mexiko und Kuba noch fast ein Jahr mit eiserner Disziplin durchgehalten, obwohl sein Entschluß schon bald nach dieser Reise festgestanden hat.

Nach wie vor bin ich für diesen Papst sehr dankbar, wünsche ihm Gottes reichen Segen - und bete weiterhin für ihn.

Auch ich habe heute auf einer anderen Nachrichtenplattform ähnliches gelesen. Auch diese Stelle beruft sich auf den ehemaligen Sekretär George Gänswein. Ich schließe mich Deiner Meinung an und wünsche unserem Papa Benedetto noch lange Jahre.
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175

Mittwoch, 5. März 2014, 18:35

Benedikt, Familienkrise, Kirche

Papst-Interview im „Corriere della Sera“: Lob für seinen Vorgänger, „Humanae vitae“ und die orthodoxe Theologie
So ein Artikel in der heutigen Tagespost, der lesenswert ist.

Rom (DT/aho/kath.net) Papst Franziskus hat erneut ein Interview gegeben. In der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ äußerte er großes Lob für Papst Benedikt XVI., Papst Paul VI. und die Enzyklika „Humanae vitae“. Außerdem sprach er über seinen Führungsstil, die Krise der Familie und die Bedeutung Mariens für die Kirche.

Der Link zum Artikel
http://www.die-tagespost.de/Benedikt-Fam…e;art456,150209

Nicht einverstanden bin ich mit dieser Aussage von Papst Franziskus, die am Ende des Artikel steht:
„Zu den Marxismus-Vorwürfen, die manche erhoben haben, meinte Franziskus: „Ich habe nie die marxistische Ideologie geteilt, weil sie nicht wahr ist. Aber ich habe viele tüchtige Personen kennen gelernt, die sich zum Marxismus bekannten.“

Wenn die marxistische Ideologie nicht wahr ist, was ich ohne Bedenken akzeptieren kann, wie können dann Leute, die sich zum Marxismus offen bekennen und diese Ideologie verbreiten, tüchtig sein, die doch in Wahrheit Lügen verbreiten. Das sind klipp und klar tüchtige Lügner, die die Menschen verführen, verwirren sowie auf einen Irrweg führen. Wer lobt stimmt genauso zu wie wenn er schweigt.
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176

Mittwoch, 5. März 2014, 21:41

RE: Benedikt, Familienkrise, Kirche

Papst-Interview im „Corriere della Sera“: Lob für seinen Vorgänger, „Humanae vitae“ und die orthodoxe Theologie
So ein Artikel in der heutigen Tagespost, der lesenswert ist.

Rom (DT/aho/kath.net) Papst Franziskus hat erneut ein Interview gegeben. In der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ äußerte er großes Lob für Papst Benedikt XVI., Papst Paul VI. und die Enzyklika „Humanae vitae“. Außerdem sprach er über seinen Führungsstil, die Krise der Familie und die Bedeutung Mariens für die Kirche.

Der Link zum Artikel
http://www.die-tagespost.de/Benedikt-Fam…e;art456,150209

Nicht einverstanden bin ich mit dieser Aussage von Papst Franziskus, die am Ende des Artikel steht:
„Zu den Marxismus-Vorwürfen, die manche erhoben haben, meinte Franziskus: „Ich habe nie die marxistische Ideologie geteilt, weil sie nicht wahr ist. Aber ich habe viele tüchtige Personen kennen gelernt, die sich zum Marxismus bekannten.“

Wenn die marxistische Ideologie nicht wahr ist, was ich ohne Bedenken akzeptieren kann, wie können dann Leute, die sich zum Marxismus offen bekennen und diese Ideologie verbreiten, tüchtig sein, die doch in Wahrheit Lügen verbreiten. Das sind klipp und klar tüchtige Lügner, die die Menschen verführen, verwirren sowie auf einen Irrweg führen. Wer lobt stimmt genauso zu wie wenn er schweigt.


Ich verstehe den letzten Satz von Papst Franziskus anders. Ich meine, daß er mit dem Wort "tüchtig" lediglich den Fleiß dieser Leute meint. Fleiß ist ja bekanntlich unabhängig von der Einstellung eines Menschen, egal ob er einer Ideologie folgt oder nicht.
Aber nur Papst Franziskus selbst kann uns beantworten, was er mit dem Satz wirklich gemeint hat.
Da wir beide zu unterschiedlichen Schlußfolgerungen gelangt sind, scheint der Satz von Papst Franziskus wieder einmal eindeutig mehrdeutig zu sein. ;)
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Freitag, 7. März 2014, 18:07

Johannes Paul II.

Anlässlich seiner Heiligsprechung erscheint lt.. KNA ein Buch eines polnischen Journalisten, der auch einen Kommentar vom emer. Papst enthält. der darin feststellt, dass Johannes Paul II den Mut zur Wahrheit und er sich dieser mit Radikalität hingegeben hätte Und weiter stellte Benedikt über JP II fest, dass dieser „nicht Applaus gesucht hat, er hat nie besorgt geschaut, wie seine Entscheidungen aufgenommen wurden. Er hat aus seinem Glauben heraus und aufgrund seiner Überzeugungen gehandelt und war bereit, dafür Schläge einzustecken."
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Freitag, 7. März 2014, 22:30

RE: Johannes Paul II.

Anlässlich seiner Heiligsprechung erscheint lt.. KNA ein Buch eines polnischen Journalisten, der auch einen Kommentar vom emer. Papst enthält. der darin feststellt, dass Johannes Paul II den Mut zur Wahrheit und er sich dieser mit Radikalität hingegeben hätte Und weiter stellte Benedikt über JP II fest, dass dieser „nicht Applaus gesucht hat, er hat nie besorgt geschaut, wie seine Entscheidungen aufgenommen wurden. Er hat aus seinem Glauben heraus und aufgrund seiner Überzeugungen gehandelt und war bereit, dafür Schläge einzustecken."


Danke, @ Diaconus! Dem kann ich voll zustimmen. In meinen Augen war JP II eine "Ausnahmepapst" mit einer immensen Ausstrahlung. Er lebt in meinem Herzen weiter - und ich gebe es ehrlich zu: Er war mein "Lieblingspapst"!
Wie schön, daß er jetzt heiliggesprochen wird. Ich meine, daß er schon zu Lebzeiten ein Heiliger war. :) :thumbup: :)
Obl.OSB

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diaconus

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Donnerstag, 13. März 2014, 18:09

Ein Jahr Pontifikat Franziskus I.

Heute vor einem Jahr wurde vom Kardinals-Konklave Jorge Mario Bergoglio als Franziskus I. zum Pontifex gewählt. Natürlich ein Tag, der von den Medien genutzt wird ihre unmaßgeblich Meinung von sich zu geben auch wenn sie selbst der Meinung sind, dass sie das „non-plus-Ultra“ sind was sie für jene Menschen nicht sind, die die Unterwanderung von rot-grün längst mitbekommen haben. Den Medien glauben heute eigentlich nur mehr jene, die einen beengten Horizont haben.

Dass der ORF dem Helmut Schüller von der Pfarrer-Initiative das Wort erteilte und dessen Bruder beim Oesterreichischen Rotfunk beschäftigt ist, ist wohl selbstverständlich, und wie üblich schimpfte er auf die Kirche und auf die Bischöfe, die angeblich nicht den Aussagen des Papstes folgen und Veränderungen vornehmen. Diese Aussage zeigt wohl, dass Helmut Schüller ein bereits gestörtes Wahrnehmungsvermögen hat, denn die Aussagen des Papstes sind für viele schwer zu verstehen, die nicht im Einklang mit der Lehre der Kirche stehen, denn die Papstaussagen erfordern eines - das Wissen um die gesunde, wahre schrieb: „und reine Lehre (1 Tin, 2 Tin, ‚Tit) der Kirche, die der Papst bei seinen Zuhörern immer voraussetzt. Aber Schüller wurde ja berechtigterweise als Generalvikar abgelöst, denn wenn man mit ihm damals gesprochen hat, hatte man den Eindruck man spricht mit Fürst Pompsti, dem Unvergleichlichen. Nicht ohne Grund wurde ihm im Vorjahr auch der „Monsignore“-Titel vom Vatikan entzogen.

Der Kurier meinte zum Jahrestag „Zurückhaltend hat sich der Papst bisher bei heiklen Themen wie Frauenpriestertum, Zölibat oder wiederverheirateten Geschiedenen gezeigt. In der Glaubenslehre gilt Franziskus als ähnlich konservativ wie sein Vorgänger Benedikt XVI. Da dürfte keine Bewegung unter ihm zu erwarten sein.“ Und die Stuttgarter Zeitung schrieb. „Wirklich neue Positionen hat er bisher noch nirgends bezogen, weder im Verhältnis zu den kritischen Laien, noch in Fragen der Rolle der Frauen in der Kirche, der Empfängnisverhütung oder der Sexualmoral, um nur einmal jene Debatten zu nehmen, die im deutschen Katholizismus seit Jahr und Tag eine große Rolle spielen.“

Kommentar
Das was als große Rolle im deutschen Katholizismus spielt wie die behaupteten angeführten Themen, werden nur von jenen ventiliert, die längst nicht mehr im wirklich katholischen Glauben stehen sondern die katholische Kirche protestantieren wollen. Diese haben sich längst selbst automatisch aus der Kirche ausgeschlossen, weil sie die Offenbarung und Lehre der Kirche nicht akzeptieren und daher auch nicht im religiösen Gehorsam stehen (LG 25, 1. Absatz, letzte beide Sätze). Alle diese Themen, die wie das „Perpetuum mobile“ ständig wiederholt werden, sind seit fast 2.000 Jahren eindeutig geklärt m, auch wenn „modernistische“, eher häretische, Theologen anderes behaupten und damit als Irrlehrer tätig sind. Aber vor solchen Irrlehrer haben bereits sowohl Jesus als auch die Apostel gewarnt.
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Donnerstag, 13. März 2014, 18:49

RE: Ein Jahr Pontifikat Franziskus I.

Heute vor einem Jahr wurde vom Kardinals-Konklave Jorge Mario Bergoglio als Franziskus I. zum Pontifex gewählt. Natürlich ein Tag, der von den Medien genutzt wird ihre unmaßgeblich Meinung von sich zu geben auch wenn sie selbst der Meinung sind, dass sie das „non-plus-Ultra“ sind was sie für jene Menschen nicht sind, die die Unterwanderung von rot-grün längst mitbekommen haben. Den Medien glauben heute eigentlich nur mehr jene, die einen beengten Horizont haben.

Dass der ORF dem Helmut Schüller von der Pfarrer-Initiative das Wort erteilte und dessen Bruder beim Oesterreichischen Rotfunk beschäftigt ist, ist wohl selbstverständlich, und wie üblich schimpfte er auf die Kirche und auf die Bischöfe, die angeblich nicht den Aussagen des Papstes folgen und Veränderungen vornehmen. Diese Aussage zeigt wohl, dass Helmut Schüller ein bereits gestörtes Wahrnehmungsvermögen hat, denn die Aussagen des Papstes sind für viele schwer zu verstehen, die nicht im Einklang mit der Lehre der Kirche stehen, denn die Papstaussagen erfordern eines - das Wissen um die gesunde, wahre schrieb: „und reine Lehre (1 Tin, 2 Tin, ‚Tit) der Kirche, die der Papst bei seinen Zuhörern immer voraussetzt. Aber Schüller wurde ja berechtigterweise als Generalvikar abgelöst, denn wenn man mit ihm damals gesprochen hat, hatte man den Eindruck man spricht mit Fürst Pompsti, dem Unvergleichlichen. Nicht ohne Grund wurde ihm im Vorjahr auch der „Monsignore“-Titel vom Vatikan entzogen.

Der Kurier meinte zum Jahrestag „Zurückhaltend hat sich der Papst bisher bei heiklen Themen wie Frauenpriestertum, Zölibat oder wiederverheirateten Geschiedenen gezeigt. In der Glaubenslehre gilt Franziskus als ähnlich konservativ wie sein Vorgänger Benedikt XVI. Da dürfte keine Bewegung unter ihm zu erwarten sein.“ Und die Stuttgarter Zeitung schrieb. „Wirklich neue Positionen hat er bisher noch nirgends bezogen, weder im Verhältnis zu den kritischen Laien, noch in Fragen der Rolle der Frauen in der Kirche, der Empfängnisverhütung oder der Sexualmoral, um nur einmal jene Debatten zu nehmen, die im deutschen Katholizismus seit Jahr und Tag eine große Rolle spielen.“

Kommentar
Das was als große Rolle im deutschen Katholizismus spielt wie die behaupteten angeführten Themen, werden nur von jenen ventiliert, die längst nicht mehr im wirklich katholischen Glauben stehen sondern die katholische Kirche protestantieren wollen. Diese haben sich längst selbst automatisch aus der Kirche ausgeschlossen, weil sie die Offenbarung und Lehre der Kirche nicht akzeptieren und daher auch nicht im religiösen Gehorsam stehen (LG 25, 1. Absatz, letzte beide Sätze). Alle diese Themen, die wie das „Perpetuum mobile“ ständig wiederholt werden, sind seit fast 2.000 Jahren eindeutig geklärt m, auch wenn „modernistische“, eher häretische, Theologen anderes behaupten und damit als Irrlehrer tätig sind. Aber vor solchen Irrlehrer haben bereits sowohl Jesus als auch die Apostel gewarnt.


Ja, mit dem "Perpetuum Mobile" der RKK im deutschen Sprachraum liegst Du, @ Diaconus, vollkommen richtig. Ich kann diese Stichworte schon nicht mehr hören, weil sie zum Gähnen langweilig sind. Zumal sie nicht die wirklichen Glaubensinhalte betreffen - und wohl nur die interessieren, die sich auf irgendeine Weise profilieren wollen. Jedenfalls ist das mein Eindruck... Außerdem ist der deutsche Sprachraum nicht der Nabel der Welt. Wie wäre es, wenn diese Leute einmal auf die Weltkirche schauen würden?

Die Lehre Christi ist unveränderbar! Heißt es nicht auch: Nicht das Evangelium hat sich nach der Welt zu richten, sondern die Welt sollte sich am Evangelium orientieren"? Gerade jetzt in der Fastenzeit sollten wir uns auf Christus selbst besinnen - und umkehren.

Anscheinend haben einige Leute nun doch erkannt, daß auch Papst Franziskus konservativ ist. Ich kann mir tatsächlich keinen Papst vorstellen, der die Lehre der Kirche, z.Bsp. im Fall der wiederverheirateten Geschiedenen sogar ein Sakrament (!), mal eben einfach ändert, um der Bequemlichkeit des Zeitgeistes Folge zu leisten. Bei diesem Beispiel wäre es bitter notwendig, die Ehevorbereitung auszuweiten und die kirchliche Ehe nur zuzulassen, wenn beide Partner fest im Glauben stehen, beispielsweise auch zum gemeinsamen Gebet fähig und bereit sind. Ich gebe zu, daß der Katechismus über weite Strecken eine "trockene Lektüre" ist, aber das dort über das Ehesakrament Gesagte war für mich wie eine Offenbarung. In meinen Augen finden wir im Katechismus Wahrheit. :thumbup:
Obl.OSB

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