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Papst, unser Heiliger Vater

Antworten im Thema: 254 » Der letzte Beitrag (22. März 2018, 19:53) ist von Teresa.

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121

Freitag, 5. April 2013, 16:35

Benedikt XVI.
Das ist der Jubel der Osternacht. Wir sind frei. Durch die Auferstehung Jesu hat die Liebe sich stärker gezeigt als der Tod und als das Böse. Die Liebe ließ ihn absteigen, und sie ist zugleich die Kraft, in der er aufsteigt. Und durch die er uns mitnimmt. Geeint mit seiner Liebe, von ihren Flügeln getragen, steigen wir mit ihm als Liebende ab in die Dunkelheiten der Welt und wissen, dass wir gerade so mit ihm aufsteigen.
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122

Freitag, 5. April 2013, 18:04

Sel. Johannes Paul II.
Die kirchliche Dimension gehört zum Wesen des Weihpriestertums. Es steht ganz im Dienst der Kirche, sodass die kirchliche Gemeinschaft unbedingt das Priesteramt benötigt, damit in ihr Christus, Haupt und Hirte, gegenwärtig ist.
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123

Mittwoch, 10. April 2013, 18:56

Ist unsewr emeritierter Papst Benedikt schwer krank?

In einer italienischen Zeitung wird über ein Gerücht über eine schwere Krankheit unseres emeritierten Papstes Benedikt spekuliert. Diese könnte sogar der eigentliche Rücktrittsgrund gewesen sein.

Aber: eigentlich weiß man nichts! Und ergeht sich in Vermutungen...
Sollte an diesem Gerücht etwas dran sein, sollten wir umso mehr für unseren emeritierten Papst beten. Aber solange es kein gesichertes Wissen über eine eventuell vorhandene schwerwiegende Krankheit gibt, sollten wir den Rücktrittsgrund so akzeptieren, wie er von Papst em. Benedikt XVI. genannt worden ist, meine ich jedenfalls.
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124

Sonntag, 14. April 2013, 16:07

Auch Papst Franziskus ist ein marianischer Papst

Wie man der "Tagespost" vom 11.04.2013 entnehmen kann, hat auch Papst Franziskus sein Pontifikat unter den Schutz Unserer Lieben Frau von Fátima gestellt. Damit folgt er seinen beiden Vorgängern, die ihr Pontifikat ebenfalls unter diesen Schutz gestellt haben.
Möge Unsere Liebe Frau von Fátima unseren neuen Papst so schützen, wie sie es mit seinen Vorgängern getan hat!
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125

Sonntag, 14. April 2013, 16:31

Kritik gegen Papst Franziskus

Hier zitiere ich aus dem Kommentar "Fátima und Franziskus" von Regina Einig, erschienen in der "Tagespost" vom 11. April 2013, da man diesen Text nicht noch mehr zusammenfassen kann.

Zitat:

"Eine religiöse Subkultur wendet sich derzeit im Internet gegen Franziskus und verwirrt auch Fromme. Das Fátima-Weltapostolat der Deutsch-Schweiz warnt mit Recht vor der Website "Die Warnung". Nicht nur die verbalen Schüsse aus dem anonymen Hinterhalt einer angeblichen Seherin wecken Skepsis. Wer christliches Gedankengut mit papstfeindlichen Botschaften und Verschwörungstheorien zu einem giftigen Cocktail mixt, dient einem diabolischen Ziel: die Gewissen einzuschläfern und die Gläubigen von ihren eigentlichen Aufgaben abzulenken. Der Teufel ist ein Maßschneider."

Kommentar:
Auch unser Diaconus hat schon vor dieser Website "Die Warnung" gewarnt. Daraufhin habe ich mich gar nicht erst mit dieser ominösen Seite befasst. Das scheint die richtige Entscheidung gewesen zu sein.

Natürlich darf man auch einen Papst kritisieren, da er ja nicht mit jeder Äußerung ein Dogma verkündet, sondern eben auch ein Mensch ist.
Neues macht immer Angst, weil man noch nicht weiß, wohin die Reise geht. So sehe ich das neue Beratungsgremium, das Papst Franziskus nun eingesetzt hat und das Anfang Oktober 2013 zum ersten Mal tagen soll, mit Sorge. Auch wenn es darum geht, die Kurie neu zu organisieren, da es anscheinend Mißstände gibt. Aber wird das das einzige Thema dieses neuen Rates bleiben? Meine Angst und Sorge ist, daß sich durch die Hintertür eines solchen Gremiums immer mehr Verfahrensweisen in die Kirche einschleichen könnten, die in die Politik gehören aber nicht in die Kirche. Die Kirche ist nun einmal keine demokratische Einrichtung, in der Mehrheiten abstimmen, wie es weitergehen soll und was zu gelten hat. Nein, der "Chef" der Kirche ist und bleibt Christus. Da hilft kein menschliches meinungsbildendes Procedere sondern nur das Gebet, das Hineinhorchen in das eigene Innere, um zu hören, was GOTT seiner Kirche sagen möchte. So haben es die beiden Vorgänger von Papst Franziskus gehalten. Ich habe gelesen - und gleich nach der Papstwahl ja auch im Fernsehen miterleben dürfen - , daß Papst Franziskus ebenfalls ein Papst des Gebetes ist. Warum also die Einrichtung eines solchen Gremiums?
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126

Sonntag, 14. April 2013, 16:57

Papst Franziskus

Ich enthalte mich bewusst von Kommentaren und verweise nur auf meine Beiträge vom 29. März.
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127

Montag, 15. April 2013, 10:58

Kein Bruch?

Wie Paul Badde in „Die Welt“ schreibt, hat Papst Franziskus in der Karfreitagsliturgie die Kreuzenthüllung „ausgelassen“. In Verbindung mit der Fußwaschung in der Abendmahlmesse am Gründonnerstag die Papsat Franziskus an zwei Frauen, dazu noch an einer Muslima, vorgenommen hat, sind das eindeutige Brüche der vorgegebenen liturgischen Vorschriften, sowie der mehrhundertjährigen Tradition der Kirche sowie nicht nur des Tridentinischen Konzils sondern auch des Novus Ordo des 2. Vaticanums. Wenn der Bischof Vorderholzer von Regensburg meint, zwischen Papst Franziskus und dem emeritierten Papst Benedikt gehe kein „Blatt Papier dazwischen“ kann man ihm nur „Blauäugigkeit“ attestieren. Nicht Worte allein machen eine Person aus sondern vor allem deren Taten und die widersprechen bei Papst Franziskus eindeutig der Tradition der Kirche und müssen als „modernistisch“ und als Bruch klassifiziert werden. Paul Badde hat schon recht in seinem Kommentar wenn er schreibt „iPapst Paradox“.
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Teresa

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128

Montag, 15. April 2013, 12:26

Bruch? Ich kann keinen erkennen.

Die Fußwaschung ist ein Zeichen der Barmherzigkeit Christi gewesen. Und ein Zeichen der Demut. Zu Barmherzigkeit und Demut wollte Er die Apostel bringen!
Es gibt keinen Grund, weshalb weibliche Laien dieses Zeichen der Barmherzigkeit Gottes am Gründonnerstag nicht genauso erfahren dürfen wie männliche Laien. Oder sind männliche Laien wichtiger als weibliche? ?( Dann erkläre mir bitte, @ Diaconus, weshalb das so sein soll. Die Tradition reicht dafür nicht aus!
Und wenn Du meinst, Katholiken, die Deine Ansicht nicht teilen, als "modernistisch" beschimpfen zu müssen, so ist das Deine persönliche Meinung, die Dir ja keiner nehmen will. Drückt sich in dieser rigiden Haltung gegenüber andersdenkenden Menschen die christliche Nächstenliebe aus? - Da habe ich doch so meine Zweifel...

Und bedenke bitte, daß der Papst der oberste Hirte - nämlich der Stellvertreter Christi auf Erden - der katholischen Kirche ist. Wir schulden ihm Gehorsam! Kritisches Nachfragen sehe ich, ebenso wie Du, als erlaubt und legitim an. Aber wir, die Laien aber auch die Geistlichen (oder besonders diese), sind dem Papst zu Gehorsam verpflichtet. - Ich fände es also in Ordnung, wenn man nachfragen würde, weshalb der Papst am Karfreitag die Kreuzenthüllung "ausgelassen" hat. Über die Begründung, wenn es eine theologische wäre, könnte man dann diskutieren, aber hier gleich alles in eins zu setzen, geht mir persönlich zu weit.

Ich betone es noch einmal, so wie ich gestern schon Regina Einig von der Tagespost zitiert habe: Das, was tradtionalistische Kreise von sich geben, noch dazu solche unseriösen Quellen wie "Gloria-TV" oder gar "Die Warnung", ist für mich persönlich nicht von Belang. Für mich persönlich ist der gelebte Glaube - nicht nur im Wort sondern auch in der Tat - maßgeblich. Zu diesem Glauben gehört vor allem, wie ich mich gegenüber meinen Mitmenschen gegenüber verhalte, die alle (und zwar ohne Ausnahme!) GOTTES Kinder sind, egal welche Einstellung sie haben, ja sogar Atheisten sind GOTTES Kinder, ob sie wollen oder nicht, sie sind es! Die Muslima im Jugendgefängnis, der vom Papst auch die Füße gewaschen worden sind, kommt übrigens aus Jugoslawien (bzw. einem der heutigen Teilstaaten) und gehört einer liberalen muslimischen Glaubensrichtung an. Warum sollte nicht auch sie ein Zeichen der Barmherzigkeit und der Hoffnung bekommen? Statt den Papst selbst nach dem Motiv für seine Handlung zu fragen, wird von den Traditionalisten gleich der Stab über ihm gebrochen. Jeder Bischof, der eine Erklärung zu geben versucht, wird ebenfalls von den Traditionalisten verurteilt. Und es wird eifrig auf jeden weiteren "Fehler" des Papstes gewartet, um ihn weiter zerfetzen zu können - statt für ihn zu beten und ihm Vertrauen zu schenken. Schließlich wird der Heilige Geist Seine Kirche weiterhin so leiten und begleiten, wie Er es uns zugesagt hat.

@ Diaconus, ich befürchte, daß wir uns in dieser Frage nicht einigen werden. Aber ich bitte Dich nochmals, meine Einstellung so zu akzeptieren, wie ich Dir Deine Meinung auch lasse. Tut mir Leid, aber Deinen Post konnte ich einfach nicht unwidersprochen stehen lassen. :(
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129

Montag, 15. April 2013, 12:47

Zitat

Das Forum KATHVITA (Katholisches Leben) ist ein katholisches Forum, das der Offenbarung (AT/NT), der Lehre der Katholischen Kirche sowie der katholischen Tradition verpflichtet ist.

Das ist der Sinn dieses Forum in dem Du Administratorin bist. Dazu gehören auch die Einhaltung der liturgischen Vorschriften, die im Missale festgelegt sind, durch einen amtierenden Papst sowie die Einhaltung der Tradition. Derartige Veränderungen werden bei jedem Pfarrer als Missbrauch betrachtet. Da stellt sich gar nicht die Frage „was der Grund gewesen sein kann“, dass etwas „ausgelassen“ oder verändert wurde. Oder gelten für einen Papst die festgelegten liturgischen Vorschriften nicht? Und wer die Tradition leugnet, die ein wesentlicher Teil des Katholizismus ist, widerspricht auch dem KKK 81 – 83 u. a. Nummern. Und das nur Männern die Fußwaschung erteilt wird, weil sie symbolisch die Aposteln darstellen, ist auch Tradition.
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130

Dienstag, 16. April 2013, 11:53

Warum betonst Du, daß ich Administratorin bin? Wem willst Du damit etwas sagen? Ich weiß das doch selbst.
Nach wie vor stehe ich zu dem, was ich zum Thema "neuer Papst" geschrieben habe, daran ändern auch Deine Belehrungen nichts.

Christsein findet nicht nur im eigenen Kopf statt, sondern zeigt sich vor allem darin, wie sich die inneren Glaubensüberzeugungen im Umgang mit meinen Mitmenschen auswirken.
Dabei sollten wir nicht vergessen, daß wir immer wieder umkehren müssen, weil wir eben unvollkommene sündhafte Menschen sind, die sich nicht über andere erheben sollten wie der Pharisäer aus der Bibel, der froh ist, daß er alles richtig macht, alle Gesetze einhält und nicht so sündhaft ist wie der Zöllner. Und was sagt der Zöllner? Er sagt: "Herr, ich bin nicht würdig..."
Welchen Grund könnte Jesus Christus gehabt haben, uns dieses Gleichnis zu erzählen?
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131

Sonntag, 21. April 2013, 16:25

Sparmaßnahmen von Papst Franziskus

Unser neuer Papst schreitet zur Tat: Gut einen Monat nach seiner Wahl wurden jetzt Sparmaßnahmen des Papstes im Vatikan bekannt gegeben.
So bekommen die Vatikanbank-Kardinäle ihren Bonus in Höhe von 2.500 EUR nicht mehr. Auch ihnen muß, wie allen Kurienkardinälen, das Gehalt von (immerhin!) 5.000 EUR monatlich ausreichen.
Auch die üblicherweise nach einer Papstwahl an die ca. 4.000 angestellten Mitarbeiter im Vatikan gezahlte Zulage von je 1.000 EUR entfällt.

Und welchem Verwendungszweck fließt das eingesparte Geld zu? Es dient karitativen Zwecken, wird also den Menschen zugute kommen, die es nötig brauchen. :thumbup:
Mir stellt sich jetzt die Frage, ob offengelegt werden wird, an welche Armen das Geld geht? Geht das Geld jetzt nach Argentinien? Oder bekommen die Armen anderer Länder - z. Bsp. in Afrika - auch etwas?
Vielleicht sollte zunächst darauf geachtet werden, daß keine Kinder mehr hungern müssen..., egal auf welchem Kontinent sie leben.

Ich bin auch ganz sicher, daß Papst Franziskus hier mit gutem Beispiel vorangeht - und demnächst auch die Katholiken wohlhabender Länder auffordern wird, energische Schritte in diese Richtung zu unternehmen!
Allerdings passiert in den Gemeinden unserer Stadt schon eine ganze Menge für Obdachlose und arme Leute. Und trotzdem fallen mir immer mehr Menschen ein, die unbedingt Hilfe und Unterstützung brauchen...
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132

Sonntag, 21. April 2013, 16:48

@ Teresa

Zitat

… wie der Pharisäer aus der Bibel, der froh ist, daß er alles richtig macht, alle Gesetze einhält und nicht so sündhaft ist wie der Zöllner. Und was sagt der Zöllner? Er sagt: "Herr, ich bin nicht würdig..."
Welchen Grund könnte Jesus Christus gehabt haben, uns dieses Gleichnis zu erzählen?

Der Grund für dieses Gleichnis Jesu war, dass auch der Pharisäer trotz Einhaltung aller Gesetze ein Sünder war - wie jeder Mensch. Denn dass ein Mensch nicht einmal unbewusst sündigt, einen solchen Menschen gibt es nicht und wäre er der größte Heilige gewesen.
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133

Sonntag, 21. April 2013, 17:50

@ Teresa

Zitat

… wie der Pharisäer aus der Bibel, der froh ist, daß er alles richtig macht, alle Gesetze einhält und nicht so sündhaft ist wie der Zöllner. Und was sagt der Zöllner? Er sagt: "Herr, ich bin nicht würdig..."
Welchen Grund könnte Jesus Christus gehabt haben, uns dieses Gleichnis zu erzählen?

Der Grund für dieses Gleichnis Jesu war, dass auch der Pharisäer trotz Einhaltung aller Gesetze ein Sünder war - wie jeder Mensch. Denn dass ein Mensch nicht einmal unbewusst sündigt, einen solchen Menschen gibt es nicht und wäre er der größte Heilige gewesen.


Das ist, entschuldige bitte, bekannt. Leuchtet mir trotzdem im Zusammenhang mit diesem Gleichnis nicht ganz ein, denn der Pharisäer ist ja überzeugt, daß er alles richtig macht im Gegensatz zum demütigen Zöllner. Es geht hier wohl eher um das Gefühl des Pharisäers im Recht zu sein...
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134

Freitag, 26. April 2013, 10:42

Viele Worte –aber wo sind die Taten?

Seit Papst Franziskus gewählt wurde, vergeht kein Tag an dem nicht auf katholischen Plattformen seine Worte, Predigten usw. veröffentlicht werden. Ähnlich ist es auch mit der Mainstream-Presse, die sich ja zur Person des neuen Papstes oft überschlägt weil er so „locker“ ist.

Ja, locker ist dieser Papst. Das war er ja auch in der Gründonnerstags- und Karfreitagsliturgie, wo liturgische Änderungen (Fußwaschung an Frauen, dazu noch an eine Muslima, Entfallen der Kreuzenthüllung am Karfreitag) entgegen dem Missale Romanum erfolgten. Und der päpstliche Hausprediger, Cantalamessa, der sicher mit Wissen des Papstes die Kirche in der Karfreitagsliturgie kritisierte: „Die Trennwände, angefangen bei denen, die die verschiedenen christlichen Kirchen voneinander trennen; dann ein Übermaß an Bürokratie, die Überbleibsel der Rituale, Gesetze und Streitigkeiten der Vergangenheit, die heute überholt sind.“

Und bisher keine Reaktionen auf die Aussagen von Kurienerzbischof Piero Marini bezüglich der Vergangenheit, wo er in einem Zeitungsinterview erklärte: „ Mit Papst Franziskus atme die Kirche eine neue Luft der Freiheit. Man atmet frische Luft. Es ist wie ein Fenster zum Frühling und zur Hoffnung. Wir haben die Luft sumpfiger Gewässer geatmet und diese hatte einen schlechten Geruch. Es gebe eine neue Luft der Freiheit, eine Kirche die näher bei den Armen ist und weniger problembeladen“. Gleichzeitig forderte er die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften.

Und die Aussage des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, dass es jetzt wieder Freude macht „katholisch“ zu sein.

Kommentar
„Weh euch, wenn euch alle Menschen loben, denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht““ (Lk 6,26). Diese Worte sagen genug aus, über jene Verkünder, die den Menschen gefallen. Ich war immer mit Freude „katholisch“ weil ich Offenbarung, Lehre und Tradition der Kirche schätze und die modernistischen Forderungen für Reformen von WisiKi, Kvu, Pfarrer- und Laieninitiative usw. ablehne. Nachdem auch Lucio Gera, einer der Väter der Befreiungstheologie, den Papst theologisch geprägt hat und dass er diesen seinen Lehrer nennt, sagt viel aus. Was machen die vielen Worte denen nicht die Taten, außer der Option für die Armen, folgen? Damit mutiert die Kirche zum zeitgeistigen „Sozialverein“ und kommt ihrer eigentlichen Aufgabe für das Seelenheil der Menschen zu sorgen, was ihre Hauptaufgabe ist, nur mehr eingeschränkt – wenn überhaupt - nach. Dies würde auch der Aussage des Papstes Franziskus entsprechen, der vor einiger Zeit erklärt hatte, dass man bei den Eltern von Täuflingen nicht zu viel verlangen sollte – so habe er es in Argentinien gehalten. So können auch die oben erwähnten Aussagen von Piero Marini, Cantalamessa, und EB Zollitsch in dieser Richtung betrachtet werden, dass Rituale Überbleibsel etc. sind, Mit diesen Ansichten sehe ich die Gefahr, dass die Heilige Mutter Kirche auf dieselbe Basis zurücksinkt wie es bei der EKD bereits ist, die eher eine von politischen Elementen unterwanderte Organisation ist. Nur dann ist es keine Freude mehr „katholisch“ zu sein sondern man wird gezwungen ins Schisma zu gehen. Sollte die „Warnung“, die ich ablehne, doch recht haben, dass der Nachfolger von Benedikt XVI. die Kirche so verändern wird, dass sie nicht mehr „erkennbar“ ist? Ich werde es aufgrund meines Alters nicht mehr erleben, aber dann könnte es vielleicht sogar – wie schon gehabt – einen Gegenpapst geben. Nur die wahre Kirche hat die Zusage Jesu, dass die Unterwelt sie nicht überwinden wird und dass sie sich wie der Phönix aus der Asche erheben wird.
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135

Freitag, 26. April 2013, 17:26

Ja, @ Diaconus, hier hast Du noch einmal alles zusammengefasst, was Dir in den letzten Wochen an Papst Franziskus nicht gefallen hat.
Aber wenn ich mir den Text (nicht Deinen Kommentar!) so durchlese, erinnern mich Stil und Inhalt doch stark an das, was die Piusbrüder so von sich geben.

Du weißt, dass auch Frauen schon seit dem 2. Vatikanischen Konzil nach vorne zur Fußwaschung gehen. Tradition ist ja gut und schön, sie sollte aber auch Sinn machen. Allein das Nachspielen der Szene, in der Christus seinen Jüngern die Füße gewaschen hat, reicht nicht, das ist im wahrsten Sinne des Wortes museales Theater. Christus hat mit dieser Geste Barmherzigkeit und Demut deutlich machen wollen. Es gibt keinen Grund männliche Laien in der Kirche zu bevorzugen, GOTT hat den Menschen zu seinem Ebenbild als Mann und Frau geschaffen. Es steht in der Bibel nirgends, daß die Frauen weniger wert sind als Männer und deshalb die Gnade, die Zuwendung Gottes nicht erfahren dürfen. Diese veraltete Tradition, die noch aus der Zeit vor dem 2. Vatikanischen Konzil stammt, beruht wohl eher darauf, daß es Zeiten gab, in denen ein Priester keine nackten Frauenfüße sehen geschweige denn berühren durfte.
In diesem Punkt werden wir uns wohl leider nicht einig werden. Schade. Aber es gibt zum Glück andere Punkte, in denen wir uns gut verstehen...

Die Unterstellung, daß Papst Franziskus nur redet und nicht handelt, kommt ebenso aus der Piusbruder-Ecke, wie das dauernde Suchen nach allen möglichen Fehlern, die der Papst in den Augen der Piusbrüder begeht. Dabei vergessen die Piusse, daß sie sich selbst gar nicht in der Kirche befinden. Diese Arroganz von denen, die ausgestreckte Hand von Papst Benedikt nicht anzunehmen, finde ich unverändert unerträglich. Das hat mit einem Leben als Christen gar nichts zu tun. Die Rituale der Piusse sind in meinen Augen nichts als Schall und Rauch, weil sich ihr Glaube nur in ihrem eigenen Kopf abspielt - und die Mitmenschen völlig ignoriert. Wo bleibt bei denen die Barmherzigkeit? Die ist durch rechthaberisches Verhalten ersetzt worden.

Allerdings stimme ich Dir, @ Diaconus, in Bezug auf die Äußerungen von EB Zollitsch und Kardinal Marini zu. In dem Punkt teile ich Deine Sorge um die Zukunft unserer Kirche! Diese Äußerungen darf man nicht einfach so im Raum stehen lassen! Ich sehe zwar die Gefahr einer Protestantisierung unserer Kirche nicht so stark wie Du, fände es aber äußerst schmerzhaft, wenn Inhalte, die zum Kern unserer Kirche gehören, aufgegeben würden - womöglich nur, um zeitgeistige Anerkennung zu bekommen. Das kann ich mir von Papst Franziskus zwar nicht vorstellen, aber unkommentiert sollte er solche Äußerungen in der Öffentlichkeit nicht lassen. - Hinzu käme, daß dann auch die von seinen Vorgängern eingeleitete Ökumene mit den Orthodoxen gefährdet werden würde.
Könnte es nicht eher so sein, daß Papst Franziskus die ganzen politischen Streitereien, die sich in der europäischen Region abspielen, ignoriert, um die Gläubigen wieder mehr zum eigentlichen Kern des Glaubens zu bringen?

Ich hoffe jedenfalls um der Kirche willen, lieber Diaconus, daß Deine Befürchtungen nicht zutreffen. Ehrlich gesagt, kann ich sie auch nicht ganz von der Hand weisen. :(

Und zum Schluß noch: die sogenannte "Warnung" stammt von einer Wichtigtuerin, die viel Aufmerksamkeit braucht. Von dem Mist, den die Frau da von sich gibt, sollten wir uns nicht beeinflussen lassen. Die verzapft einfach nur Unsinn, hat sich ein Lügengebilde aufgebaut, auf das leider immer noch Menschen hereinfallen. Eine Referenz für eine Meinung oder Vermutung sind die Lügen dieser Frau auf keinen Fall.
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136

Sonntag, 28. April 2013, 14:08

Verleumdung

Es ist unglaublich, was sich das ZdK wieder einmal erlaubt. Da erdreistet sich eine Politikerin mit dem Doppelnamen Lücking-Michel (na, welcher Partei gehört sie wohl an?), seltsamerweise als ZdK-Präsidentin "installiert", Lügen übelster Art gegen unseren Papst em. Benedikt zu verbreiten. Um ihre "Thesen" einer vermeintlichen Verklemmtheit der RK zu untermauern, greift sie in einem sogenannten "Vortrag" zur Lüge, Papst em. Benedikt habe Priestern am Gründonnerstag die Füße in Socken gewaschen, indem er sie mit einigen Tropfen Weihwasser besprengt habe. Das ist eine Frechheit und Unverschämtheit sondergleichen. Natürlich kommt vom ZdK kein Protest, keine Widerlegung sondern Beifall für die Lügen dieser anmaßenden Frau.

WANN wird dem ZdK von der DBK endlich die finanzielle Zuwendung gestrichen?!?? Es wird höchste Zeit :!: :!: :!:

Na, liebe Leute vom ZdK: Meldet Euch hier an und versucht Eure Weste reinzuwaschen. Im Sinne der Gerechtigkeit soll man ja immer beide Seiten hören. Ich vermute jedoch, daß in den bekannten katholischen Internetportalen keine Lügen über das ZdK verbreitet werden. Hätte ich auch nur den leisesten Verdacht, man würde dem Zdk Unrecht angedeihen lassen, hätte ich diesen Sachverhalt hier nicht ins Forum gestellt!
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137

Sonntag, 28. April 2013, 14:39

Papst Franziskus in seinen Predigten mehrdeutig

Auch das muß erlaubt sein: Sachliche Kritik an einem Papst.
So habe ich mir nun einige Predigten, die Papst Franziskus in St. Martha zu halten pflegt, zu Gemüte geführt. Und frage mich: Was könnte er mit dieser vielfachen Auslegungsmöglichkeit seiner Worte im Kirchenvolk beabsichtigen? ?(
Erinnert diese Mehrdeutigkeit nicht an gewisse Politiker vor einer Wahl, die möglichst viele Gruppierungen für sich gewinnen wollen? :a065:
Aber das braucht er doch gar nicht! Er ist doch schon gewählt. :S

Könnte es sein, daß wir ihn nicht verstehen, weil er sich auf Gegebenheiten in Südamerika bezieht? Oder ist das Ausdruck seiner Glaubensrichtung, die der charismatischen Erneuerung angehört? Allerdings gibt es unter den Charismatikern zwei Gruppen, die kirchentreuen und andere, die, ohne viel zu wissen, sich von dem Grundgedanken der Pfingstbewegungen bewegen lassen. Tatsache ist jedoch, daß Papst Franziskus sicher viel Wissen hat, aber auch liturgisch eingestellte Menschen vor den Kopf stößt, indem er Zeichen der Heiligkeit in der Kirche wegläßt oder sie vernachlässigt.
Da diskutiere ich mit meinen geistlichen Begleitern über das Problem, wo die Heiligkeit in der Messe geblieben ist, warum sie sich auch durch Weihrauch nicht einfach mal eben herstellen läßt? Und unser neuer Papst tut eigentlich alles, um dieser Bewegung zur "Entheiligung" Vorschub zu leisten. ;( :( ;(
Ich messe den Wert und die Qualität eines Pontifikats gewiss nicht an Äußerlichkeiten, aber es gibt eben doch gewisse Grundsätze. So lernt man doch normalerweise schon in der Schule im Deutschunterricht, daß sich Form und Inhalt entsprechen sollten. Würden die Worte von Papst Franziskus nicht viel mehr Eindringlichkeit bewirken, wenn er erstens klarer und eindeutiger sprechen würde, und zweitens auch etwas mehr die Form bewahren würde?

Was bewirkt er denn nun eigentlich? In meinen Augen vor allem Spekulationen. Da werden kryptische Vermutungen in den Weiten des Internets angestellt, u.a. er wolle die gesamte Weltkirche reformieren. Da gibt es die wildesten Vermutungen. Warum kann Papst Franziskus nicht klar und eindeutig sagen, worum es ihm wirklich geht :?: Dann wäre den wilden Spekulationen ein Ende gesetzt und Verunsicherung, die mit Sicherheit auf vielen Seiten der Gläubigen einsetzen wird, würde vermieden werden.

Ich habe mich in den letzten Tagen gefragt, weshalb ich, zugegeben nach anfänglicher Begeisterung über diesen Papst, das Interesse verloren habe, möglichst viele seiner Predigten zu lesen? Die Predigten von Papst Bendikt XVI. habe ich nicht nur einmal gelesen, sondern lese sie gerne immer wieder! Wann gab es zu Zeiten von Papst Benedikt soviele gegensätzliche Spekulationen über seine Absichten, wie sie inzwischen in Bezug auf Papst Franziskus' Ansprachen kursieren? Langsam beschleicht mich die Sorge um unsere Kirche. Wohin wird die Reise gehen? - Vieles in den Ansprachen von Papst Franziskus könnte man als missionarische Anstöße verstehen, wenn da bloß nicht der Konjunktiv wäre, dessen Eigenart es eben ist, die Wahl zwischen mehreren (oder vielen?) Möglichkeiten zu lassen. Wäre der neue Papst so eindeutig wie sein Vorgänger, gäbe es, wie gesagt, die vielen Spekulationen nicht!
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138

Sonntag, 28. April 2013, 16:16

RE: Papst Franziskus in seinen Predigten mehrdeutig

Auch das muß erlaubt sein: Sachliche Kritik an einem Papst.
So habe ich mir nun einige Predigten, die Papst Franziskus in St. Martha zu halten pflegt, zu Gemüte geführt. Und frage mich: Was könnte er mit dieser vielfachen Auslegungsmöglichkeit seiner Worte im Kirchenvolk beabsichtigen? ?(
Erinnert diese Mehrdeutigkeit nicht an gewisse Politiker vor einer Wahl, die möglichst viele Gruppierungen für sich gewinnen wollen? :a065:
Aber das braucht er doch gar nicht! Er ist doch schon gewählt. :S

Könnte es sein, daß wir ihn nicht verstehen, weil er sich auf Gegebenheiten in Südamerika bezieht? Oder ist das Ausdruck seiner Glaubensrichtung, die der charismatischen Erneuerung angehört? Allerdings gibt es unter den Charismatikern zwei Gruppen, die kirchentreuen und andere, die, ohne viel zu wissen, sich von dem Grundgedanken der Pfingstbewegungen bewegen lassen. Tatsache ist jedoch, daß Papst Franziskus sicher viel Wissen hat, aber auch liturgisch eingestellte Menschen vor den Kopf stößt, indem er Zeichen der Heiligkeit in der Kirche wegläßt oder sie vernachlässigt.
Da diskutiere ich mit meinen geistlichen Begleitern über das Problem, wo die Heiligkeit in der Messe geblieben ist, warum sie sich auch durch Weihrauch nicht einfach mal eben herstellen läßt? Und unser neuer Papst tut eigentlich alles, um dieser Bewegung zur "Entheiligung" Vorschub zu leisten. ;( :( ;(
Ich messe den Wert und die Qualität eines Pontifikats gewiss nicht an Äußerlichkeiten, aber es gibt eben doch gewisse Grundsätze. So lernt man doch normalerweise schon in der Schule im Deutschunterricht, daß sich Form und Inhalt entsprechen sollten. Würden die Worte von Papst Franziskus nicht viel mehr Eindringlichkeit bewirken, wenn er erstens klarer und eindeutiger sprechen würde, und zweitens auch etwas mehr die Form bewahren würde?

Was bewirkt er denn nun eigentlich? In meinen Augen vor allem Spekulationen. Da werden kryptische Vermutungen in den Weiten des Internets angestellt, u.a. er wolle die gesamte Weltkirche reformieren. Da gibt es die wildesten Vermutungen. Warum kann Papst Franziskus nicht klar und eindeutig sagen, worum es ihm wirklich geht :?: Dann wäre den wilden Spekulationen ein Ende gesetzt und Verunsicherung, die mit Sicherheit auf vielen Seiten der Gläubigen einsetzen wird, würde vermieden werden.

Ich habe mich in den letzten Tagen gefragt, weshalb ich, zugegeben nach anfänglicher Begeisterung über diesen Papst, das Interesse verloren habe, möglichst viele seiner Predigten zu lesen? Die Predigten von Papst Bendikt XVI. habe ich nicht nur einmal gelesen, sondern lese sie gerne immer wieder! Wann gab es zu Zeiten von Papst Benedikt soviele gegensätzliche Spekulationen über seine Absichten, wie sie inzwischen in Bezug auf Papst Franziskus' Ansprachen kursieren? Langsam beschleicht mich die Sorge um unsere Kirche. Wohin wird die Reise gehen? - Vieles in den Ansprachen von Papst Franziskus könnte man als missionarische Anstöße verstehen, wenn da bloß nicht der Konjunktiv wäre, dessen Eigenart es eben ist, die Wahl zwischen mehreren (oder vielen?) Möglichkeiten zu lassen. Wäre der neue Papst so eindeutig wie sein Vorgänger, gäbe es, wie gesagt, die vielen Spekulationen nicht!

Kommst Du auch schon darauf? Diese Unklarheiten bzw. möglichen Mehrdeutigkeiten hat es bei noch keinem Papst der letzten 60 Jahre gegeben seitdem ich bewusst die Medien verfolge. Das Ganze hat sicher nichts mit der r. k.-kirchentreuen charismatischen Erneuerung zu tun, schließlich kenne ich diese als Charismatiker. Und dass im Internet auf den Plattformen viele Kommentatoren, die als kirchen- und papsttreu und als theologisch fundiert bekannt sind, sich fragen, „wohin die Reise gehen soll“ ist seit Tagen feststellbar. Also bin ich mit meinen Zweifeln nicht mehr der Einzige.
Preis den Herrn!

Teresa

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Sonntag, 28. April 2013, 16:29

RE: RE: Papst Franziskus in seinen Predigten mehrdeutig

Auch das muß erlaubt sein: Sachliche Kritik an einem Papst.
So habe ich mir nun einige Predigten, die Papst Franziskus in St. Martha zu halten pflegt, zu Gemüte geführt. Und frage mich: Was könnte er mit dieser vielfachen Auslegungsmöglichkeit seiner Worte im Kirchenvolk beabsichtigen? ?(
Erinnert diese Mehrdeutigkeit nicht an gewisse Politiker vor einer Wahl, die möglichst viele Gruppierungen für sich gewinnen wollen? :a065:
Aber das braucht er doch gar nicht! Er ist doch schon gewählt. :S

Könnte es sein, daß wir ihn nicht verstehen, weil er sich auf Gegebenheiten in Südamerika bezieht? Oder ist das Ausdruck seiner Glaubensrichtung, die der charismatischen Erneuerung angehört? Allerdings gibt es unter den Charismatikern zwei Gruppen, die kirchentreuen und andere, die, ohne viel zu wissen, sich von dem Grundgedanken der Pfingstbewegungen bewegen lassen. Tatsache ist jedoch, daß Papst Franziskus sicher viel Wissen hat, aber auch liturgisch eingestellte Menschen vor den Kopf stößt, indem er Zeichen der Heiligkeit in der Kirche wegläßt oder sie vernachlässigt.
Da diskutiere ich mit meinen geistlichen Begleitern über das Problem, wo die Heiligkeit in der Messe geblieben ist, warum sie sich auch durch Weihrauch nicht einfach mal eben herstellen läßt? Und unser neuer Papst tut eigentlich alles, um dieser Bewegung zur "Entheiligung" Vorschub zu leisten. ;( :( ;(
Ich messe den Wert und die Qualität eines Pontifikats gewiss nicht an Äußerlichkeiten, aber es gibt eben doch gewisse Grundsätze. So lernt man doch normalerweise schon in der Schule im Deutschunterricht, daß sich Form und Inhalt entsprechen sollten. Würden die Worte von Papst Franziskus nicht viel mehr Eindringlichkeit bewirken, wenn er erstens klarer und eindeutiger sprechen würde, und zweitens auch etwas mehr die Form bewahren würde?

Was bewirkt er denn nun eigentlich? In meinen Augen vor allem Spekulationen. Da werden kryptische Vermutungen in den Weiten des Internets angestellt, u.a. er wolle die gesamte Weltkirche reformieren. Da gibt es die wildesten Vermutungen. Warum kann Papst Franziskus nicht klar und eindeutig sagen, worum es ihm wirklich geht :?: Dann wäre den wilden Spekulationen ein Ende gesetzt und Verunsicherung, die mit Sicherheit auf vielen Seiten der Gläubigen einsetzen wird, würde vermieden werden.

Ich habe mich in den letzten Tagen gefragt, weshalb ich, zugegeben nach anfänglicher Begeisterung über diesen Papst, das Interesse verloren habe, möglichst viele seiner Predigten zu lesen? Die Predigten von Papst Bendikt XVI. habe ich nicht nur einmal gelesen, sondern lese sie gerne immer wieder! Wann gab es zu Zeiten von Papst Benedikt soviele gegensätzliche Spekulationen über seine Absichten, wie sie inzwischen in Bezug auf Papst Franziskus' Ansprachen kursieren? Langsam beschleicht mich die Sorge um unsere Kirche. Wohin wird die Reise gehen? - Vieles in den Ansprachen von Papst Franziskus könnte man als missionarische Anstöße verstehen, wenn da bloß nicht der Konjunktiv wäre, dessen Eigenart es eben ist, die Wahl zwischen mehreren (oder vielen?) Möglichkeiten zu lassen. Wäre der neue Papst so eindeutig wie sein Vorgänger, gäbe es, wie gesagt, die vielen Spekulationen nicht!

Kommst Du auch schon darauf? Diese Unklarheiten bzw. möglichen Mehrdeutigkeiten hat es bei noch keinem Papst der letzten 60 Jahre gegeben seitdem ich bewusst die Medien verfolge. Das Ganze hat sicher nichts mit der r. k.-kirchentreuen charismatischen Erneuerung zu tun, schließlich kenne ich diese als Charismatiker. Und dass im Internet auf den Plattformen viele Kommentatoren, die als kirchen- und papsttreu und als theologisch fundiert bekannt sind, sich fragen, „wohin die Reise gehen soll“ ist seit Tagen feststellbar. Also bin ich mit meinen Zweifeln nicht mehr der Einzige.


Warum so aggressiv, @ Diaconus?
Wir haben doch gestern schon am Telefon darüber gesprochen und gemeinsam festgestellt, daß die Mehrdeutigkeit der Aussagen von Papst Franziskus Konflikte schafft. Daraufhin habe ich heute nochmal im Internet herumgelesen - und die Bestätigung dafür gefunden.
Welcher Art der charismatischen Bewegungen der Papst anhängt, ist mir vollkommen egal. Ich habe lediglich erwähnt, daß es zwei Arten von Charismatikern gibt, habe sogar die kirchentreuen Charismatiker hervor gehoben, obwohl ich mich selbst nicht zu ihnen zähle. Daher verstehe ich Deine Aggression auch in dieser Hinsicht nicht. ?( ?(
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diaconus

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Dienstag, 30. April 2013, 15:58

"Extra ecclesiam nulla salus" – Außerhalb der Kirche kein Heil

In einem anderen Forum hatte ich zu diesem Thema eine Diskussion, die ich wie folgt beantwortete:

Zitat

„In LG 14 Absatz 1 heißt es eindeutig: „Gestützt auf die Heilige Schrift und die Tradition, lehrt sie, dass diese pilgernde Kirche zum Heile notwendig ist. …. Darum können jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollen“ Also "Extra ecclesiam nulla salus" Und in Nr. 15 4. Satz „Wer nämlich das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott aber aus ehrlichem Herzen sucht, seinen im Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluss der Gnade in der Tat zu erfüllen trachtet, kann das ewige Heil erlangen.“ So auch in KKK 846. 847.“ Und die Aussage „Außerhalb der Kirche kein Heil“ geht auf Cyprian von Karthago, Briefe, Ep 73,21, zurück und wurde im Konzil von Florenz (1438-1445) zum Dogma (siehe Neuner-Ross, S. 212 ff) Teilzitat daraus: „Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet, glaubt fest, bekennt und verkündet, daß niemand außerhalb der katholischen Kirche des ewigen Lebens teilhaftig wird.“


Ich bekam darauf vermutlich von einem evangelischen Theologen folgendes Antwort

Zitat

Den Text, der dieser Diskussion zu grunde liegt, konnte ich inzwischen übersetzt bei vatican.va nachlesen. Da sagt der Papst jedenfalls nicht, dass das Heil aus der katholischen Kirche kommt. Seine letzter Satz, tja, den könnte ich ja auch so "übersetzen", dass er mit katholisch nicht die Institution meint, sondern die allummfassende, ganze, universelle Christenheit, also jeden 'echten' Christen, der Christus hat, und nicht nur eine Kirchenzugehörigkeit.


Dazu kann ich nur feststellen, dass hier von Papst Franziskus wieder unklare Worte bzw. eine Mehrdeutigkeit verwendet wurden, die der Lehre und Tradition der Kirche nicht entsprechen.
Preis den Herrn!