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Papst, unser Heiliger Vater

Antworten im Thema: 254 » Der letzte Beitrag (22. März 2018, 19:53) ist von Teresa.

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181

Samstag, 22. März 2014, 16:06

Papst appelliert an die Mafia

Auf mehreren christlichen Nachrichtenplattformen sind folgende Worte von Papst Franziskus zu lesen

Zitat

Ich bitte euch, ändert euer Leben, bekehrt euch, hört auf, das Böse zu tun. Und wir beten für euch: bekehrt euch. Darum bitte ich euch auf Knien. Es ist für euer eigenes Wohl. Das Leben, das ihr jetzt lebt, gefällt uns nicht und wird keine Freude bringen, euch wird es nicht glücklich machen. Die Macht und das Geld, die ihr jetzt habt, aus vielen schmutzigen Geschäften und Mafia-Verbrechen, sind blutiges Geld und mit Blut befleckte Macht, und wird euch nicht ins andere Leben bringen. Bekehrt euch: jetzt ist noch Zeit, um nicht in der Hölle zu enden. Und die erwartet euch, wenn ihr auf dieser Straße weitergeht.
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182

Mittwoch, 23. April 2014, 13:22

Heiligsprechung

Am kommenden Sonntag, dem Barmherzigkeitssonntag, werden zwei Päpste heiligesprochen: Papst Johannes und Papst Johannes Paul II.
Da mich innerlich viel mit Papst Johannes Paul II. verbindet, er hatte eine immense Ausstrahlung - und wirkt, wie wir ja immer wieder erleben können, noch über seinen Tod hinaus - freue ich mich ganz besonders, daß die Kirche diesen Schritt schon nach relativ kurzer Zeit geht und nicht erst nach hunderten von Jahren.
Seien wir immer wieder dankbar für diesen segensreichen Papst!

Wenn ich über den anderen Papst, der auch heiliggesprochen wird, nichts schreibe, dann nicht, weil ich ihn nicht schätze sondern weil ich ihn schlicht und einfach nicht kenne.

Und wie schön, daß wir erleben dürfen, daß auch die Nachfolger von Papst Johannes Paul II. Menschen des Gebets sind. Papst Benedikt war ein Freund von Johannes Paul II., hat es jedoch verstanden, seinem Pontifikat ein ganz eigenes Gesicht zu geben. Nach einem so eindrucksvollen Vorgänger eine Leistung, die man einfach anerkennen muß. Ich bin sicher, daß Papst Benedikt XVI. eines Tages zum Kirchenlehrer erhoben werden wird!

In Rom wird es zum Wochenende sicher sehr voll werden. Leider kann ich aus beruflichen Gründen nicht nach Rom fahren. Sicher wird es aber im Fernsehen die Möglichkeit geben, das Geschehen in Rom zu verfolgen. :)
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183

Mittwoch, 23. April 2014, 15:57

RE: Heiligsprechung

Am kommenden Sonntag, dem Barmherzigkeitssonntag, werden zwei Päpste heiligesprochen: Papst Johannes und Papst Johannes Paul II.
Da mich innerlich viel mit Papst Johannes Paul II. verbindet, er hatte eine immense Ausstrahlung - und wirkt, wie wir ja immer wieder erleben können, noch über seinen Tod hinaus - freue ich mich ganz besonders, daß die Kirche diesen Schritt schon nach relativ kurzer Zeit geht und nicht erst nach hunderten von Jahren.
Seien wir immer wieder dankbar für diesen segensreichen Papst!

Wenn ich über den anderen Papst, der auch heiliggesprochen wird, nichts schreibe, dann nicht, weil ich ihn nicht schätze sondern weil ich ihn schlicht und einfach nicht kenne.

Und wie schön, daß wir erleben dürfen, daß auch die Nachfolger von Papst Johannes Paul II. Menschen des Gebets sind. Papst Benedikt war ein Freund von Johannes Paul II., hat es jedoch verstanden, seinem Pontifikat ein ganz eigenes Gesicht zu geben. Nach einem so eindrucksvollen Vorgänger eine Leistung, die man einfach anerkennen muß. Ich bin sicher, daß Papst Benedikt XVI. eines Tages zum Kirchenlehrer erhoben werden wird!

In Rom wird es zum Wochenende sicher sehr voll werden. Leider kann ich aus beruflichen Gründen nicht nach Rom fahren. Sicher wird es aber im Fernsehen die Möglichkeit geben, das Geschehen in Rom zu verfolgen. :)

Deinen Ausführungen über JP II ist nichts hinzuzufügen. Johannes XXIII. war ebenfalls ein Papst, der das Beste für die Kirche wollte und darum berief er das 2. Vatikanische Konzil ein, wobei er meinte, dass das Konzil nach einer Session (Ende 1962) beendet sein würde. Aber es kam alles anders: Sämtliche von ihm vorbereitete Schematas wurden „gekillt“, ebenso die bereits ernannten Konzilsberater wurden von den „führenden“ Konzilsvätern abberufen und ihre eigenen ihnen genehmen Periti eingesetzt. Vor allem die westeuropäischen/deutschen Konzilsväter hatten sich bereits im Vorfeld abgesprochen. Damit ist das Konzil bereits von Anfang an vollkommen anders verlaufen als es Papst Johannes XXIII. wollte bzw. sich vorgestellt hatte. Möglicherweise hat dieser Vorgang seine Gesundheit so beeinflusst, dass er ein halbes Jahr nach Ende der ersten Sitzungsperiode verstorben ist. Dass sind Fakten, die bereits am Ende des Konzils 1965 bekannt waren, wenn man die Berichterstattungen verfolgt hatte. Der Historiker Roberto de Mattei hat diese Fakten in seinem Buch über das Konzil bestätigt.
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184

Sonntag, 27. April 2014, 15:37

Heiligsprechung

Heute Vormittag hat Papst Franziskus die Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II. heiliggesprochen. Über die Heiliggesprochenen gibt es Würdigungen in den vorhergehenden Beiträgen. Bei der Messfeier war auch emeritierter Papst Benedikt XVI. anwesend, konzelebrierte jedoch nicht am Altar. Wie zu sehen war, benötigte er zum Gehen einen Stock. Er wurde von vielen Kardinälen/Bischöfen persönlich herzlich begrüßt. Ihm sei weiterhin Gottes Segen für die weiteren Lebensjahre gewünscht. Vielleicht gibt es auch bei seinem Ableben einmal die Rufe „santa subito“, denn sicher ist er der große Theologe unter den letzten 7 Päpsten gewesen. Papa Benedetto, dilectus meus
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185

Freitag, 23. Mai 2014, 16:44

Papst Franziskus im Nahen Osten

Ab morgen, den 24. 5. Ist Papst Franziskus zu einer Pilgerreise im Nahen Osten., Er beginnt in Jordanien und fährt dann nach Israel. Gottes Segen für diese Reise!
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186

Donnerstag, 19. Juni 2014, 16:43

Erweiterung der Bischofskonferenzrechte???
Nachdem bereits vor einigen Monaten Papst Franziskus Bemerkungen in diese Richtung fallen ließ, und auch, dass das 2. Vaticanum noch nicht umgesetzt ist, so las ich heute auf einer Nachrichtenplattform, dass der Papst den Bischofskonferenzen lehramtliche Befugnisse übertragen wolle. Wenn das geschieht dann vollendet der Papst die Wünsche jener Jesuiten, die gegen den Willen Johannes XXIII. als Periti von den westeuropäischen Bischöfen durchgesetzt wurden (Lubac, Rahner usw.) sind und deren Wünsche von der Mehrheit des Konzils verhindert worden war. Wie sagt der Volksmund: „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!“ Außerdem: In keinem Konzilsdokument ist dezidiert von Bischofskonferenzen die Rede sondern diese wurden später nach dem Muster der protestantischen Synoden installiert. Und was von den westeuropäischen Bischofskonferenzen zu halten ist, weiß jeder, der sich mit den kirchlichen Dokumenten und Äußerungen der Bischofskonferenzen beschäftigt. Sie sind sehr oft fast häretisch und gegen die lehramtlichen Aussagen gerichtet. Und wenn man den holländischen Katechismus berücksichtigt, der von der niederländischen Bischofskonferenz approbiert bzw. herausgegeben wurde, so war es ein solcher, der nur so von Irrlehren strotzte. Sollte also der Papst derartiges durchsetzen, dann kommt ein lehramtliches Chaos heraus wie es in der 2.000-jährigen Geschichte der Kirche noch nie gegeben hat, denn ein Land lehrt dann „Hütt“, das Nachbarland „Hott“ so wie es bei den verschiedenen Denominationen der Proteatanten üblich ist, ja wo jede Gemeinde faktisch ihre eigene Lehre hat.
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187

Donnerstag, 19. Juni 2014, 17:19

Erweiterung der Bischofskonferenzrechte???
Nachdem bereits vor einigen Monaten Papst Franziskus Bemerkungen in diese Richtung fallen ließ, und auch, dass das 2. Vaticanum noch nicht umgesetzt ist, so las ich heute auf einer Nachrichtenplattform, dass der Papst den Bischofskonferenzen lehramtliche Befugnisse übertragen wolle. Wenn das geschieht dann vollendet der Papst die Wünsche jener Jesuiten, die gegen den Willen Johannes XXIII. als Periti von den westeuropäischen Bischöfen durchgesetzt wurden (Lubac, Rahner usw.) sind und deren Wünsche von der Mehrheit des Konzils verhindert worden war. Wie sagt der Volksmund: „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!“ Außerdem: In keinem Konzilsdokument ist dezidiert von Bischofskonferenzen die Rede sondern diese wurden später nach dem Muster der protestantischen Synoden installiert. Und was von den westeuropäischen Bischofskonferenzen zu halten ist, weiß jeder, der sich mit den kirchlichen Dokumenten und Äußerungen der Bischofskonferenzen beschäftigt. Sie sind sehr oft fast häretisch und gegen die lehramtlichen Aussagen gerichtet. Und wenn man den holländischen Katechismus berücksichtigt, der von der niederländischen Bischofskonferenz approbiert bzw. herausgegeben wurde, so war es ein solcher, der nur so von Irrlehren strotzte. Sollte also der Papst derartiges durchsetzen, dann kommt ein lehramtliches Chaos heraus wie es in der 2.000-jährigen Geschichte der Kirche noch nie gegeben hat, denn ein Land lehrt dann „Hütt“, das Nachbarland „Hott“ so wie es bei den verschiedenen Denominationen der Proteatanten üblich ist, ja wo jede Gemeinde faktisch ihre eigene Lehre hat.


Diese Nachricht erfüllt mich mit Bestürzung!
Ich bin doch vor 10 Jahren nicht katholisch geworden, um zu erleben, wie die katholische Kirche (fast) jeden Fehler der ev.-luth. Landeskirchen Deutschlands nachmacht. Beispiele aufzuzählen, erspare ich mir jetzt lieber, denn das verdirbt mir noch den restlichen Tag.

Warum nur gibt die katholische Kirche, die doch die Fülle des Lebens besitzt, all' ihre wertvollen Schätze dahin?? Wenn es wirklich so kommen sollte, wie Du, @ Diaconus, geschrieben hast, würde mich das nicht nur traurig machen...
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Dienstag, 24. Juni 2014, 18:14

Kardinal Müller: Papst von „linken Ideologien“ missbraucht
Der ORF veröffentlichte heute auf seiner HP folgende Meldung:
Laut dem Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, wird Papst Franziskus von bestimmten Gruppen „als Leitfigur für ganz bestimmte linke Ideologien“ missbraucht.
Der Kardinal zeigte sich in einem Interview in der aktuellen Ausgabe des österreichischen Missionsmagazins „Alle Welt“ (Päpstliche Missionswerke/„Missio“) gelassen gegenüber seiner medialen Darstellung als „konservativer Gegenspieler“ des Papstes. „Die Leute brauchen halt solche Klischees, damit sie meinen können, den Papst für ihre ideologischen Ziele vereinnahmen zu können.“

Kommentar
Dass linke Ideologen denn Papst und seine Aussagen missbrauchen ist ja nichts Neues. Dazu zählen alle jene Kräfte, die Reformen gegen die Bibel und Lehre der Kirche fordern. Dazu gehören sicher die WisiKi (Wir sind Kirchenzerstörer), Kvu; Laien- und Priesterinitiative usw. Leider muss man jedoch auch feststellen, dass der Papst in seinen Reden nicht Klartext wie die früheren Päpste spricht sondern meist in jesuitischer Manier, die Interpretationen jeder Art großen Spielraum zulässt. Oder sollte doch nachwirken, dass der Papst u. a. Lehrer hatten, die der Befreiungstheologie sehr nahestanden. Auch ist die Überbetonung der Armen in den Reden nicht lehrkonform, da Jesus selbst sagte: „Arme habt ihr immer bei euch, aber mich nicht“ (vgl. Mk 14,7, Mt 26,11, Joh 12,8 ) und damit erfolgt also in erster Linie eine Verkürzung der Lehre auf „Kirche ist Sozialverein“ und das Reich Gottes, das Jesus in den Vordergrund gestellt hat wird mehr oder weniger negiert.
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Mittwoch, 25. Juni 2014, 18:02

Wo es keine Barmherzigkeit gibt!! Bei Einhaltung der Tradition!
Auf der ORF-HP sowie auf katholischen Nachrichtenplattformen wurde gestern Aussagen des Papstes veröffentlicht, die bereits am 10. Juni gegenüber den Franziskaner der Immaculata erfolgt sind.

Der Papst warnte gegenüber der römischen „traditionsverbundenen“ Franziskanerkongregation „Francescani dell’Immacolata“ davor, über die Vorgaben Papst Benedikts XVI. zur Feier der „Alten Messe“ hinauszugehen. In einem Motu proprio von Juli 2007 hatte Benedikt die Feier der sogenannten Tridentinischen Messe unter bestimmten Auflagen wieder zugelassen.

Im August 2013 hatte der Vatikan einen Apostolischen Kommissar für die „Francescani dell’Immacolata“ ernannt, weil der Orden nach dem Motu proprio in seinen weltweit rund 20 Klöstern die Messe im „Alten Usus“ als Standardmessform übernommen hatte. Darüber war es innerhalb des Ordens zu Streit gekommen. Franziskus hatte die Brüder damals angehalten, die Messe regulär in der neuen Liturgie zu feiern, wie sie nach dem Konzil entwickelt wurde.

Im Gespräch mit den Brüdern, die Fragen an den Papst richten konnten, betonte dieser nun nochmals, die Regelung zur „Alten Messe“ verlange das Einverständnis der zuständigen Autoritäten. Die Beschlüsse des Zweiten Vatikanums stünden zudem ganz in der Kontinuität der Kirche.

Kommentar
Was geht es eigentlich den Vatikan an, wann ein gültiges Moto propio des Vorgängerpapstes innerhalb des Ordens als Standardmesse des Ordens gefeiert wird. Und wenn einzelne Brüder nicht damit einverstanden sind, dann können sie aus dem Orden austreten, wenn sie nicht bereit sind ihrem Gehorsamsgelübde gegenüber ihren Vorgesetzten zu folgen. Scheinbar will der Papst das 2. Vaticanums nach seinem Gutdünken auslegen, denn in der Konstitution „Sacrosantum concilium“ ist weder von der Abschaffung von Latein als Liturgiesprache die Rede noch dass nur die reformierte Messe zu erlauben sei und die Form der „Missa tridentina“ verboten werden muss. Was ist das Barmherzigkeitsgefasel wert, wenn es nicht auch für jene gilt, die in der Tradition der Kirche bleiben wollen und denen sofort ein Apostolischer Kommissar vor die Nase gesetzt wird, was beim Papst Benedikt XVI. ziemlich sicher nicht der Fall gewesen wäre, denn weder eine Häresie noch ein Schisma hat der Orden begangen. Und die von ihm genannten Autoritäten haben nur dann ihre Zustimmung zu geben, wenn diese außerhalb des Ordens als Pfarre gefeiert werden, ansonsten haben nach dem Kirchenrecht keine Bischöfe Einfluss auf die Orden zu nehmen, außer es passiert etwas was als Häresie oder Schisma zu qualifizieren wäre. Die Anwendung eines päpstlichen Motu propio ist weder das eine noch das andere. Glaubwürde würde dieser Papst erst dann wenn er genauso gegen die Modernisten mit ihren liturgischen Purzelbäumen vorgehen würde aber die würden wohl seinen Anordnungen nicht folgen und da müsste er dann durchgreifen. Mehr will ich nicht schreiben sonst müsste ich Worte von Thomas von Aquin sowie Robert Bellarmin, der bei der Umsetzung des Konzils von Trient sehr wesentlich führend war, zitieren.
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190

Mittwoch, 25. Juni 2014, 19:05

Ergänzung zu den Franziskanern der Immaculata
Soeben habe ich gesehen, dass auf einer katholischen Diskussionsplattform, die im letzten Jahr zur Franziskus-Jubelplattform mutiert ist, weil die Administratorin den Fischerring küssen durfte, auch andere Diskutanten feststellten, dass es ungerecht vom Papst sei die Franziskaner so zu behandeln und die Missbräuche des Ordo Novus ganz einfach zu akzeptieren und nicht einzugreifen.
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Mittwoch, 16. Juli 2014, 17:32

Wieder ein Interview mit Eugenio Scalfari
Missbrauch, Mafia, Zölibat – Doch die Aussagekraft der Papst-Gespräche mit „La Repubblica“ bleibt zweifelhaft
. So ein Artikel von Guido Horst in der Tagespost, der am 14. 7 erschienen ist.

Zitat

Rom (DT) Wieder ein Gespräch des Papstes mit dem neunzig Jahre alten Gründer der Zeitung „La Repubblica“, Eugenio Scalfari. Und wieder – wie im Oktober 2013 – hat es in dem Blatt, das als publizistisches Flaggschiff des italienischen Laizismus die links-liberale Seele des Landes verkörpert, eine breite Aufmachung gefunden. Diesmal nicht als Interview im eigentlichen Sinn, sondern als Bericht über ein Gespräch, aber mit langen Zitaten aus dem Munde von Franziskus. Am Sonntag ist es erschienen, mit dem entsprechenden Medienecho, das aber doch nicht so stark war, dass es den entschiedenen Appell des Papstes nach dem Gebet des Angelus zur Verhinderung eines offenen Nahost-Kriegs (siehe unten) hätte übertönen können. Nachdem man vor einem knappen Jahr erfahren hatte, dass Scalfari seine Interviews – auch die mit dem Papst – nicht aufzeichnet oder sie mitschreibt, sondern im Anschluss aus der Erinnerung zu Papier bringt, ist ihre Aussagekraft nicht sehr hoch einzuschätzen. So musste einer Meldung der Katholischen Nachrichten-Agentur zufolge Vatikansprecher Federico Lombardi auch diesmal gleich nach der Veröffentlichung erklären, bei dem Gespräch handele es sich nicht um ein autorisiertes Interview im eigentlichen Sinne. Wie schon im Oktober 2013 werde Franziskus teilweise mit Aussagen zitiert, die er so nicht gemacht habe.

Der Link zu dem kompletten Tagespost-Artikel
http://www.die-tagespost.de/Wieder-ein-I…i;art456,153439

Kommentar
Bereits im Herbst vorigen Jahres hat Scalfari ein „Interview“ mit dem Papst veröffentlicht und der vatikanische Pressesprecher Federico Lombardi musste „ausrücken“ um Klarastellungen herzustellen. Dasselbe passierte nunmehr ein knappes Jahr später noch einmal, wobei festzustellen ist, dass das Interview vom vorigen Jahr auf der Vatikan-Webseite neuerlich erschienen ist, obwohl es voriges Jahr nach einiger Zeit zurückgezogen worden war. Ich verweise auch in diesem Zusammenhang auf meinen Kommentar von 7, Jänner 2014 auf den Tagespostartikel von Guido Horst. Nach dem Artikel ging die Interview-Aufforderung an Scalfari von Seiten des Papstes aus.

Ich habe aufgrund meines Alters bisher sechs Päpste erlebt, aber keiner von ihnen hatte so einen „Sprechdurchfall“ wie dieser, sei es mit den täglichen Franziskus-Perlen, mit Interviews auf Reisen usw. usw. Aber so. Es gibt ein Sprichwort: “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ bzw. auch „Einer der weiß, wann er schweigen muss, ist ein Weiser.“ Und wie kann jemand neuerlich zu einem Interview oder Gespräch eingeladen werden, der im vorherigen Unwahrheiten veröffentlicht hat, also „Sch.,..“ gebaut hat. Wer so handelt und einem der Unwahrheiten in die Öffentlichkeit bringt ein neuerliches Gespräch bzw. Interview gewährt, bei dem darf wohl verschiedenes in Frage gestellt werden.
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192

Mittwoch, 16. Juli 2014, 21:58

Wieder ein Interview mit Eugenio Scalfari
Missbrauch, Mafia, Zölibat – Doch die Aussagekraft der Papst-Gespräche mit „La Repubblica“ bleibt zweifelhaft
. So ein Artikel von Guido Horst in der Tagespost, der am 14. 7 erschienen ist.

Zitat

Rom (DT) Wieder ein Gespräch des Papstes mit dem neunzig Jahre alten Gründer der Zeitung „La Repubblica“, Eugenio Scalfari. Und wieder – wie im Oktober 2013 – hat es in dem Blatt, das als publizistisches Flaggschiff des italienischen Laizismus die links-liberale Seele des Landes verkörpert, eine breite Aufmachung gefunden. Diesmal nicht als Interview im eigentlichen Sinn, sondern als Bericht über ein Gespräch, aber mit langen Zitaten aus dem Munde von Franziskus. Am Sonntag ist es erschienen, mit dem entsprechenden Medienecho, das aber doch nicht so stark war, dass es den entschiedenen Appell des Papstes nach dem Gebet des Angelus zur Verhinderung eines offenen Nahost-Kriegs (siehe unten) hätte übertönen können. Nachdem man vor einem knappen Jahr erfahren hatte, dass Scalfari seine Interviews – auch die mit dem Papst – nicht aufzeichnet oder sie mitschreibt, sondern im Anschluss aus der Erinnerung zu Papier bringt, ist ihre Aussagekraft nicht sehr hoch einzuschätzen. So musste einer Meldung der Katholischen Nachrichten-Agentur zufolge Vatikansprecher Federico Lombardi auch diesmal gleich nach der Veröffentlichung erklären, bei dem Gespräch handele es sich nicht um ein autorisiertes Interview im eigentlichen Sinne. Wie schon im Oktober 2013 werde Franziskus teilweise mit Aussagen zitiert, die er so nicht gemacht habe.

Der Link zu dem kompletten Tagespost-Artikel
http://www.die-tagespost.de/Wieder-ein-I…i;art456,153439

Kommentar
Bereits im Herbst vorigen Jahres hat Scalfari ein „Interview“ mit dem Papst veröffentlicht und der vatikanische Pressesprecher Federico Lombardi musste „ausrücken“ um Klarastellungen herzustellen. Dasselbe passierte nunmehr ein knappes Jahr später noch einmal, wobei festzustellen ist, dass das Interview vom vorigen Jahr auf der Vatikan-Webseite neuerlich erschienen ist, obwohl es voriges Jahr nach einiger Zeit zurückgezogen worden war. Ich verweise auch in diesem Zusammenhang auf meinen Kommentar von 7, Jänner 2014 auf den Tagespostartikel von Guido Horst. Nach dem Artikel ging die Interview-Aufforderung an Scalfari von Seiten des Papstes aus.

Ich habe aufgrund meines Alters bisher sechs Päpste erlebt, aber keiner von ihnen hatte so einen „Sprechdurchfall“ wie dieser, sei es mit den täglichen Franziskus-Perlen, mit Interviews auf Reisen usw. usw. Aber so. Es gibt ein Sprichwort: “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ bzw. auch „Einer der weiß, wann er schweigen muss, ist ein Weiser.“ Und wie kann jemand neuerlich zu einem Interview oder Gespräch eingeladen werden, der im vorherigen Unwahrheiten veröffentlicht hat, also „Sch.,..“ gebaut hat. Wer so handelt und einem der Unwahrheiten in die Öffentlichkeit bringt ein neuerliches Gespräch bzw. Interview gewährt, bei dem darf wohl verschiedenes in Frage gestellt werden.


Ob ein Neunzigjähriger noch so ein gutes Gedächtnis hat, daß er ohne Aufnahmegerät oder Mitschreiben ganze Sätze des Papstes (oder einer anderen Person...) zitieren kann? Daran habe ich meine Zweifel.
Obwohl ich doch viel jünger bin, würde ich mir eine solche Gedächnisleistung jedenfalls nicht zutrauen. Es ist wohl ziemlich sicher, daß der Papst vieles nicht so gesagt hat, wie es in dem linksliberalen Blatt gebracht worden ist.
Was unseren Papst dazu bewegt, sich noch einmal auf ein sogenanntes "Interview" mit diesem Zeitungsverleger einzulassen, ist für mich nicht nachzuvollziehen. Auf seine Begründung wäre ich neugierig. Aber vielleicht möchte er diese ja als ein Geheimnis für sich bewahren... ;)
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Mittwoch, 30. Juli 2014, 18:14

Papst bittet Evangelikale um Vergebung für Verfolgungen
Die nachfolgende Meldung wurde am 28. 7. auf der HP von Religion-ORF veröffentlicht und diese bezog sich auf eine Katholische Agentur.

Zitat

Beim ersten Besuch eines Papstes in einer christlichen Pfingstgemeinde hat Franziskus am Montag Evangelikale und Pfingstler um Vergebung für Übergriffe und Verunglimpfungen durch Katholiken gebeten.
„Unter jenen, die die Mitglieder der Pfingstgemeinden verfolgt oder verurteilt haben, als ob sie Verrückte seien, die die Menschheit zerstören, waren auch Katholiken“, sagte der Papst am Montag vor rund 200 Menschen im italienischen Caserta nördlich von Neapel. Franziskus fuhr fort: „Ich bin der Hirte der Katholiken und bitte euch deshalb um Vergebung für jene katholischen Brüder und Schwestern, die vom Teufel besessen waren und nichts verstanden haben“. Er sei gekommen, um „Brüder“ zu treffen, die ihn seinerseits vorher besucht hätten.

Kommentar
Werter Oberster Hirte im Petrusamt! Und wer entschuldigt sich bei der Hl. Mutter Kirche, die seit der Existenz der Evangelikalen und Pfingstlern von diesen als die „Hure Babylons“ bezeichnet wird und deren Diener, die Kleriker, die als Götzendiener und vom Teufel besessen sind, eingestuft werden. Ihre obigen Aussagen sind genau jene, mit der die Evangelikalen und Pfingstler uns, nämlich die Hl. Mutter Kirche und ihre geweihten Diener so bezeichnet. Aktuell nachzulesen in Diskussionsbeiträgen auf evangelikalen Websites auf denen ich u. a. ständig surfe. Also bin ich, nach dieser Terminologie der Evangelikalen, als Kleriker ein vom Teufel besessener Götzendiener. Danke,, dass Sie mich so einstufen.

Außerdem widersprechen Sie mit Ihrer falschen Demutsbezeigung dem 2. Vaticanum, LG Nr. 8, 2. Absatz, dem 1. und 2. Satz wo es bezüglich der Hl. Mutter Kirche, der römisch-katholischen, heißt: „Dies ist die einzige Kirche Christi, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische bekenen (Leo XIII.) Sie zu weiden, hat unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen (Joh 21,17), ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung übertragen (vgl. Mt 28,18 ff), für immer hat er sie als „Säule und Feste der Wahrheit“ errichtet (1 Tim 3,15).“Dass ich Sie kritisiere gibt mir das Recht der Pastoralregel des Gregor des Großen, der feststellte, dass jeder Gläubige verpflichtet ist, einen Vorsteher zu kritisieren, der gegen Lehre und Interessen der Hl. Mutter Kirche handelt. Und Sie sind als Ausübender des Petrusamtes der Oberste Hirte der Kirche. Am Rande sei auch erwähnt, dass Sie jene, die treu zur Offenbarung und Lehre der Kirche stehen, also gerne von reformatorischen internen Feinden der Kirche als „Tradis“ oder „Fundamentalisten“ tituliert werden, in der Vergangenheit in mehreren Ihrer Ansprachen herabgewürdigt, um nicht zu sagen beschimpft haben. Aber das ist vielleicht so die „feine jesuitische Art“ der Kritik an jenen, die die Tradition hochhalten und auf denen die Kirche bauen kann. Denn auf jene „Progressiven“, die die Kirche protestantieren wollen, kann sich die Kirche ja nicht stützen denn die wollen die Kirche „an die Wand fahren.“ Ich erspare mir jene Worte, die Thomas von Aquin und Robert Bellarmin für so eine Haltung gefunden haben.
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Dienstag, 5. August 2014, 17:47

Papst rehabilitiert Nicaraguas Ex-Außenminister
Heute war auf der Religio-HP des ORF folgende Nachricht zu lesen.

Zitat

Der suspendierte Priester und Ex-Außenminister Nicaraguas Miguel D’Escoto soll nach 30 Jahren sein Priesteramt wieder ausüben dürfen. Er war 1984 von Papst Johannes Paul II. suspendiert worden.
Papst Franziskus habe das 1984 gegen den Geistlichen verhängte kirchliche Interdikt aufgehoben, berichtete am Montag das offizielle Regierungsportal El 19 in Managua. Der heute 81-jährige D’Escoto war 1984 von Papst Johannes Paul II. suspendiert worden, nachdem der den linken Befreiungstheologen nahestehende Priester fünf Jahre zuvor in die sandinistische Regierung eingetreten war. Die nach Kirchenrecht geltende „cessatio a divinis“ untersagte ihm seitdem jede kirchliche Amtshandlung.
D’Escoto habe sich selbst in einem Brief an Franziskus gewandt, erklärte Radio Vatikan. Darin habe er seinen Wunsch geäußert, „vor seinem Tod“ noch einmal die Heilige Messe lesen zu dürfen. Diesem Wunsch habe der Papst entsprochen. Der in den USA geborene Priester war von 1979 bis 1990 nicaraguanischer Außenminister - nach dem Sieg der sandinistischen Revolution. Zwischen 2008 und 2009 war er auch Präsident der UNO-Vollversammlung.

Kommentar
Soweit ich über das Kirchenrecht informiert bin, ist es Kleriker verboten eine politische Funktion auszuüben und so wurde D’Escoto vollkommen berechtigt von JP II suspendiert. Dazu kommt noch, dass er Außenminister der Sandinisten, also einer kommunistischen Regierung war. Außerdem war er ja 2008/2009 auch Präsident der UNO-Vollversammlung, also ebenfalls eine politische Position. Dieser Papst kann wirklich nicht verleugnen, dass er ein Schüler von Professoren der Befreiungstheologie ist mit denen er ja noch immer Kontakt hat und die er in typisch jesuitischer Manier im Untergrund unterstützt. Anders handelt dieser Papst nur gegen jene, die treu zur Hl. Mutter Kirche und ihrer Lehre stehen wie die Franziskaner der Immaculata, die von einen wütend-agierenden päpstlichen Kommissar komplett zerstört wurden, obwohl sie weder Häretiker noch Schismatiker waren und deren einzige Schuld das Feiern der Messe im außerordentlichen Ritus war, der jedoch weder vom 2. Vaticanum verboten worden war und der von Papst Benedikt mit einem Motu propio wieder voll erlaubt worden ist. Und was ist mit der Visitation und dem Priesterweiheverbot des Opus-Dei-Bischofs in Paraguay, der 2005 von Benedikt berufen worden ist und der sofort von den anderen paraguayischen Bischöfen angegriffen worden war weil er der Befreiungstheologie nicht nahestand. Während diese anderen Bischöfe in ihren Priesterseminaren große Leere aufweisen, hat der Opus-Dei-Bischof in seinem Seminar fast 270 Seminaristen. Solche Lehramtstreue und Traditionalisten in der Kirche sind nicht nur zu beschimpfen sondern auszumerzen, so scheint die Linie dieses Papstes zu sein. Interessant dabei ist auch, dass in diesen „Disziplinierungen“ immer auch südamerikanische Kardinäle, die der Befreiungstheologie nahestehen, involviert sind, was auch viel aussagt.
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195

Dienstag, 5. August 2014, 21:34

Könnte es nicht sein, daß es sich in dem Fall des über 80jährigen Priesters nur um einen Akt der Barmherzigkeit des Papstes handelt? In dem Bericht steht, daß er sich mit der Bitte an den Papst gewandt habe, vor seinem Tod noch einmal die Heilige Messe lesen zu dürfen. - Da ich zu wenig über diese Vorgänge weiß, kann ich mir natürlich kein Urteil erlauben...

Andererseits finde ich es bedenklich, daß Papst Franziskus sich einfach über das Urteil von Papst Johannes Paul II. hinweg setzt. Oder meint er eventuell, daß der Priester hart genug gestraft sei und man ihm nun verzeihen müsse? Jedenfalls hat der Priester über lange Zeit politische Ämter (und dazu noch in einem kommunistischen Regime) ausgeübt, obwohl Klerikern nach kirchlichem Recht das nicht erlaubt ist. Aus den Berichten geht in meinen Augen jedenfalls nicht hervor, daß dieser Priester sein Handeln bereut hat...
Die einzige Erklärung scheint tatsächlich zu sein, daß der Papst hier einen Akt der Barmherzigkeit ausgeübt hat.
Obl.OSB

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Mittwoch, 17. September 2014, 16:57

Geschiedene: Hardliner-Protest gegen Papst-Kurs
So berichtet heute der ORF auf seiner Religions-HP, indem er sich auf eine Buchbesprechung in der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ (Mittwoch-Ausgabe) bezieht.

Fünf Kardinäle protestieren in einem Buch gegen den neuen Kurs von Papst Franziskus, der mehr Offenheit gegenüber geschiedenen Katholiken zeigt. Es ist die erste öffentliche Stellungnahme gegen den Kurs des Papstes.

Die fünf Kardinäle sind der Präfekt der Glaubenskongregation Gerhard Ludwig Müller, Kardinal Raymond Leo Burke, Präfekt der apostolischen Signatur, Walter Brandmüller, emeritierter Präsident des päpstlichen Komitees für historische Wissenschaften, Erzbischof von Bologna, Carlo Caffarra, einem der Theologen, die Papst Johannes Paul II. bei Themen zur Familie am nächsten standen, und Velasio De Paolis, emeritierter Präsident der Präfektur für die Wirtschaftsaktivitäten.

Jeder dieser Kardinäle schrieb in dem Buch einen Beitrag gegen einen Bericht, den Kardinal Walter Kasper im Auftrag des Papstes vor dem Konsistorium im Februar verfasst hatte und für den ihn der Papst wegen der theologischen Tiefe von Kaspers Ausführungen ausdrücklich gelobt hatte. Kasper plädierte in diesem Bericht dafür, wiederverheiratete Geschiedene unter bestimmten Voraussetzungen zum Empfang der Kommunion zuzulassen. Das sei nicht gegen die Moral oder gegen die Doktrin. Es gehe vielmehr um eine „realistische Anwendung der Doktrin angesichts der aktuellen Situation“. Die Barmherzigkeit der Kirche müsse demjenigen, der einen neuen Anfang plant, einen Ausweg sichern. „Die Kirche kann einen neuen Weg finden, damit wiederverheiratete Geschiedene nach einer Bußzeit wieder zu den Sakramenten zugelassen werden“, erklärte der Kardinal in diesem Vortrag vor dem Kardinalkonsistorium.

Kommentar
Dass Kardinal Kaspar in vielen seiner Wortmeldungen, Berichte, Vorträge usw. sehr oft knapp an die Grenze zur Häresie geht ist ja seit vielen Jahren nichts Neues mehr. Und was über diesen Vortrag zu lesen war, war eine eindeutige Stellungnahme gegen die Worte Jesu in den Antithesen zur Bergpredigt (Mt 5,31-33) wo er eindeutig gesagt hat, „wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch.“ Also sind sakramental Verheiratete, die zivilrechtlich geschieden wurden und sich wieder verheirateten ständige Ehebrecher. So ist die Lehre Jesu und der Kirche seit der apostolischen Zeit. Und wer diese Lehre und damit die eindeutigen Worte Jesu relativieren will, der ist ein Häretiker. Diese 5 Kardinäle, die eindeutig die Worte Jesu und die Lehre der Kirche vertreten und verteidigen sind somit kirchen- und lehramtstreu und sind daher keine Hardliner, wie sie in dem Artikel bezeichnet werden, sondern alle jene, die nicht genau dies nicht vertreten sind Häretiker und unterminieren die Kirche. Und vor derartigen Häretikern hat schon Karl Rahner vor seinem Tod 1984 gewarnt und ihnen aus redlichem Charakter empfohlen, die Kirche, die nicht mehr die ihre ist, zu verlassen. Und in der Pastoralregel Gregor des Großen wird festgelegt, dass die Gläubigen verpflichtet sind Vorsteher zu kritisieren, die gegen die Lehre der Kirche verstoßen. Und wenn der Papst derartiges lobt, wie den Bericht Kaspars, wird er berechtigt kritisiert, denn auch er ist ein Vorsteher und zwar jener der ganzen Kirche. Außerdem haben Thomas von Aquin und Robert Bellarmin in Schriften festgestellt, dass auch einmal ein Papst ein Häretiker sein könnte. Sind wir nun in dieser Zeit angelangt? Denn selbst die Renaissance-Päpste mit ihrem ausschweifenden Leben haben sich gescheut die Worte Jesu und die Lehre der Kirche zu verändern.
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diaconus

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Freitag, 24. Oktober 2014, 16:47

Realitätsfern?
Wie auf mehreren Nachrichtenplattformen zu lesen war, fordert der Papst die Abschaffung der lebenslänglichen Haft und meinte dazu, dies sei eine versteckte Todesstrafe. So geschehen am Donnerstag vor einer Delegation der Internationalen Vereinigung von Strafrechtlern. Und zur Untersuchungshaft meinte er, dass diese als verfrühte Strafe vor der Verurteilung missbraucht wird und wenn diese als Maßnahme gegenüber einem mehr oder weniger Verdächtigten angewandt wird - eine Art illegale versteckte Strafe ist, die nur den Anschein von Legalität hat.

Kommentar
Ich frage mich hier schon ob hier ein Mensch spricht, der wirklich die Realität kennt oder einer jener „Gutmenschen“, die sehr oft das Opfer zum Täter machen wollen und den Täter zum Opfer. Aber für jemanden, der sein Studium bei Befreiungstheologen gemacht hat und noch immer mit diesen Lehrern in Kontakt ist, kann wohl nichts anderes erwartet werden. Da spricht wohl einer, der von den Rechtsystemen der wirklich zivilisierten Völker wohl keine Ahnung hat und vielleicht die Rechtssysteme von „Bananenrepubliken“ als Maßstab nimmt. Denn eine lebenslange Haftstrafe wird dort verhängt wo eine entsprechende Gewalttat, in der Regel ein Mord, aus niederen Motiven erfolgt – zBspl. Raubmord – ist. Außerdem wird dadurch auch die Gesellschaft von der #Gefahr vor Wiederholungstätern geschützt, denn es ist bekannt, dass derartige Täter infolge einer „Freilassung wegen guter Führung“ sehr oft eine hohe Rückfallquote haben. Dass weiß jeder, der die Welt mit offenen Augen betrachtet und deren Geschehen verfolgt. Und in Untersuchungshaft werden nur Menschen aus gewissen Gründen übergeführt, wenn vor allem Verschleierungs-/verdunklungs-, Wiederholungs- oder Fluchtgefahr besteht. gibt. Außerdem gibt es in zivilisierten Ländern in Abständen gesetzlich Haftprüfungstermine für jene, die sich in Untersuchungshaft befinden. Dies ist das sechste Pontifikat, das ich bewusst erlebe, aber vorher gab es keinen Pontifex der einen derartigen Bla-bla-Nonsens von sich gegeben hat. Da kann mur nur sagen: „Schuster bleib bei deinen Leisten“ – recte wärst Du doch als Seelsorger in den Favelas geblieben. Du schadest der Hl. Mutter Kirche und ihrer Lehre genauso wie die linken Progressisten und Modernisten.
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Teresa

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198

Freitag, 24. Oktober 2014, 17:13

Ob unser Papst noch mit linken Befreiungstheologen Verbindung hat, weiß ich nicht. Wenn es tatsächlich so wäre, dann wüßte ich gerne den Namen!

In der Sache stimme ich jedoch mit Dir überein: Weshalb muß sich der Papst nun plötzlich in juristische Sachverhalte einmischen? ?(
Der einzige Grund, dies zu tun, wäre, wenn Menschen wirklich Unrecht geschähe. Wie das Rechtssystem heutzutage in Argentinien funktioniert, weiß ich nicht. Es ist aber sicher nicht auf alle Länder übertragbar - und schon gar nicht auf europäische.
Natürlich wissen wir, daß es bei uns vor allem darauf ankommt, wer den besten Rechtsanwalt hat. Gerechtigkeit von richterlicher Seite? Oftmals oder meistens Fehlanzeige! Leider! :(
Aber bei eindeutigen Sachverhalten im Strafrecht ist es auch bei uns in Deutschland so, wie Du es beschreibst. Da geht man mit den Straftätern (vor allem den Mördern) eher noch zu mild um, so kommt es mir jedenfalls vor. Leider wird das Opfer einer Straftat oftmals nicht genug gesehen in dem Bemühen dem Straftäter ja nur gerecht zu werden, wie Du ja vollkommen richtig schreibst. Und die Sicherheit der Gesellschaft sollte ja wohl auch geschützt werden, es passiert trotzdem noch viel zuviel. ;(
Was mag bloß in unseren Papst gefahren sein, daß er solche Dinge verbreitet? ?( Ob das vielleicht eine Zeitungsente ist? Vielleicht eine falsche Übersetzung? ...bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.
Aber er muß etwas in der Richtung gesagt haben, denn selbst seine Gegner können nicht einfach wahllos erfundene Geschichten über ihn verbreiten. Oder?
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Freitag, 24. Oktober 2014, 17:44

@ Teresa

Zitat

Ob unser Papst noch mit linken Befreiungstheologen Verbindung hat, weiß ich nicht. Wenn es tatsächlich so wäre, dann wüßte ich gerne den Namen!

Lucio Gera war sein Professor und diesen hat er auch als Papst im Vatikan empfangen und D’Escota wurde 1986 von Papst Johannes Paul II u. a. auch deshalb suspendiert, da er sich als Außenminister der sadinistischen Regierung (Kommunisten) „betätigte“ und Papst Franziskus hub heuer die Suspendierung auf. Lese bitte dazu meine Beiträge 29.3., 26.4., 6. 7., 14. 7 und 31. 7. 2013

Zitat

Ob das vielleicht eine Zeitungsente ist? Vielleicht eine falsche Übersetzung?

Diese Meldung wurde u. a. auch von der offiziellen katholischen Nachrichtenagentur veröffentlicht.
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Freitag, 24. Oktober 2014, 19:32

Ein Beitrag aus einem anderen Forum
Ausnahmsweise stelle ich einen Beitrag des Users Kat…. In den Blog weil er eine Wahrheit ausspricht, die alle lehramtstreuen Katholiken betrifft, die momentan ihre Probleme mit dem Pontifex haben. Der User ist mir als sehr strenger lehramtstreuer Theologe seit einigen Jahren auf dieser Diskussionsplattform bekannt.

Zitat

Gerade die Katholiken, die sich unter den letzten beiden Pontifikaten besonders durch Lehramtstreue ausgezeichnet und das stärkste Fundament dafür in den jeweils amtierenden Päpsten gefunden haben, scheinen größte Schwierigkeiten damit zu haben, zu erfassen, was die Stunde geschlagen hat.

Ein inneres Hemmnis, eine selbst auferlegte Denkschranke, ja geradezu ein Tabu scheint sie daran zu hindern, die wirklich zahlreichen Alarmsignale als solche wahrzunehmen, die seit dem 13. März 2013 am laufenden Band von Rom in alle Welt ausgesendet werden. Jede scheinbar beruhigende Nachricht, die man so interpretieren kann, daß der seither amtierende Papst ja doch immer noch katholisch wäre, wird euphorisch als Beweis der Kontinuität der Pontifikate gefeiert.

Alle Unkenrufer, die auf einen radikalen Richtungswechsel aufmerksam zu machen versuchen, werden sofort als Lefebvreisten oder gar Sedisvakantisten verdächtigt, obwohl doch gerade die eine negative Kontinuität seit JXXIII. postulieren.
Preis den Herrn!