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Christliche Spiritualität

Antworten im Thema: 168 » Der letzte Beitrag (15. Juni 2016, 11:06) ist von diaconus.

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41

Samstag, 4. August 2012, 11:15

Johannes Maria Vianney, Pfarrer von Ars
Der Widerstreit im Menschen

Ihr möchtet zu Gott gehören und gleichzeitig der Welt gefallen. Wisst ihr, was mit solchen Menschen ist? Das sind Menschen, die den Glauben noch nicht ganz verloren haben und in denen irgendwie noch der Wille ist, Gott zu dienen. Denn sie tadeln die, die den Gottesdienst nicht mehr besuchen, aber sie haben nicht genug Mut, mit der Welt zu brechen und sich auf die Seite Gottes zu stellen. Diese Leute möchten nicht verdammt werden, aber sie möchten sich auch nicht abmühen. Sie hoffen gerettet zu werden, ohne sich allzuviel Gewalt anzutun. Sie denken, Gott hätte sie in seiner Güte nicht erschaffen, um sie zu verlieren. Darum würde er ihnen bei der Schlussabrechnung auch vergeben.
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42

Mittwoch, 8. August 2012, 10:54

Dominikus
Neunmal vor Gott

Aufrecht stehend und sich verneigend
Ausgestreckt auf der Erde
Erleidend
Stehend und kniend vor Gott
Hand in Hand mit Gott
Mit ausgestreckten Armen und die Welt umfassend
Wie ein Pfeil gegen den Himmel schnellend
Sitzend vor Gott
In Bewegung unterwegs.
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43

Donnerstag, 9. August 2012, 10:58

Edith Stein - Theresia Benedicta vom Kreuz (a Cruce)

Gottverlassenheit

Wie Jesus in seiner Gottverlassenheit sich in die Hände des unsichtbaren und unbegreiflichen Gottes übergab, so wird die Seele sich hineinbegeben in das mitternächtliche Dunkel des Glaubens, der der einzige Weg zu dem unbegreiflichen Gott ist. So wird ihr die mystische Beschauung zuteil.,.... sie allein entspricht dem unfasslichen Gott, der den Verstand blendet und ihm als Finsternis erscheint... Es ist ein inneres Berührtwerden und ein Erfahren Gottes, das die Kraft hat, von allen geschaffenen Dingen loszulösen und emporzuheben und zugleich in seine Liebe zu versenken, die ihren Gegenstand nicht kennt....
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44

Samstag, 11. August 2012, 11:13

Klara von Assisi
An Ihre Schwestern

Was du hältst, das halte weiter fest, was du tust, das tue weiter, lass nicht ab. In raschem Lauf, mit leichtem Schritt und ohne mit dem Fuß anzustoßen, so dass dein Schritt den Staub kaum mehr berührt, sicher, freudig und behend und zugleich achtsam sollt du schreiten auf dem Weg der Seligkeit. Verweigere dein Vertrauen oder Einsverständnis allem, was dich von diesem Vorsatz abzubringen sucht, was dir ein Stein auf deinem Wege werden könnte, so dass du nicht in der Vollkommenheit, zu der des Herrn Geist dich rief, dem Allerhöchsten das Gelobte halten solltest.
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45

Montag, 13. August 2012, 19:12

Aus Persien
Ein Augenblick der Seelenruhe ist besser als alles, was du sonst erstreben magst.
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46

Montag, 13. August 2012, 19:41

Aus Persien
Ein Augenblick der Seelenruhe ist besser als alles, was du sonst erstreben magst.


Ist das ein persisches Sprichwort?
Ich denke, daß man dieses Spruch doch in vielfältiger Weise hinterfragen könnte.
Ein erster Anfang: Was genau ist mit Seelenruhe gemeint? Wodurch kann man sie erlangen? Hat sie originär etwas mit dem Christentum zu tun oder kann sie nicht auch durch Meditation oder - sogar Verdrängung - hervorgerufen werden?

Neuer Ansatz: Wieso soll ein Augenblick der Seelenruhe besser sein als etwas anderes? Wie passen hier Momente des Glücks oder der Zufriedenheit hinein? Sind diese nicht auch erstrebenswert?

Es könnte sich hier um eine Lebensweisheit handeln, die nicht unbedingt etwas mit unserem christlichen Glauben zu tun haben muß, dennoch ein weises Wort ist...
Obl.OSB

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47

Montag, 13. August 2012, 19:54

Aus Persien
Ein Augenblick der Seelenruhe ist besser als alles, was du sonst erstreben magst.


Ist das ein persisches Sprichwort?
Ich denke, daß man dieses Spruch doch in vielfältiger Weise hinterfragen könnte.
Ein erster Anfang: Was genau ist mit Seelenruhe gemeint? Wodurch kann man sie erlangen? Hat sie originär etwas mit dem Christentum zu tun oder kann sie nicht auch durch Meditation oder - sogar Verdrängung - hervorgerufen werden?

Neuer Ansatz: Wieso soll ein Augenblick der Seelenruhe besser sein als etwas anderes? Wie passen hier Momente des Glücks oder der Zufriedenheit hinein? Sind diese nicht auch erstrebenswert?

Es könnte sich hier um eine Lebensweisheit handeln, die nicht unbedingt etwas mit unserem christlichen Glauben zu tun haben muß, dennoch ein weises Wort ist...

Ich habe diesen persischen Spruch in einer Benediktiner-.Zeitschrift gefunden wo er nur so eingestellt gewesen ist. Auch ich bin der Meinung, dass es nicht unbedingt eine christliche Weisheit ist, aber ich finde er passt auch ins Christentum. Für Morgen habe ich aus derselben Zeitschrift einen Spruch aus Indien auf „Lager“.

Du verweist auf Zufriedenheit und Glück, wie die zur Seelenruhe passen? Ich glaube, dass auch Zufriedenheit und Glück sehr wohl eine Auswirkung auf die Seelenruhe haben.
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Montag, 13. August 2012, 21:27

Aus Persien
Ein Augenblick der Seelenruhe ist besser als alles, was du sonst erstreben magst.


Ist das ein persisches Sprichwort?
Ich denke, daß man dieses Spruch doch in vielfältiger Weise hinterfragen könnte.
Ein erster Anfang: Was genau ist mit Seelenruhe gemeint? Wodurch kann man sie erlangen? Hat sie originär etwas mit dem Christentum zu tun oder kann sie nicht auch durch Meditation oder - sogar Verdrängung - hervorgerufen werden?

Neuer Ansatz: Wieso soll ein Augenblick der Seelenruhe besser sein als etwas anderes? Wie passen hier Momente des Glücks oder der Zufriedenheit hinein? Sind diese nicht auch erstrebenswert?

Es könnte sich hier um eine Lebensweisheit handeln, die nicht unbedingt etwas mit unserem christlichen Glauben zu tun haben muß, dennoch ein weises Wort ist...

Ich habe diesen persischen Spruch in einer Benediktiner-.Zeitschrift gefunden wo er nur so eingestellt gewesen ist. Auch ich bin der Meinung, dass es nicht unbedingt eine christliche Weisheit ist, aber ich finde er passt auch ins Christentum. Für Morgen habe ich aus derselben Zeitschrift einen Spruch aus Indien auf „Lager“.

Du verweist auf Zufriedenheit und Glück, wie die zur Seelenruhe passen? Ich glaube, dass auch Zufriedenheit und Glück sehr wohl eine Auswirkung auf die Seelenruhe haben.


Also sind Zufriedenheit und Glück irgendwie Bestandteil der Seelenruhe.

Solche Sprüche rufen in mir den "Drang zum Philosophieren" hervor. ;) :D ;)
Ich könnte dazu noch seitenlang schreiben, aber ich möchte ja niemanden langweilen... ;)

Aber eine Kleinigkeit fällt mir doch noch ein, gerade weil Du schreibst, daß Du diesen Spruch in einer benediktinischen Zeitschrift gefunden hast.
Die Benediktiner versuchen durch ihre ständige Gottes-Suche, die sich auch in den Stundengebeten manifestiert, zu einer inneren Gelassenheit und Ausgeglichenheit zu gelangen. Vielleicht fanden die Herausgeber der von Dir erwähnten Zeitschrift auch deshalb diesen Ausspruch so ansprechend, daß sie ihn abgedruckt haben. :)
So gesehen, gefällt mir diese Spruchweisheit schon viel besser...
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49

Dienstag, 14. August 2012, 17:25

Aus Indien
Wer das Wesen alles Tuns erkannt hat, der führt das, was vom Schicksal kommt, durch Arbeit und innere Ruhe und das, was von den Menschen kommt, durch Standhaftigkeit und Klugheit zu einem guten Ende.

Kommentar
Auch wenn diese Weisheit aus dem Hinduismus stammt, so kann sie doch in das Christentum „inkulturiert“ werden. Dieser Spruch stammt ebenfalls aus der Benediktiner-Zeitschrift.
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50

Samstag, 18. August 2012, 18:23

Bernhard von Clairvaux
Wir finden innere Ruhe bei denen, die wir lieben, und wir schaffen in uns einen ruhigen Ort für jene, die uns lieben.
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51

Samstag, 18. August 2012, 21:15

Bernhard von Clairvaux
Wir finden innere Ruhe bei denen, die wir lieben, und wir schaffen in uns einen ruhigen Ort für jene, die uns lieben.


Auf den ersten Blick hört sich der Satz schlüssig an, aber beim zweiten Hinsehen, gebe ich zu, daß ich ihn nicht wirklich verstehe.
So frage ich mich, ob hiermit ausgedrückt wird, daß der Mensch sich selbst genügt? Braucht er Gott nicht, laut Clairvaux?
Weiter frage ich mich, um welche Liebe es sich hier handeln könnte? Meint er die unter Eheleuten?
In welchem Zusammenhang hat Clairvaux diesen Satz geschrieben? Vielleicht wird das Gemeinte dann deutlicher... ?(

Selbsterklärend ist dieser Satz jedenfalls nicht. Oder ich stehe gerade auf der Leitung. ;)
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52

Sonntag, 19. August 2012, 16:28

Bernhard von Clairvaux
Wir finden innere Ruhe bei denen, die wir lieben, und wir schaffen in uns einen ruhigen Ort für jene, die uns lieben.


Auf den ersten Blick hört sich der Satz schlüssig an, aber beim zweiten Hinsehen, gebe ich zu, daß ich ihn nicht wirklich verstehe.
So frage ich mich, ob hiermit ausgedrückt wird, daß der Mensch sich selbst genügt? Braucht er Gott nicht, laut Clairvaux?
Weiter frage ich mich, um welche Liebe es sich hier handeln könnte? Meint er die unter Eheleuten?
In welchem Zusammenhang hat Clairvaux diesen Satz geschrieben? Vielleicht wird das Gemeinte dann deutlicher... ?(

Selbsterklärend ist dieser Satz jedenfalls nicht. Oder ich stehe gerade auf der Leitung. ;)

Der Satz von Bernhard von Clairvaux hat sicher eine doppelte Bedeutung und Wirkung sowohl auf menschlicher als auch auf göttlicher Ebene.
Wir Menschen können sowohl unsere innere Ruhe finden bei Gott, dies in erster Linie, aber auch bei Menschen, die wir lieben können wir Ruhe finden und wenn wir in uns diese Ruhe gefunden haben, dann sind wir auch ein Ort der Ruhe für jene Menschen, die uns lieben.
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53

Sonntag, 19. August 2012, 17:33

Bernhard von Clairvaux
Wir finden innere Ruhe bei denen, die wir lieben, und wir schaffen in uns einen ruhigen Ort für jene, die uns lieben.


Auf den ersten Blick hört sich der Satz schlüssig an, aber beim zweiten Hinsehen, gebe ich zu, daß ich ihn nicht wirklich verstehe.
So frage ich mich, ob hiermit ausgedrückt wird, daß der Mensch sich selbst genügt? Braucht er Gott nicht, laut Clairvaux?
Weiter frage ich mich, um welche Liebe es sich hier handeln könnte? Meint er die unter Eheleuten?
In welchem Zusammenhang hat Clairvaux diesen Satz geschrieben? Vielleicht wird das Gemeinte dann deutlicher... ?(

Selbsterklärend ist dieser Satz jedenfalls nicht. Oder ich stehe gerade auf der Leitung. ;)

Der Satz von Bernhard von Clairvaux hat sicher eine doppelte Bedeutung und Wirkung sowohl auf menschlicher als auch auf göttlicher Ebene.
Wir Menschen können sowohl unsere innere Ruhe finden bei Gott, dies in erster Linie, aber auch bei Menschen, die wir lieben können wir Ruhe finden und wenn wir in uns diese Ruhe gefunden haben, dann sind wir auch ein Ort der Ruhe für jene Menschen, die uns lieben.


Wird man wirklich von mehreren Menschen geliebt? Und welche Partnerschaft, um die es hier ja eventuell auch geht, ist schon ein "Ort der Ruhe" und damit auch der Liebe? Oftmals ist die menschliche Liebe zu jemandem doch auch mit einer gehörigen Portion Egoismus vermischt. Selbstlose Liebe gibt es doch recht selten, am ehesten vielleicht noch in der Beziehung von Eltern zu ihren Kindern.
Vorstellen könnte ich mir auch, daß ein Priester seine Schäfchen (Gemeindemitglieder) liebt, aber das wird dann wohl eher auf Sympathie und Idealismus beruhen, zu denen noch die Verantwortung kommt.

Ich denke, der Begriff der "Liebe" unter Menschen ist doch ein recht vielschichtiger und nicht so leicht zu ergründen. Am ehesten leuchtet mir das Wort von Clairvaux noch in der Beziehung eines Menschen zu Gott ein. Es heißt doch auch: "Wer in der Liebe ist, ist in Gott". Und wer seine Liebe für Gott "entdeckt" hat, wird auch die anderen Menschen, die ja alle Gottes Kinder sind, lieben.
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Montag, 20. August 2012, 11:05

Bernhard von Clairvaux
Sei auch für dich selbst da

Wenn du dein ganzes Leben und Erleben völlig ins Tätigsein verlegst und keinen Raum mehr für die Besinnung vorsiehst, soll ich dich da loben? Darin lobe ich dich nicht. Ich glaube, niemand wird dich loben, der das Wort Salomons kennt: „Wer seine Tätigkeit einschränkt, erlangt Weisheit“ (Sir 38,25). Denke daran: Gönne dich dir selbst. Ich sage nicht: tu das immer; ich sage nicht, tu das oft, aber ich sage: Tue es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach allen anderen. Ich fürchte, dass du, eingekeilt in deine zahlreichen Beschäftigungen, keinen Ausweg mehr siehst und deshalb deine Stirn verhärtest. Es ist viel klüger, du entziehst dich von Zeit zu Zeit deinen Beschäftigungen, als dass sie dich ziehen und dich nach und nach an einen Punkt führen, an dem du nicht landen willst.... An den Punkt, wo das Herz hart wird. Und frage nicht weiter, was damit gemeint sei; wenn du jetzt nicht erschrickst, ist dein Herz schon so weit...
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55

Montag, 20. August 2012, 12:07

Bernhard von Clairvaux
Sei auch für dich selbst da

Wenn du dein ganzes Leben und Erleben völlig ins Tätigsein verlegst und keinen Raum mehr für die Besinnung vorsiehst, soll ich dich da loben? Darin lobe ich dich nicht. Ich glaube, niemand wird dich loben, der das Wort Salomons kennt: „Wer seine Tätigkeit einschränkt, erlangt Weisheit“ (Sir 38,25). Denke daran: Gönne dich dir selbst. Ich sage nicht: tu das immer; ich sage nicht, tu das oft, aber ich sage: Tue es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach allen anderen. Ich fürchte, dass du, eingekeilt in deine zahlreichen Beschäftigungen, keinen Ausweg mehr siehst und deshalb deine Stirn verhärtest. Es ist viel klüger, du entziehst dich von Zeit zu Zeit deinen Beschäftigungen, als dass sie dich ziehen und dich nach und nach an einen Punkt führen, an dem du nicht landen willst.... An den Punkt, wo das Herz hart wird. Und frage nicht weiter, was damit gemeint sei; wenn du jetzt nicht erschrickst, ist dein Herz schon so weit...


Hier geht es, kurz gesagt, um Fremdbestimmung. Wer einmal in der Tretmühle drinnen ist, kommt nicht so schnell heraus, da ist dann der Urlaub auch nicht wirklich eine Erholung, sondern wird meist auch noch dem Aktivismus "geopfert", denn man muß doch nach dem Urlaub vor den Kollegen gut da stehen, indem man auch etwas zu bieten hat. Kein Wunder, daß solche Menschen nach Jahren an ihre Grenzen kommen, das nennt man heutzutage dann "Burnout-Syndrom", was nur ein Modeausdruck für schwere Depressionen ist.

Es ist auf alle Fälle wichtig, daß sich ein jeder Mensch hin und wieder Zeit für sich selbst nimmt und zwar nicht im Rahmen von irgendwelchen prestigeträchtigen Wellnessangeboten, sondern zur Besinnung auf sich selbst, darauf, wo er im Augenblick selbst steht, ob es das ist, was er wirklich ist und möchte. Wichtig ist dabei, die häufig überhand genommene Fremdbestimmung durch andere Menschen aber auch durch Lebensumstände wieder auf ein solches Maß zu reduzieren, daß man wieder mehr über sein eigenes Leben mitbestimmen kann. Ganz wird man das sicher nie schaffen, aber ein bewußterer Umgang mit den Mechanismen, die uns die heutige Zeit aufdrängt, ist sicher von Vorteil, vor allem für die eigene Seele, die auf diese Weise über den Äußerlichkeiten nicht ganz in Vergessenheit gerät.
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56

Dienstag, 21. August 2012, 11:04

Papst Pius X.
Jesus und sein Kreuz

Jesus liebt es, die Seelen, die Ihm teuer sind, oft mit Kreuzen heimzusuchen. Und Sie müssen sich darauf vorbereiten, auf diesem Pfad mit viel Mut voranzugehen, im Gedanken, dass der Weg zum Paradies nicht immer durch Süßigkeit und Blumen führt, sondern auch durch Dornen und Geröll. Da Sie wünschen, dass Ihr Herz dem Heiligsten Herzen Jesu ähnlich werde, müssen Sie bereit sein, auch mit Jesus das Kreuz zu tragen und den Kalvarienberg zu ersteigen. Dies soll Sie jedoch nicht kleinmütig machen, denn, will der Herr Sie durch dieses Opfer prüfen, wird Er Ihnen auch die nötige Gnade schenken, um es mit heiligem Mut zu ertragen.
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57

Montag, 27. August 2012, 12:02

Ambrosius an die Hl.Monika
Der Sohn so vieler Tränen kann nicht verloren gehen.(gemeint war damit Augustinus)
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58

Montag, 27. August 2012, 12:56

Ambrosius an die Hl.Monika
Der Sohn so vieler Tränen kann nicht verloren gehen.(gemeint war damit Augustinus)


Das ist sicher ein großer Trost für die Mutter von Augustinus gewesen. Was aber möchtest Du mit dem Hereinstellen dieses Wortes in den Thread sagen? Ehrlich gesagt, stehe ich da etwas auf dem Schlauch. ;)
Obl.OSB

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59

Montag, 27. August 2012, 16:08

Ambrosius an die Hl.Monika
Der Sohn so vieler Tränen kann nicht verloren gehen.(gemeint war damit Augustinus)


Das ist sicher ein großer Trost für die Mutter von Augustinus gewesen. Was aber möchtest Du mit dem Hereinstellen dieses Wortes in den Thread sagen? Ehrlich gesagt, stehe ich da etwas auf dem Schlauch. ;)

Die hl. Monika hat als Mutter Jahrzehnte für die Bekehrung des Augustinus, der Manichäer war, gebetet und geweint, daher Sohn vieler Tränen, und ist schlussendlich erhört worden. Augustinus wurde Bischof von Hippo, ein Kirchenlehrer, der viel theologisches hinterlassen hat. So ist Monika in Bezug auf das Gebet ein Vorbild für uns Christen, dem wir folgen sollen. Und damit treffen auch auf das Gebet der Monika die Worte des Hebräerbriefes zu, in dem es über Christus heißt: „Als er auf Erden lebte, hat er mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tode retten konnte.“ (5,7).
Das ist der Hintergrund warum ich diese Worte in den Thread gestellt habe. Zum Leben der Hl. Monika - Post Heiligen-Thread - 27. 8. 2011
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60

Montag, 27. August 2012, 17:40

Ambrosius an die Hl.Monika
Der Sohn so vieler Tränen kann nicht verloren gehen.(gemeint war damit Augustinus)


Das ist sicher ein großer Trost für die Mutter von Augustinus gewesen. Was aber möchtest Du mit dem Hereinstellen dieses Wortes in den Thread sagen? Ehrlich gesagt, stehe ich da etwas auf dem Schlauch. ;)

Die hl. Monika hat als Mutter Jahrzehnte für die Bekehrung des Augustinus, der Manichäer war, gebetet und geweint, daher Sohn vieler Tränen, und ist schlussendlich erhört worden. Augustinus wurde Bischof von Hippo, ein Kirchenlehrer, der viel theologisches hinterlassen hat. So ist Monika in Bezug auf das Gebet ein Vorbild für uns Christen, dem wir folgen sollen. Und damit treffen auch auf das Gebet der Monika die Worte des Hebräerbriefes zu, in dem es über Christus heißt: „Als er auf Erden lebte, hat er mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tode retten konnte.“ (5,7).
Das ist der Hintergrund warum ich diese Worte in den Thread gestellt habe. Zum Leben der Hl. Monika - Post Heiligen-Thread - 27. 8. 2011


Danke, lieber Diaconus, für diese Erklärung! :)
Irgendwie habe ich ja geahnt, daß ich auf derLleitung stand... ;)
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