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Ökumene

Antworten im Thema: 124 » Der letzte Beitrag (24. Februar 2016, 17:57) ist von diaconus.

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21

Samstag, 11. Juni 2011, 18:18

Übertritt zur katholischen Kirche

Eine interessante Nachricht ist in der Tagespost zu lesen, die jedoch leider nur für Abonnenten voll zu lesen ist. Ich setze zwar den Link, aber es sind nur die ersten Zeilen lesbar.
http://www.die-tagespost.de/kirche-aktue…h;art312,125192

Die anglikanische Gemeinde von St. Luke in Bladensburg (Washington DC), deren Gläubige afrikanische und karibische Einwanderer sind, tritt mit ihrem Pastor geschlossen in die katholischen Kirche über und will ihren Pastor sowie die anglikanische Liturgie behalten. Als Begründung für den Übertritt wird angegeben, dass man eine klare geistliche Linie und eine Autorität, wie sie Papst Benedikt verkörpere, suche, während in der anglikanischen Kirche der eine Bischof so sagt und ein anderer das Gegenteilige.
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22

Donnerstag, 16. Juni 2011, 19:45

Freikirchen

Gestern war in idea zu lesen, dass Kardinal Kasper für mehr Offenheit der katholischen Kirche gegenüber Freikirchen und evangelikale Gruppierungen eingetreten ist.

Objektiv ist zu sagen, dass die Angehörigen dieser Gruppierungen ihr Christsein, vor allem in der Moral sowie mit der Offenbarung, es wesentlich ernster nehmen als die meisten Katholiken.

Aber dazu muss festgestellt werden, dass diese Gruppierungen theologisch meist noch weiter entfernt sind, als die Protestanten. Als Sakrament haben sie nur die Taufe und es sind Gruppierungen, die sich immer wieder wegen kleiner Unterschiede in Bibel-Auslegungen spalten. Außerdem gibt es noch immer Gruppierungen, die die Heilige Mutter Kirche (HRKK) als „Hure Babylons“ und die Priester bzw. die Kleriker als „Götzendiener“ bezeichnen.

Wie hier eine Ökumene funktionieren soll, wenn es schon mit den Protestanten größere theologische Probleme gibt, das frage ich mich schon?.
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23

Donnerstag, 16. Juni 2011, 21:15

RE: Freikirchen

Gestern war in idea zu lesen, dass Kardinal Kasper für mehr Offenheit der katholischen Kirche gegenüber Freikirchen und evangelikale Gruppierungen eingetreten ist.

Objektiv ist zu sagen, dass die Angehörigen dieser Gruppierungen ihr Christsein, vor allem in der Moral sowie mit der Offenbarung, es wesentlich ernster nehmen als die meisten Katholiken.

Aber dazu muss festgestellt werden, dass diese Gruppierungen theologisch meist noch weiter entfernt sind, als die Protestanten. Als Sakrament haben sie nur die Taufe und es sind Gruppierungen, die sich immer wieder wegen kleiner Unterschiede in Bibel-Auslegungen spalten. Außerdem gibt es noch immer Gruppierungen, die die Heilige Mutter Kirche (HRKK) als „Hure Babylons“ und die Priester bzw. die Kleriker als „Götzendiener“ bezeichnen.

Wie hier eine Ökumene funktionieren soll, wenn es schon mit den Protestanten größere theologische Probleme gibt, das frage ich mich schon?.


Uneingeschränkte Zustimmung, lieber Diaconus. Da stellt sich auch mir die Frage, wie sich Kardinal Kasper das wohl vorstellt? Hat er Vorschläge gemacht, wie er sich die größere Offenheit der RKK gegenüber den Freikirchen in der Realität vorstellt?
Oder hat er nur einige wohlwollende Worte gesagt, vielleicht um die allgemeine Stimmung zu verbessern? Nach "tatkräftiger" Ökumene würde das dann allerdings eher weniger aussehen.
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24

Samstag, 25. Juni 2011, 18:26

Ökumene aus evangelischer Sicht

In der Tagespost war zu lesen, dass der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge trotz Vorbehalte an der Papstmesse im Olympiastadion teilnehmen wird, aber natürlich zugleich Forderungen stellt.

Als erstes stört ihn, dass die protestantischen Teilnehmer nicht zur Eucharistie (Kommunion) eingeladen sind. Eucharistie, wo die Realpräenz Christi auf Dauer vorhanden ist, ist nicht gleich das evangelische Abendmahl, dass nach der Feier wieder Brot und Wein ist und profaniert wird, wie ich in der ökumenischen KH-Seelsorge immer wieder feststellte. Wann werden die evangelischen Gemeinschaften endlich verstehen, dass ihre Sakramenttheologie nicht mit jener der Hl. Katholischen Mutter Kirche kompatibel ist.

Außerdem stellt er die Forderung, dass unser Hl. Vater endlich die Reformation würdigen soll, da diese den christlichen Glauben nachhaltig geprägt habe. Sie, die Reformation, hat den christlichen Glauben so geprägt,, dass in den reformatorischen/evangelikalen Gemeinden (mehr als 100.000 in der Welt) unterschiedliche Glaubensauslegungen gibt, ja dass man sagen muss, dass sich fast jede Gemeinschaft/Gemeinde ihre Auslegung selbst macht und heute das „sola scriptura“ in diesen Gemeinschaften so verkommen ist, dass Homo-Ehen gesegnet werden, dass die Pille als von Gott gewollt erklärt wird, so eine hohe Ordinierte der evangelischen Gemeinschaft, und ähnliches mehr.

Und wenn der Herr „Bischof“ betont, dass die Notwendigkeit einer ständigen Kirchenreform auch von der Reformation gekommen ist, so ist dazu festzustellen, lernen Sie Kirchengeschichte, Herr Dröge, denn der Begriff „ecclesia semper reformanda“ wurde schon lange vor der Reformation geprägt und auch vollzogen, siehe u. a. die ausgehende Liturgiereform von Cluny.

Eines ist festzustellen, der gute Wille der Katholischen Kirche, den sie im 2. Vaticanum im Ökumenedokument gezeigt und die Hand gereicht hat, wird von den Evangelischen so verstanden, dass die einzig wahre Kirche, die katholische, sich den reformierten Kirchen anpassen soll und von diesen kein Jota entgegenkommen gezeigt wird. So auch meine Erfahrung aus über 15 Jahren ökumenischer KH-Seelsorge.

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Teresa

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25

Sonntag, 26. Juni 2011, 01:04

Leider kann ich nur bestätigen, daß die Ökumene von evangelischen und katholischen Christen sehr unterschiedlich definiert wird.
Ich denke da zum Beispiel an die Zusammenarbeit an der Einheitsübersetzung der Bibel. Diese wird in der katholischen Kirche verwendet, in der evangelischen aber gar nicht. Da wird nach wie vor die Luther-Übersetzung bevorzugt - oder das scheußliche Gender-Machwerk, die sogenannte feministische Übersetzung. - Natürlich kann man darüber streiten, ob die Einheitsübersetzung sprachlich so gelungen ist, aber die Zusammenarbeit ist eindeutig von evangelischer Seite beendet worden!

Die ev. Theologen sollten durch ihr Studium das unterschiedliche Sakramentenverständnis kennengelernt und verstanden haben. Warum wird immer wieder von so hoher amtlicher Seite versucht, wie es jetzt der ev. Bischof Dröge wieder einmal tut, ausgerechnet an einer der sensibelsten Stellen der kath. Kirche Forderungen zu stellen? Auch ein Herr Dröge müßte wissen, daß die Eucharistiefeier der Katholiken sich erheblich von der evangelischen Abendmahlsfeier unterscheidet. Will er die Katholiken anläßlich des Papstbesuches provozieren? - So kommt es mir jedenfalls vor. :(
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26

Sonntag, 26. Juni 2011, 17:27

Richtige Ökumene

Aus dem Ökumenismusdekret „Unitatis redintegratio“

Zitat

Nr. 11
Die Art und Weise der Formulierung des katholischen Glaubens darf keinerlei Hindernis bilden für den Dialog mit den Brüdern. Die gesamte Lehre muss klar vorgelegt werden. Nichts ist dem ökumenischen Geist so fern wie jener falsche Irenismus, durch den die Reinheit der katholischen Lehre Schaden leidet und ihr ursprünglicher und sicherer Sinn verdunkelt wird.


Irenismus - aus dem grch. „eirene“ dem Frieden dienend, d. h. dass um des Friedenswillen katholische Wahrheiten aufgegeben werden

Kommentar: Das Dokument spricht deutlich aus, was die Basis für den ökumenischen Dialog mit den getrennten Brüdern ist, nämlich die Offenbarung und die unverkürzte und unverfälschte Lehre der katholischen Kirche, nichts anderes.
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27

Mittwoch, 20. Juli 2011, 19:03

Forderungen an den Papst

In der heutigen Tagespost wird eine Forderung des evangelischen Landesbischof von Bayern, Johannes Friedrich, an den Papst gerichtet, dass er sich eine „„kritisch-konstruktive Würdigung des Wirkens Martin Luthers“ erwarte, dann weiters sagte er im Interview des „Münchner Merkur“ vom Dienstag, „Konstruktiv insofern, als sich auch die katholische Kirche im Zuge dessen, was in der Reformation passiert ist, ganz stark zum Positiven verändert hat“

Außerdem meinte er: “Kritisch dagegen müsse bemerkt werden, dass sowohl Katholiken als auch Protestanten darunter litten, dass die Einheit der Kirche zerbrochen sei“ und wie schön, dass er meint: „Ich will den Papst ja nicht evangelisch machen.“

Kommentar
Wieder eine der üblichen Stellungnahmen aus der evangelischen Gemeinschaft, die die wahre geschichtliche Entwicklung der Reformation verdrängt. Luther wurde ausgeschlossen, weil er gegen Papst und die Heilige Mutter Kirche gehandelt hat. Dazu kommt noch der Galaterbrief-Kommentar von Luther, indem er alles verflucht, was der katholische Kirche wichtig ist. Aber dieser Kommentar wird ja von den Ordinierten Laienpredigern verdrängt. Langsam gewinne ich den Eindruck, dass die Haltung von großen Teilen der evangelischen Gemeinschaft pathologisch besetzt ist. Aus eigener fast 15-jährigen Erfahrung weiß ich ja, dass Ökumene für die evangelischen so sein muss, dass die Hl. Mutter Kirche deren Meinung annehmen sollte und nichts anderes.

Also viele Katholiken sowie ich leiden sicher nicht darunter, dass die Einheit der Kirche zerbrochen ist, Herr Friedrich, und allein ihre „Großzügigkeit“, dass Sie den Papst nicht evangelisch machen wollen, zeigt eigentlich ihre psychologische und geistige Haltung. Woran wir leiden ist, dass Sie die wesentlichen theologischen und sakramentalen Unterschiede zwischen den Konfessionen verschwinden lassen wollen, allein wie zBspl. mit der absurden Forderung das Abendmahl der Eucharistie gleichstellen zu wollen, der immer wieder in ökumenischen Gottesdienst evangelischerseits versucht wird sowie dass Sie die katholischen Gläubigen mit ihrer „Ideologie“ infiltrieren, denn alles was Sie behaupten, dass sich angeblich auf Grund der Reformation zum Positiven in der katholischen Kirche verändert hat, hat in Wahrheit der Heiligen Mutter Kirche geschadet. Warum kommen immer wieder Konvertiten zu uns, wie zBspl. Newmann, Scott Hahn und viele andere, die ich kenne? Weil diese von der Zeitgeistkirche, die die evangelische Gemeinschaft immer war, und die sich längst von sola scriptura (wie Homo-Ehe, Abtreibung, Glauben was jeder will) verabschiedet hat, die Nase voll hatten.
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28

Donnerstag, 21. Juli 2011, 16:18

Die Aussagen des sogenannten ev. Bischofs Herrn Friedrich finde ich anmaßend. Gut, wir leben in einer Region, in der die freie Meinungsäußerung gilt, aber auch ein Herr Friedrich sollte beachten, daß man, insbesondere in seiner Position, nicht alles sagen kann, was einem so durch den Kopf geht - schon gar nicht in der Öffentlichkeit! So sieht es aus, als ob er sich in interne Angelegenheiten der RKK einmischt, die ihn jedoch überhaupt nichts angehen!

Allerdings lehne ich pauschale Verurteilungen ab, egal in welchem Bereich. Nur weil einem eine Äußerung nicht gefällt oder diese offensichtlich falsch ist, ist sie noch lange nicht pathologisch. Man kann auch nicht sagen, daß alle ev. Christen oder deren Pastoren schlecht sind. Das könnte man höchstens über eine einzelne Person sagen, die man kennt und mit der man sich persönlich auseinandersetzt. (Das gilt allerdings auch für Katholiken und Angehörige jeder anderen Religion.) - Deshalb brauchen wir aber typisch evangelische Einstellungen und Äußerungen nicht zu bejahen - schließlich sind wir ja nicht ohne Grund römisch-katholisch. ;)
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29

Mittwoch, 10. August 2011, 18:33

Allianzkonferenz

Auf dem Portal der Nachrichtenagentur idea las ich leider erst heute einen Bericht vom 4. d. Mts. über die Eröffnung der Allianzkonferenz am 3. 8. in Bad Blankenburg (Thüringen).
Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, stellt dabei in seiner Predigt fest, dass die Gegenwart „am Verlust der Ewigkeitshoffnung“ leide und wer diese Hoffnung nicht habe, sei arm dran und „der muss alles aus dieser Welt herausquetschen.“ Und weiters „Wer seine Hoffnung hingegen auf die Ewigkeit bei Gott setze, sei frei vom Zwang, seinem Glück nachzujagen: Der muss nicht mehr an seiner Selbstentfaltung arbeiten und schon gar nicht an seiner Selbstbeweihräucherung. Der weiß: Das Schönste kommt noch. Und mir gehört es schon. Ich habe Jesus. Ich habe die lebendige Hoffnung auf die ewige Gemeinschaft mit ihm. Das sei mehr als alle Karrieren dieser Welt zusammen.“
Kommentar
Ich finde, dass sind richtige Worte, die aus einem tiefen christlichen Glauben gesprochen wurden.
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30

Montag, 15. August 2011, 12:52

Protestantische Forderungen an den Hl. Vater - 1. Teil

Wie in einem Bericht der Nachrichtenagentur idea zu lesen ist, haben 18 Protestanten im Buch „Lieber Bruder in Rom!“ wieder Forderungen an den Hl. Vater erhoben.

Mit den erhobenen Forderungen beweisen diese wieder einmal, dass sie nur Forderungen erheben können, aber selbst keinen einzigen Schritt in die richtige Richtung machen wollen. Von meiner Seite erhebt sich diesbezüglich die Frage, ob diese evangelischen Theologen überhaupt keine Grundkenntnisse in katholische Theologe haben oder diese bewusst verweigern, ja dabei sogar die Grundlagen ihre Konfession nämlich die Offenbarung in Frage stellen („sola scriptura“).

So erhebt der Theologieprofessor Johannes von Lüpke (Wuppertal/Bethel), dass sich katholische und evangelische Christen auf ihr gemeinsames Zentrum, Jesus Christus, ausrichten sollen. Und er erklärt dazu „Man gehöre in der einen Kirche Jesu Christi zusammen – nicht zuletzt auch im gemeinsamen Abendmahl.“

Wo ist die katholische Eucharistie dem evangelischen Abendmahl gleich? Im evangelischen Abendmahl ist nach dem Gottesdienst das Brot wieder Brot und das Blut wieder Blut und wird zu profanen Zwecken verwendet, wie ich auch immer wieder in der ökumenischen KH-Seelsorge festgestellt habe, während im Katholischen das gewandelte Brot der Leib Christi und der gewandelte Wein das Blut Christi auf immerdar (Realpräsenz) bleibt. Wo kann daher ein gemeinsames Abendmahl gefeiert werden? Die Grundlagen sind überhaupt nicht gleich.

Und „eine Kirche Jesu Christi“? Hier wird bewusst die Offenbarung, wie so oft bei den Protestanten „hingebogen“, denn Jesus hat eindeutig zum Petrus gesagt: „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen .....“ (Mt. 16,18ff). Also ist nur dort die Kirche wo der Papst bzw. wie bei den Orthodoxen die Apostolische Sukzession ist. Nachdem Luther das Weiheamt abgeschafft hat und keine Kirche sondern nur die Gemeinde wollte, wo ist dann bei den Evangelischen eine Kirche sondern sie sind eine christliche Gemeinschaft, mehr nicht. Außerdem werden ja auch die Kirchenväter von den Evangelischen abgelehnt, und viele Konvertiten sind über die Patristik wieder zur Hl. Mutter Kirche gekommen. Und Ambrosius hat gesagt: „Ubi Petrus, ibi Ecclesia (wo Petrus ist, da ist die Kirche)

Vom Galaterkommentar Luthers, wo er die Kirche, die Messe, die Orden usw. verflucht, ganz abgesehen.
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31

Montag, 15. August 2011, 16:38

Zum größten Teil gebe ich Dir Recht, lieber Diaconus, vor allem in Bezug auf den Unterschied zwischen kath. Eucharistiefeier und ev. Abendmahl. Man sollte eigentlich meinen, daß ev. Theologen schon auf Grund ihres Studiums besser informiert sind als Laien, daher kann ich diese "Gleichmacherei" seitens ev. Theologen von einer Sache, die eben nicht gleich ist, überhaupt nicht verstehen.

Allerdings lehne ich die Ökumene nicht ab, schon gar nicht auf Grund eines Kommentars (Galaterbrief-Kommentar Luthers) von einer Person, und wenn sie "Luther in 10facher Ausfertigung" ;) wäre, den diese in einer bestimmten Situation und unter bedrängten Umständen von sich gegeben hat. Das Bemühen um Ökumene gehört zum christlichen Leben dazu, schließlich hat Christus EINE Kirche gewollt und nicht hundert Splittergruppen. Dieses Bemühen kann natürlich nicht einseitig sein, wie Du ganz richtig geschrieben hast.
Gespräche auf gleicher Augenhöhe müßten erst einmal gleiches Wissen auf beiden Seiten, also nicht nur von kath. Geistlichen, voraussetzen, darauf könnte man aufbauen. - Nur die alten einseitigen Forderungen von ev. Seite wieder aufzuwärmen, darin sehe ich allerdings genauso wenig Sinn wie Du.

Was können wir zur Ökumene beitragen? An erster Stelle sehe ich das Gebet um die Einheit der Christen. Danach sollte man weiterhin schauen, was wir gemeinsam haben. Das wäre ein Ausgangspunkt, von dem aus man in Gesprächen auf wirklich gleicher Augenhöhe versuchen könnte sich anzunähern. Allerdings nicht um den Preis, daß Katholiken nur Zugeständnisse machen. Zugeständnisse von ev. Seite kann ich jedenfalls bis jetzt genauso wenig erkennen wie Du. :(

Tatsache ist natürlich, daß es inzwischen auch auf ev. Seite eine gewisse Tradition gibt, die philosophisch sich mehr auf Platon, Paulus und Augustinus beruft, während die Katholiken über Aristoteles und Thomas von Aquin einen ganz anderen Weg gegangen sind. Mich persönlich stört dabei sehr, daß von ev. Seite aus die Zeit (ca. 1500 Jahre!!), in der sie nämlich auch katholisch waren, vollkommen negiert wird. Daher wollen sie auch so wenig von den Kirchenvätern wissen. Ein Schritt in der Ökumene müßte also eigentlich erst einmal der sein, daß die ev. Christen die "blinden Flecken" in der eigenen Vergangenheit anfangen aufzuarbeiten!
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32

Montag, 15. August 2011, 17:19

@ Teresa
Bevor ich den 2. Teil in das Forum einstelle, möchte ich Dir noch antworten

Zitat

Grund eines Kommentars (Galaterbrief-Kommentar Luthers) von einer Person, und wenn sie "Luther in 10facher Ausfertigung" wäre, den diese in einer bestimmten Situation und unter bedrängten Umständen von sich gegeben hat.

Hier kann ich Dir überhaupt nicht zustimmen, da selbst in einer bedrängten Situation eine derartige Auslassung nicht möglich sein kann/darf, wenn ich christlich sein will und das wollte doch Luther oder? Hier spricht nicht der Christ sondern eher ein Dämon aus ihm. Dass ist genauso wie auch heute noch gewisse evangelikale Kreise die Heilige Mutter Kirche als „Hure Babylon“ bezeichnen. Und das soll dann die eine Kirche Jesu Christi werden? Die HRKK versucht die Hand in der Ökumene zu reichen und was machen die evangelischen Theologen, statt sich zu bemühen stellen sie Forderungen, die theologisch, auch in der Schrift, nicht verifizierbar sind. Dann dürfen sich die Evangelischen nicht wundern, wenn sie heute noch immer von so manchen als Ketzer betrachtet werden, denn die Forderungen der Evangelischen begannen erst nach dem 2. Vaticanum als ihnen die Hand angeboten wurde und dies ist der Dank.

Jesus hat nur eine Kirche gewollt, aber unter dem Petrusnachfolger, dies geht eindeutig aus der Schrift hervor.

Zitat


eine gewisse Tradition gibt, die philosophisch sich mehr auf Platon, Paulus und Augustinus berufen

Da möchte ich besonders auf Augustinus eingehen, der ja zu den Kirchenvätern gehört. Ich denke besonders an den Spruch, der gerne von vielen zitiert wird, aber total falsch interpretiert wird, wenn er aus dem Zusammenhang gerissen wird. Nämlich der Spruch: „Liebe und dann mach was du willst.“ Mit diesem Spruch wird gerne festgestellt, wie mir als Seelsorger es auch untergekommen ist, wenn ich Nächstenliebe habe, dann kann ich alles in meinem Leben machen was ich will, auch die schwerste Sünde. Was natürlich nicht stimmt. Dasselbe kann auch mit den Worten Paulus passieren, wenn ich den Kontext nicht berücksichtige.

Zitat

Mich persönlich stört dabei sehr, daß von ev. Seite aus die Zeit (ca. 1500 Jahre!!), in der sie nämlich auch katholisch waren, vollkommen negiert wird. Daher wollen sie auch so wenig von den Kirchenvätern wissen.

Dass ist mir vollkommen klar, denn genau mit deren Texten wäre den Evangelischen die Berechtigung zur Trennung entzogen. Denn viele der Kirchenväter-Texte waren ja gegen Gnosis, Arianer, Manichäer usw. gerichtet, die ja auch Spalter gewesen sind und wären auch auf die Evangelischen anwendbar. Denke daran, dass sowohl John Henry Newman vor ca. 150 Jahren und Scott Hahn vor rd. 20 Jahren konvertiert sind, weil sie sich mit den Kirchenvätern beschäftigt hatten.
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33

Montag, 15. August 2011, 18:31

Protestantische Forderungen an den Hl. Vater - 2. Teil

Unter andrem wird auch die Aufhebung des Bannes gegen Luther durch den Papst gefordert. Dieser ist jedoch mit dem Tod Luthers, genauso so wie eine Exkommunikation, sowieso erloschen. Die nächste Forderung wäre dann wohl von den evangelischen Theologen Luther zum Kirchenlehrer bzw. zum Heiligen zu erklären, so wie es bereits Kardinal Lehmann hat anklingen lassen, der ja für seine protestantischen Einstellungen in manchen Bereichen ja nicht ganz unbekannt ist.

Der Leiter der Aktion „ProChrist“ Ulrich Parzany, gibt zwar zu, dass die Unterschiede in Lehre und kirchlichen Ordnungen beträchtlich seien, doch dass die Liebe zu Jesus Christus Katholiken und Protestanten stärker zusammenbinde, als unterschiedliche Erkenntnisse sie trennen können. Dazu ist zu sagen, allein die Formulierung „unterschiedliche Erkenntnisse“ zeigt, wie man zur Offenbarung evangelischerseits steht, dass sie beliebig ausgelegt werden kann.

Und wenn der stellvertretende Präses der Synode der EKD-Synode, Ministerpräsident a.D. Günther Beckstein (CSU), den Papst auffordert, sich für die Ökumene einzusetzen, so ist das Richtung schizophrenischer Paranoia, denn, wer wenn nicht der Hl. Vater setzt sich für die Ökumene ein und wird immer wieder von evangelischer Seite zurückgewiesen, weil er auf die Lehre hinweist. Natürlich, wie schon öfters gesagt, für die Evangelischen ist Ökumene nur dann gegeben, wenn die evangelischen Positionen eingenommen und in der HRKK verwirklicht werden. So ja auch die eigenen diesbezüglichen Erfahrungen.

Weiters wird auch die Forderung gestellt, dass – im Licht des Evangeliums – intensive Bemühungen um humanwissenschaftliche Erkenntnisse zur menschlichen Sexualität und zur Homosexualität im Besonderen erfolgen soll. Auch hier zeigt sich die gespaltene Einstellung der Evangelischen zur Offenbarung. Denn wer schließt kirchliche Homo-Ehen, nämlich eine ganze Reihe von Landeskirchen, entgegen Lev 18,22, Röm 1, 1 Kor 6 usw. und widerspricht damit diesbezüglich sowohl der Offenbarung, die ja für die Evangelischen angeblich Vorrang (sola scriptura) hat als auch Jesus in Hinsicht der Ehe, der eindeutig erklärt hat, „was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen“ (vgl. Mk 10,9). Luther hat ja selbst erklärt „Ehe – ein weltlich Ding“ und hat trotz seiner Mönchgelübde geheiratet. Außerdem hat die evangelische Gemeinschaft immer wieder Eheschließungen vorgenommen bei jenen, die bereits kirchlich-sakramental in der römisch-katholischen Kirche verheiratet waren und weltlich getrennt wurden.

So wie es immer wieder evangelischerseits sinngemäß erklärt wird, jeder kann sich seinen Glauben selbst machen, also beliebig wie er will, so soll Ökumene funktionieren und die Hl. Mutter Kirche soll sich auf dieses Niveau hinunter begeben.
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Teresa

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34

Donnerstag, 18. August 2011, 11:50

Erfreulich!

Wie schön, dass es von ev. Seite aus nicht nur Forderungen - meistens ist es Unkenntnis oder sind es Vorurteile gegenüber der RKK - gibt, sondern auch dieses möglich ist: http://www.evangelisch.de/themen/religio…ten-werden46745 !

Der ev. Theologe Reinhard Frieling spricht sich dafür aus, "den Papst zum Ehrenoberhaupt aller Christen zu ernennen". Das wäre in meinen Augen wirklich ein bedeutender Schritt in Richtung "Einheit der Christen"!
Ich freue mich jedenfalls, von ev. Seite auch einmal etwas Positives in Richtung unserer Kirche zu lesen, denn viele, viel zu viele Kommentare ev. Theologen, insbesondere im Vorfeld des Weltjugendtages in Madrid aber auch des Papstbesuches im September in diesem unseren Lande, glänzen durch Negativität in Form unangemessener Forderungen - da hebt man mal wieder lauthals seine Unwissenheit hervor, indem zum Beispiel Unsinn über den Ablass geschrieben wird oder was anderer Nonsens mehr ist, den ich hier nicht auch noch aufzählen möchte.
Obl.OSB

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35

Donnerstag, 18. August 2011, 12:35

Ablass zum Weltjugendtag

Die idea-Nachrichtenagentur, eine evangelische Agentur, hat gestern sowohl einen eigenen Kommentar als auch Aussagen evangelischer Theologen zum Ablass anlässlich des katholischen Weltjugendtages veröffentlicht, die vollkommen falsch sind und zeigen, dass über etwas gesprochen wird worüber scheinbar nicht einmal Grundkenntnisse vorhanden sind.

So behauptet die Nachrichtenagentur, dass die Teilnehmer einen vollkommenen Ablass einer Strafe erhalten können, die ihnen Priester als Buße für begegangene Sünden, wie Rosenkranzgebet, Spenden, Wallfahrt usw., auferlegt haben, unabhängig davon, dass Gott einem reuigen Sünder die Vergebung zugesprochen hat. Weiters schreibt idea, dass lt. Vatikan für den Ablass wahre Reue, Empfang des Bußsakraments und des Abendmahls sowie eine würdige Teilnahme an der Schlussmesse des Weltjugendtags erforderlich sei.

Auch der Catholica-Beauftragten der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Friedrich Weber (Wolfenbüttel), plädierte für ein intensives theologisches Gespräch der Konfessionen über die Bedeutung des Ablasses. Protestanten seien befremdet, dass die katholische Seite auch nach der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigung im Jahr 1999 noch immer vom Ablass rede. Es bleibe unverständlich, dass der Vatikan nicht zu einer nachvollziehbaren und aktuellen Deutung des Gemeinten komme.

Kommentar dazu:
Allein diese Formulierung zeigt, dass hier theologische Begriffe vermischt werden, die überhaupt nicht zusammen gehören. Hier wird die Buße nach einer sakramentalen Beichte mit den zeitlichen Sündenstrafen im Fegefeuer (Purgatorium) gleichgesetzt bzw. vermischt, wobei in Wirklichkeit theologisch ein großer Unterschied besteht.

Jede Sünde hat eine doppelte Folge. Die Buße ist eine Auflage nach der Beichte als Wiedergutmachung des Schadens, den die begangene Sünde verursacht hat und das kann nicht nur ein Gebet etc. sein sondern bei Vermögensdelikten sogar der Auftrag sein den angerichteten Schaden real gutzumachen. Mit dieser Buße und der Absolution der Sünden in der sakramentalen Beichte wird jedoch nicht die „zeitliche Sündenstrafe“ getilgt, die der Läuterung dient um nach dem Tod das Angesicht Gottes im Ewigen Leben schauen zu dürfen. Die Läuterung von diesen zeitlichen Sündenstrafe erfolgt im Purgatorium (Fegefeuer). Und genau dies behandelt der Ablass, wobei es den Teilablass gibt, dessen Umfang von Gott bestimmt wird oder der vollkommene Ablass, den die Kirche aufgrund der ihr übertragenen Binde- und Lösegewalt zuspricht. Der Ordnunghalber sei noch erwähnt, dass das Konzil von Trient (DS 1712-1713, 1820) auch die Möglichkeit festgestellt, dass bei einer Bekehrung aus glühender Liebe hervorgeht zur völligen Läuterung des Sünders führen kann, so dass keine zeitliche Sündenstrafe mehr zu verbüßen ist.

Außerdem: Der Hinweis in Bezug auf das Abendmahl ist total falsch. Wann werden die Evangelischen endlich begreifen, dass die Eucharistie (Kommunion), die durch Transubstantiation entstanden und für dauernd zum Leib und Blut Christi (Realpräsenz) geworden ist, nicht dem Abendmahl gleich ist, das nach dem Gottesdienst wieder Brot und Wein ist.

Und zur Rechtfertigungslehre sei festzustellen, dass diese mit dem Ablass soviel zu tun hat wie Äpfel mit Birnen und gleichzeitig muss darauf verwiesen werden, dass unmittelbar nach der Unterschrift unter diesem Dokument evangelischerseits ein Anhang publiziert wurde, der faktisch das ausverhandelte Dokument mehr oder weniger nichtig machte.

Liebe evangelische Theologen, keine andere religiöse Gemeinschaft der Welt mischt sich so in die Belange der katholischen Kirche, die sie nichts angehen, wie die Protestanten und zeigt gleichzeitig, dass Ihr außerdem von der Theologie der Hl. Mutter Kirche fast nichts wisst. Ein Blick in den Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 1471 .- 1479 hätte euch Klarheit verschafft, aber dazu seit ihr scheinbar zu stolz oder zu hochmütig, was das Zeichen der Schlange ist. Lernt zuerst die theologischen Grundlagen der Hl. Mutter Kirche bevor Ihr mitreden wollt. Oder verbreitet Ihr bewusst falsche Fakten? Dass wäre dann Lüge und eine schwere Sünde gegen den Hl. Geist und die Gebote Gottes. Es ist euer Problem, dass ihr in Tausende Denominationen zersplittert seid, nicht jenes der katholischen Kirche. Außerdem, seid ihr vielleicht darauf eifersüchtig, dass es dem Nachfolger Petri, dem Heiligen Vater, dem Papst, gelingt, eine Million Menschen zu versammeln? Eifersucht kann auch zur Krankheit werden, wie die medizinische/psychologische Wissenschaft bereits festgestellt hat. :c014:
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Donnerstag, 18. August 2011, 12:40

@ Teresa

Zitat

da hebt man mal wieder lauthals seine Unwissenheit hervor, indem zum Beispiel Unsinn über den Ablass geschrieben wird oder was anderer Nonsens mehr ist, den ich hier nicht auch noch aufzählen möchte.

Während Du diesen Beitrag eingestellt hast, habe ich schon seit einiger Zeit an meinem Post über den Ablass formuliert und dann eingestellt.
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Teresa

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Samstag, 10. September 2011, 13:50

Kann so Ökumene gelingen?

Im Vorfeld des Papstbesuches in Deutschland wird von ev.-luth. Seite aus alles getan, um ein Aufeinanderzugehen der kath. und ev. Christen zu verhindern oder gar unmöglich zu machen. Sehr, sehr schade! :( :(

So greift der "Chrismon"-Chefredakteur Arnd Brummer in polemischer Weise in der im September erschienenen "Chrismon"-Ausgabe sowohl den Papst als auch die röm.-kath. Kirche an. Dazu ist natürlich interessant zu wissen, dass zeitgleich sein Machwerk "Unter Ketzern" erscheint, in dem er über seine Konversion von der RKK zu den ev.-luth. Christen vor mehr als zwanzig Jahren schreibt.
Interessant ist, dass diese Zeitschrift folgende Herausgeber hat: Landesbischof Johannes Friedrich, EKD-Ratsvorsitzender Präses Nikolaus Schneider, Präses Katrin Göring-Eckardt und die ehemalige Landesbischöfin Margot Käßmann. Da diese ihrem Chefredakteur nicht widersprechen, scheinen sie also seine Meinungsmache zu unterstützen! :thumbdown:

Worüber wollen diese Leute denn in Erfurt mit dem Papst sprechen? ?(
Was erwarten sie eigentlich von der RKK? Mir sieht das Ganze sehr nach Eifersucht aus, denn zurzeit scheint es bei den Lutheranern niemanden zu geben, der dem Papst auch nur entfernt das Wasser reichen könnte. Und dann wird die Presse natürlich dem Papstbesuch wieder viel mehr Aufmerksamkeit schenken als den ev. Lokalgrößen in Deutschland. Da müssen diese Herrschaften ja alles tun, um die Presse zu ihren Gunsten zu beeinflussen! - Statt den Weitblick zu haben, dass durch diesen Papstbesuch das Christentum in Deutschland gestärkt werden soll!

Ja, ich gebe es ehrlich zu: Über die Machenschaften des Arnd Brummer und die Unterstützung durch die Verantwortlichen in der EKD bin ich traurig und enttäuscht! :( :(

(Ausführlichere Infos zum Inhalt von Buch und Artikel Brummers kann man nachlesen in der "Tagespost" vom 08.09.2011 auf der Seite 11.)
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Samstag, 10. September 2011, 15:11

Second hand?

Ich halte es für äußerst fragwürdig, in einem Internetforum über Meinungsäußerungen diskutieren zu wollen, die den Lesern nicht unmittelbar zugänglich sind, die also aus zweiter oder dritter Hand stammen. Es ist ebenso fragwürdig, persönliche Meinungsäußerungen und Kommentare einzelner als allgemeingültig für eine bestimmte Kirche darzustellen. Zumal dann, wenn sie wie hier von einem Konvertiten stammen (da stellt sich vieles Extremer dar) und biographisch geprägt sind.

http://www.evangelisch.de/themen/religio…hen-kirche48143
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Teresa

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Samstag, 10. September 2011, 15:43

RE: Second hand?

Ich halte es für äußerst fragwürdig, in einem Internetforum über Meinungsäußerungen diskutieren zu wollen, die den Lesern nicht unmittelbar zugänglich sind, die also aus zweiter oder dritter Hand stammen. Es ist ebenso fragwürdig, persönliche Meinungsäußerungen und Kommentare einzelner als allgemeingültig für eine bestimmte Kirche darzustellen. Zumal dann, wenn sie wie hier von einem Konvertiten stammen (da stellt sich vieles Extremer dar) und biographisch geprägt sind.

http://www.evangelisch.de/themen/religio…hen-kirche48143


Danke für den Hinweis @ Horatio Lüttich. Ich werde in Zukunft versuchen, entweder die Diskussionsgrundlage für eine Diskussion ausführlicher darzustellen oder aber einen Link hineinzustellen, der die entsprechenden Informationen enthält.
Für Ihren Link herzlichen Dank! Der Link enthält ja u.a. eine begründete Distanzierung von der subjektiven Meinungsäußerung des Herrn Brummer.

Aber ich denke, so subjektiv die Meinungsäußerung des Herrn Brummer auch sein mag - immerhin ist er jedoch als Chefredakteur einer Zeitschrift in einer verantwortlichen Position - so dürfte man doch von ihm eigentlich in Bezug auf die Ökumene, vor allem was den Zeitpunkt seiner Meinungsäußerung betrifft, etwas mehr Fingerspitzengefühl erwarten.
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Samstag, 10. September 2011, 16:16

@ Horatio Lüttich

Zitat

Ich halte es für äußerst fragwürdig, in einem Internetforum über Meinungsäußerungen diskutieren zu wollen, die den Lesern nicht unmittelbar zugänglich sind, die also aus zweiter oder dritter Hand stammen. Es ist ebenso fragwürdig, persönliche Meinungsäußerungen und Kommentare einzelner als allgemeingültig für eine bestimmte Kirche darzustellen. Zumal dann, wenn sie wie hier von einem Konvertiten stammen (da stellt sich vieles Extremer dar) und biographisch geprägt sind.

Wie schön, dass der erste Post von Dir gleich @ Teresa als Lügnerin bezichtigt, wobei sie die Grundlage „Tagespost“ angegeben hat.. Die Aussage stimmt nämlich, denn die Meldung wurde auch von idea der evangelischen Nachrichtenagentur gemeldet wo ich sie aber auch in der Tagespost gelesen hatte.
Und zur Ökumene: Ich kenne diese aus 15-Jahre praktischer ökumenischer KH-Seelsorge und weiß wie diese von den evangelischen „Pfarrern“, die in Wirklichkeit ordinierte Laienprediger sind weil Luther die Weihe abgeschafft hat, betrachtet wird. Nur was die evangelische Seite sagt gilt, nicht die Lehre der Hl. Mutter Kirche wird anerkannt.
Du bist hier in einem Forum, das der katholischen Lehre verpflichtet ist. So heißt auch in unserem Leitgedanken, der unter dem Forumtitel ersichtlich ist. Schau Dir genau die Forumregeln insbesondere die Nr. 3 an.
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