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Berufung

Antworten im Thema: 3 » Der letzte Beitrag (8. November 2012, 16:34) ist von Teresa.

Teresa

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Mittwoch, 29. Juni 2011, 19:56

Berufung

Alle Fragen zum Thema "Berufung" sowie auch Erfahrungsberichte können in diesen Thread hineingestellt werden.

So wie der innere Ruf zum Priester, zum Diakon oder auch zum Ordensleben eine Berufung ist, ist auch die Ehe eine Berufung. Das wird heutzutage leider in vielen Fällen nicht mehr so ernst genommen, wie die hohe Scheidungsrate und die vielen unverheiratet zusammen lebenden Paare zeigen.
Auch Künstler oder Wissenschaftler folgen einem inneren Ruf, der so stark ist, daß sie sich nicht vorstellen können, einen anderen Beruf auszuüben.
Obl.OSB

Gelobt sei Jesus Christus!

Teresa

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2

Dienstag, 6. November 2012, 17:55

Da wir in diesem Forum noch so wenig aktive Mitglieder sind, ist dieser Thread bisher noch nicht mit Leben erfüllt worden.

Ich habe seit gestern über dieses Thema nachdenken müssen - und bin darauf gekommen, daß nicht nur einige wenige, einige auserwählte Menschen eine Berufung haben, sondern daß Gott jedem Menschen eine ganz eigene Berufung schenkt. Wäre ja auch langweilig, wenn wir alle in der gleichen Weise handeln und denken würden...
Unsere Aufgabe ist es jeweils herauszufinden, wie Gott uns gedacht hat. Und dann sollten wir den Weg zu dem Ziel, der Mensch zu werden, den Gott sich gedacht hat, versuchen mutig zu gehen. Denn Mut gehört dazu, wenn man nicht gedankenlos mit der Mehrheit "mitschwimmt", sondern seinen ganz eigenen Weg sucht, der mitunter sicher nicht immer leicht ist, aber dem Leben Sinn gibt.
Beten wir zu Gott, daß er uns in der Erkenntnis hilft und uns die Kraft schenkt, dieser Erkenntnis zu folgen.
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diaconus

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3

Donnerstag, 8. November 2012, 15:52

Da wir in diesem Forum noch so wenig aktive Mitglieder sind, ist dieser Thread bisher noch nicht mit Leben erfüllt worden.

Ich habe seit gestern über dieses Thema nachdenken müssen - und bin darauf gekommen, daß nicht nur einige wenige, einige auserwählte Menschen eine Berufung haben, sondern daß Gott jedem Menschen eine ganz eigene Berufung schenkt. Wäre ja auch langweilig, wenn wir alle in der gleichen Weise handeln und denken würden...
Unsere Aufgabe ist es jeweils herauszufinden, wie Gott uns gedacht hat. Und dann sollten wir den Weg zu dem Ziel, der Mensch zu werden, den Gott sich gedacht hat, versuchen mutig zu gehen. Denn Mut gehört dazu, wenn man nicht gedankenlos mit der Mehrheit "mitschwimmt", sondern seinen ganz eigenen Weg sucht, der mitunter sicher nicht immer leicht ist, aber dem Leben Sinn gibt.
Beten wir zu Gott, daß er uns in der Erkenntnis hilft und uns die Kraft schenkt, dieser Erkenntnis zu folgen.

Du hast Recht, jeder Mensch hat eine Berufung von Gott erhalten. Diese Berufungen sind so unterschiedlich wie wir Menschen es sind. Aber eine solche Berufung kann sich im Zuge des Lebens auch wandeln. Der Mensch muss dazu nur ein offenes Ohr und ein hörendes Herz haben um auf den richtigen Weg geführt zu werden und auch bereit sein diesem zu folgen. Dieser Weg kann aber ganz anders sein als der Mensch es sich vorgestellt hat. Besonders im religiösen Leben, also im Glauben, kann es hierbei große Überraschungen geben, denn hier sind irdische Maßstäbe nicht maßgebend und anwendbar sondern es bedeutet mit ziemlicher Sicherheit gegen den Zeitstrom bzw. gegen den Zeitgeist schwimmen zu müssen. Eines ist aus Erfahrung bei einer geistigen Berufung, also im religiösen Bereich, zu beachten: Hier hat der oder die Berufene meist selber öfters Zweifel ob er wirklich berufen ist und er/sie wird von Oberen der Kirche in dieser Berufung gestärkt und dann berufen. Früher gab es eine Antiphon bei er Berufungsfeier, die lautete: „Nicht wer sich selbst beruft sondern den/die Gott beruft ist am Weg.“
Preis den Herrn!

Teresa

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4

Donnerstag, 8. November 2012, 16:34

Da wir in diesem Forum noch so wenig aktive Mitglieder sind, ist dieser Thread bisher noch nicht mit Leben erfüllt worden.

Ich habe seit gestern über dieses Thema nachdenken müssen - und bin darauf gekommen, daß nicht nur einige wenige, einige auserwählte Menschen eine Berufung haben, sondern daß Gott jedem Menschen eine ganz eigene Berufung schenkt. Wäre ja auch langweilig, wenn wir alle in der gleichen Weise handeln und denken würden...
Unsere Aufgabe ist es jeweils herauszufinden, wie Gott uns gedacht hat. Und dann sollten wir den Weg zu dem Ziel, der Mensch zu werden, den Gott sich gedacht hat, versuchen mutig zu gehen. Denn Mut gehört dazu, wenn man nicht gedankenlos mit der Mehrheit "mitschwimmt", sondern seinen ganz eigenen Weg sucht, der mitunter sicher nicht immer leicht ist, aber dem Leben Sinn gibt.
Beten wir zu Gott, daß er uns in der Erkenntnis hilft und uns die Kraft schenkt, dieser Erkenntnis zu folgen.

Du hast Recht, jeder Mensch hat eine Berufung von Gott erhalten. Diese Berufungen sind so unterschiedlich wie wir Menschen es sind. Aber eine solche Berufung kann sich im Zuge des Lebens auch wandeln. Der Mensch muss dazu nur ein offenes Ohr und ein hörendes Herz haben um auf den richtigen Weg geführt zu werden und auch bereit sein diesem zu folgen. Dieser Weg kann aber ganz anders sein als der Mensch es sich vorgestellt hat. Besonders im religiösen Leben, also im Glauben, kann es hierbei große Überraschungen geben, denn hier sind irdische Maßstäbe nicht maßgebend und anwendbar sondern es bedeutet mit ziemlicher Sicherheit gegen den Zeitstrom bzw. gegen den Zeitgeist schwimmen zu müssen. Eines ist aus Erfahrung bei einer geistigen Berufung, also im religiösen Bereich, zu beachten: Hier hat der oder die Berufene meist selber öfters Zweifel ob er wirklich berufen ist und er/sie wird von Oberen der Kirche in dieser Berufung gestärkt und dann berufen. Früher gab es eine Antiphon bei er Berufungsfeier, die lautete: „Nicht wer sich selbst beruft sondern den/die Gott beruft ist am Weg.“


Danke, @ Diaconus. Ich glaube, daß sich Berufungen verschieden stark bemerkbar machen. So ist es bei Musikern häufig ganz eindeutig, da gibt es schon allein auf Grund der Art der Begabung meistens keine Zweifel. Im geistlichen Bereich stelle ich mir das viel schwerer vor. Wir wissen ja um die seltsame Problematik, daß sich gerade in heutiger Zeit auch Frauen zum Priestertum berufen wissen wollen. Da habe ich aber meine ganz großen Zweifel, denn ein Ruf von Gott wird niemals gegen die Regeln, die in unserer Kirche maßgeblich sind, verstoßen. Ich glaube, daß es bei solchen Frauen dann eher um äußerliche Attribute geht, mit denen sie sich gerne schmücken wollen. Auch ein Hunger nach (falsch verstandener) Macht dürfte da eine große Rolle spielen. Da auch die Orthodoxen das Frauenpriestertum ablehnen, bin ich von der Richtigkeit dieser Regelung voll überzeugt. In der protestantischen Kirche hatte und habe ich immer ganz "irritierte Gefühle", wenn ich eine Frau im Talar mit dem berühmten Beffchen sehe. ;)
Aber auch für Frauen gibt es viele Möglichkeiten in der RKK ihrer inneren Berufung zu folgen. Warum können sich Frauen, die meinen eine geistliche Berufung zu haben, nicht einer Ordensgemeinschaft anschließen? Dazu gehört jedoch Demut, die sicher nicht so viele Menschen aufbringen. Und dann scheint es heute auch schwierig zu sein, in ein Kloster aufgenommen zu werden, denn dazu gehört eine eiserne Gesundheit, die vorher auch physisch und psycgisch untersucht wird! Ob das der richtige Weg ist? Die Heilige Teresa von Avila oder auch die Kleine Therèse von Lisieux wären heutzutage von den gesundheitsbewußten Klöstern abgelehnt worden. Und natürlich stellen immer wieder sich zum Ordensleben berufen fühlende Männer und Frauen fest, daß es in der Realität doch anders aussieht als in ihren Vorstellungen und verlassen das Kloster früher oder später wieder. Nicht ohne Grund dauert die Probezeit für Anwärter mehrere Jahre.

Hinzu kommt natürlich auch, daß wir Menschen uns manchmal etwas einbilden, was wir für eine Berufung halten, um dann enttäuscht zu sein, wenn Gott den Weg, den man zu gehen wünscht, zu verhindern weiß. Gut ist es, wenn man Hilfe bekommt, wenn es um die Richtung der Berufung geht. Gerade junge Leute brauchen dann eine intensive und fürsorgliche Begleitung.
Möge Gott jedem Menschen zum richtigen Weg verhelfen - und jedem Mensch Einsicht und Erkenntnis in der Entscheidungsfindung zuteil werden lassen.
Obl.OSB

Gelobt sei Jesus Christus!