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Evangelisch-Lutherisch

Antworten im Thema: 258 » Der letzte Beitrag (3. August 2016, 19:56) ist von diaconus.

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Dienstag, 23. August 2011, 12:29

Evangelisch-Lutherisch

Hier kann über die evangelisch-lutherische Gemeinschaft diskutiert werden.
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Dienstag, 23. August 2011, 18:00

Aus dem Thread "Evangelische Gemeinschaften" kopiert

Donnerstag, 18. August 2011, 19:10 von diaconus
Umkehr in den evangelischen Kirchen
Wie im Nachrichtenportal von idea zu lesen ist, fordert der Leiter der evangelischen Aktion „ProChrist“, Pfarrer Parzany, eine Umkehr „zur Wahrheit der Heiligen Schrift.“

Evangelische Theologen, wie Altbischof Ulrich Wilckens aus Lübeck, der badische Oberkirchenrat i. R. Klaus Baschang und andere Christen, haben anfangs August eine Erklärung unter dem Titel „Für die Freiheit des Glaubens und die Einheit der Kirche“ veröffentlicht, die dazu aufruft den Anpassungen an den Zeitgeist zu widerstehen und die Bekenntnisse der Kirche Jesu Christi neu ernstzunehmen. Auch Pfarrer Parzany unterstützt diese Erklärung in ihren sieben Grundaussagen. Parzany hat eine diesbezügliche „Persönliche Verpflichtung“ unterzeichnet, die er dem EKD-Ratsvorsitzenden, Nikolaus Schneider, übergab und bat dieses Dokument seinem Personalakt anzufügen. In diesem Brief an Schneider stellt Parzany im O-Ton fest: „Es mangelt den evangelischen Kirchen gegenwärtig an Eindeutigkeit und Klarheit im Bekenntnis zu Person und Werk unseres Herrn Jesus Christus und in der Anerkennung der Autorität der Heiligen Schrift. In meinem Verkündigungsdienst und der damit verbundenen Seelsorge werde ich immer wieder mit den verheerenden Folgen dieses Mangels konfrontiert.“
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Dienstag, 23. August 2011, 18:04

Aus dem Thread "Evangelische Gemeinschaften" kopiert

Donnerstag, 18. August 2011, 20:47 von Teresa
Dieser Aktion "ProChrist" wünsche ich ganz viel Erfolg! Die an der Aktion beteiligten ev. Theologen scheinen jedoch leider Ausnahmen in der ev.-luth. Kirche zu sein, so habe ich Zweifel, ob die Aktion tatsächlich zu einem Erfolg führen wird.
Es wäre jedoch schon viel gewonnen, wenn es als erste Reaktion ein Nachdenken und eine Diskussion zu diesem Thema gäbe. Vielleicht breitet sich der Kern dieser Aktion dann ähnlich aus wie ein Tropfen, der ins Wasser fällt und immer größere Kreise zieht.
Das wünsche ich jedenfalls der ev.-luth. Kirche schon um der gläubigen ev. Christen willen, die treu in der Nachfolge Jesu zu leben versuchen.
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Dienstag, 23. August 2011, 18:09

Aus dem Thread "Evangelische Gemeinschaften" kopiert

Freitag, 19. August 2011, 17:34 von diaconus
Das Fanal von Zeitz
Wie die Nachrichtenagentur idea berichtet, jährte sich am 18. August der Jahrestag des „Fanals von Zeitz“ zum 35. Mal. Am 18. August 1976 verbrannte sich der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz vor der Michaeliskirche in Zeitz (Sachsen-Anhalt) aus Protest gegen die Kirchen- und Jugendpolitik der DDR. Der Pfarrer hatte in seiner Dorfgemeinde in Rippicha immer wieder Aktionen gegen die atheistische Propaganda der SED sowie auch gegen die Anpassungsstrategie der evangelischen Kirche in der DDR gesetzt. Dem Staatssicherheitsministerium war der missionarische Pfarrer natürlich ein Dorn im Auge und setzte auf ihn Dutzende Mitarbeiter – auch aus der Kirche – als Spitzel an. Außerdem lancierte man – in bewährter Manier, nach UdSSR-Muster – Gerüchte, dass der Pfarrer geistesgestört sei. Anmerkung: Ein Mensch, der die Errungenschaften des realen Sozialismus ablehnt, muss ja geistesgestört sein, nur dürfte es eher umgekehrt sein.

Bedauerlicherweise distanzierten sich damals jene Kirchenleiter von ihm, die für eine „Kirche im Sozialismus“ eintraten wie Manfred Stolpe, Berlin, und Hans Seigewasser, die nach Magdeburg fuhren um die Leitung der Kirchenprovinz Sachsen auf die Solidarität mit dem Staat einzuschwören.

Ursprünglich sollte das Fanal auf Befehl Honeckers verschwiegen werden, doch zwei Pfarrerskollegen, reisten nach Ost-Berlin und informierten dort westliche Fernsehkorrespondenten über das Ereignis und die Hintergründe und so erfuhr es die Welt.

Regimegegner in der DDR kritisierten, dass sich die evangelische Kirche nicht hinter den Pfarrer gestellt hat.

Das Brüsewitz-Zentrum stellt dazu fest, dass sich bis heute die evangelische Kirche über ihre verkehrte Zurückhaltung nicht offiziell entschuldigt habe und die Kirche nach wie vor laviere, so Prof. Wolfgang Stock, der Vorsitzende des Zentrums..

Unter den 75 Pfarrern, die im Talar den letzten Lebensweg Brüsewitz begleiteten war auch der spätere Superintendent Thomas Küttler, der zu idea meinte, dass es Brüsewitz Verdienst gewesen sei, die „eingeschliffenen Mechanismen gegenseitiger Rücksichtnahme zwischen Kirche und SED-Staat“ aufgebrochen zu haben. „Sein Flammentod war definitiv ein Einschnitt für die evangelische Kirche in der DDR“.

Heute gilt Brüsewitz als einer der Wegbereiter der friedlichen Revolution von 1989. An seiner Pfarrkirche von Rippicha ist seit 2006 eine Gedenktafel angebracht und vor der Michaeliskirche in Zeitz erinnert seit 1990 eine Gedenksäule an die Selbstverbrennung. Am 21. August findet in Zeitz ein Gedenkgottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung statt. Die Bischöfin der evangelischen Kirche wird bei dieser Feier nicht dabei sein, da sie bei einem Festgottesdienst zum 10-jäjhrigen Bestand des Christus-Pavillons sein wird.

Kommentar
Die Haltung der Bischöfin sagt viel aus, ein Pavillon ist ihr wichtiger als ein Gedenken an einen Menschen, der als Märtyrer für Christus und die Wahrheit gestorben ist.
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5

Samstag, 27. August 2011, 19:03

Kritik wegen „Verführungen und Irrlehren“ in den evangelischen Gemeinschaften

Wie die Nachrichtenagentur idea berichtet hat eine Gruppe evangelischer Theologen scharfe Kritik an „Verführungen und Irrlehren“ in der Volkskirche geübt und eine Diskussion um den theologischen Kurs angestoßen.

Die Gruppe zu der der nordelbische Altbischof Ulrich Wilckens sowie Oberkirchenrat i.R. Klaus Baschang (Karlsruhe), die Theologieprofessoren Rainer Meyer (Stuttgart) und Reinhard Slenczka (Erlangen) sowie Kirchenrat i.R. Hans Lachenmann (Satteldorf bei Schwäbisch Hall) gehören .haben am 4. August eine Erklärung unter dem Titel „Für die Freiheit des Glaubens und die Einheit der Kirche“ veröffentlicht in der gefordert wird, der Anpassung an den Zeitgeist zu widerstehen und die Bekenntnisse der Kirche Jesu Christi neu ernstzunehmen. Am 25. August berichtete die Gruppe, dass es „erfreulich viele Reaktionen mit dankbarer Zustimmung und weiterführenden Überlegungen“ gibt.

In dieser Erklärung wird u. a. darauf hingewiesen, dass die Ehe zwischen Mann und Frau als Grundmodell für verantwortliches Zusammenleben in der Gesellschaft ist. Und es wird darauf hingewiesen, dass es dagegen eine falsche Lehre sei, wenn behauptet werde, die Ehe sei nur eine Lebensform neben anderen zu beliebiger Wahl. Auslöser dieser Erklärung ist das Anfang November von der EKD-Synode verabschiedete Dienstrecht, das es den 22 Landeskirchen überlässt, ob homosexuelle Pfarrer mit ihrem Partner in kirchlichen Dienstwohnungen zusammenleben dürfen. Es sei „Verführung zur Irrlehre“, wenn in dem Gesetz „Ehe“ und „familiäres Zusammenleben“ nebeneinander gestellt würden und es in der Erläuterung heiße, diese Bestimmung umfasse auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, so die Autoren der Erklärung.

Kommentar:
Also auch unter den evangelischen Theologen, die noch „sola scriptura“ festhalten, gärt es, weil die EKD die unveränderlichen biblischen Aussagen im Zeitgeist über den Haufen wirft und alles der Beliebigkeit unterstellt.
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6

Sonntag, 11. September 2011, 16:20

Krankensalbung gewinnt an Bedeutung

Unter diesem Titel veröffentlicht die Nachrichtenagentur idea einen Artikel des Theologieprofessors Basilius J. Groen, Vorstand des Instituts für Liturgiewissenschaft, Christliche Kunst und Hymnologie in Graz, den dieser in der christlichen Zeitschrift „ChrisCare“ veröffentlicht hat.

In diesem Artikel schreibt der Theologe, dass sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche man diese Form der Liturgie neu entdeckt habe und vermutet, dass die „große Aufmerksamkeit für Körperlichkeit, leibliches Wohlsein, Wellness und menschliche Selbstentfaltung“ in der westlichen Welt zum Interesse für die Krankensalbung beiträgt.
Nachdem er auf Entwicklungen in der römisch-katholischen Kirche verweist, wo die Krankensalbung ein Sakrament ist, geht er auf eine Entwicklung in den evangelischen Gemeinschaften ein.

Groen verweist in diesem Zusammenhang vor allem auf die Michaelsbruderschaft, die bei der Wiederentdeckung der Krankensalbung eine wichtige Rolle spielte. So hat die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) die Salbung 1994 in ihre Agende für Krankenliturgie aufgenommen. In einigen Kirchengemeinden würden „Salbungsgottesdienste“ gefeiert. Bei diesen Feiern mit Gebeten, Liedern und Lesung aus der Bibel könnten sich die Teilnehmer Stirn und Handflächen salben lassen. Groen zufolge praktizieren auch zahlreiche protestantische Kirchen in Europa und den USA die Krankensalbung, darunter Baptisten, Lutheraner und Methodisten.

Kommentar
Wie schön, dass auch in den evangelischen Gemeinschaften die Krankensalbung wieder entdeckt wird, wenn sie auch für diese kein Sakrament ist. Denn lange Zeit war ja der Jakobusbrief, auf den ja u. a. die Krankensalbung beruht, für einen großen Teil dieser Gemeinschaften gar nicht existent bzw. er wurde abgelehnt, wie uns im Bereich „Protestantismus/Reformierte“ des theologischen Studiums erläutert wurde.
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7

Dienstag, 20. September 2011, 16:47

Signale aus der Schattenwelt

In der gestrigen Tagespost schreibt Alexander Kissler unter diesem Titel einen sehr guten Kommentar in dem er zum kommenden Papstbesuch feststellt, dass die „Laizisten schäumen, die Linke tobt, Protestanten poltern – Mein Gott, wie peinlich – Sie alle fühlen sich durch den klugen Gast aus Rom in ihrer Deutungsmacht bedroht.“

Und zum Toben der Protestanten erwähnt er den Superintendenten Bertold Höcker, „Kirchenkreis Mitte Berlin“. Dieser 53-jährigen evangelische Theologe weiß was die Stunde geschlagen hat und schreibt im Kundenmagazin der Berliner Flughäfen, dass die evangelische Kirche das Evangelium „in die Gegenwart urban lebender Menschen übersetzt, indem sie Gottesdienste für Schwule und Verliebte anbietet und der Protestantismus „anschlussfähig wie sonst kaum etwas“ an die individualisierte Gesellschaft sei und außerdem „eine Religion für die Wissenden“ ist. Andererseits beklagt der Superintendent, dass es in Berlins evangelischen Gemeinden leider auch die „Asche der Tradition“ gebe, aber immer öfter das „große neue Feuer“. Alexander Kissler schließt aus diesen Äußerungen des Superintendenten, dass die Katholiken vom Protestantismus und vom Herrn Superintendenten lernen können, „Dass Glaube ohne Wissen tot is.“

Link zum Artikel
www.die-tagespost.de/Signale-aus-der-Sch…t;art456,127859

Kommentar:
Danke, Herr Superintendent, für ihre Feststellung, dass nur der Protestantismus das Wissen des Glaubens hat. Ich erlaube mir aber als Theologe die Frage, welches Bibelwissen Sie haben, wenn in ihrem Wissen Lev 18,22 bzw. Lev 20,13 für nicht mehr existent erklärt wird, die hier erwähnte Todesstrafe ist durch Jesus zwar aufgehoben worden, aber nicht die Grundaussage, denn Jesus hat eindeutig in den Antithesen zur Bergpredigt gesagt: „Denkt nicht, ich sei gekommen, das Gesetz und die Propheten aufzuheben.“(Mt, 5,17) und über die Apostel bzw. Jünger, also auch für die heutigen Christen, hat ER gesagt: „Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.“ (Joh 17,16). Wenn Sie, Herr Superintendent feststellen, dass der Protestantismus das Evangelium „in die Gegenwart urban lebender Menschen übersetzt“ und „anschlussfähig wie sonst kaum etwas“ an die individualisierte Gesellschaft sei. Sie huldigen damit lieber dem Zeitgeist und widersprechen eindeutig den Aussagen Jesu und stehen damit nicht mehr im Glauben an den Sohn Gottes wie ihn die Heilige Schrift verkündet. Dass Sie auch damit gegen jene treuen protestantischen Theologen und Gläubigen stehen, wie zBspl. des Theologen Wolfhart Pannenberg oder Jens Motschmann, ein Bremer evangelischer Pastor, die noch „sola scritura“ hochhalten, sei nur am Rande erwähnt.
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8

Dienstag, 20. September 2011, 18:29

Ein geschätzter evangelischer Theologe

Pastor, Agent, Märtyrer und Prophet – Dietrich Bonhoeffer

Unter diesem Titel veröffentlicht heute die evangelische Nachrichtenagentur idea eine Rezension über eine neue Biographie des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945), deren deutsche Ausgabe am 20. September in Berlin vorgestellt wurde. Das Buch umfasst 752 Seiten und erscheint im Verlag SCM Hänssler.

Der CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzende, Volker Kauder, würdigte Bonhoeffer als einen einer der wenigen gewesen sei, die der Instrumentalisierung des christlichen Glaubens durch den Nationalsozialismus widersprachen. Und weiters sagte Kauder: „Von Bonhoeffer können wir lernen, nicht wegzuschauen, wenn Demokratie und christliche Überzeugungen verächtlich gemacht werden.“ Der Theologe sei ein streitbarer, kämpferischer Mensch mit einer tiefen christlichen Gläubigkeit gewesen. Während seiner Widerstandszeit im Dritten Reich habe er bewegende Glaubenszeugnisse formuliert.“

Metaxas, der Autor der Biographie, erwähnte einerseits den Mut mit dem Bonhoeffer den Nationalsozialismus bekämpft habe und andererseits sei er überrascht gewesen, dass der Theologe – anders als oft behauptet – theologisch weder liberal noch nachchristlich humanistisch gewesen sei. Bonhoeffers Glaube sei mit der Zeit immer stärker und in der Bibel fundierter geworden. Außerdem sei darauf hinzuweisen, dass Bonhoeffer eine maßgebliche Rolle in der Bekennenden Kirche spielte.
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9

Sonntag, 25. September 2011, 19:01

Vatikan: Der Papst hat Luther nicht rehabilitiert

So titelt eine Meldung der Nachrichtenagentur idea, nachdem der Sprecher des Vatikans, Frederico Lombardi, die Äußerungen des EKD-Ratsvorsitzenden, Präses Nikolaus Schneider, als „ein bisschen übertrieben“ bezeichnet hat. Schneider meinte nach der Begegnung der EKD-Delegation mit dem Papst, dass er eine tiefgreifende Veränderung des katholischen Lutherbildes festgestellt hat und äußerte, dass faktisch, wenn auch nicht kirchenrechtlich, sei der Reformator rehabilitiert worden. „Diese Rehabilitation „haben wir heute durch den Mund des Papstes auch sehr deutlich gehört“, hatte Schneider vor Medienvertretern gesagt. Lombardi widersprach dieser Darstellung, denn der Papst habe lediglich die „Tiefe des Glaubens“ des Reformators unterstrichen.

Kommentar:
Scheinbar haben Präses Schneider und ich gleichzeitig eine unterschiedliche Ansprache des Hl. Vaters gehört. Oder hat Präses nur das gehört, was er hören wollte, aber in der Rede des Hl. Vaters tatsächlich nicht gesprochen wurde. Denn der Hl. Vater hat nur den tiefen Glauben des Martin Luther erwähnt und sonst nichts. Von Luther und was mit der Reformation zusammenhängt, war kein einziges Wort zu hören. Wo erfolgt somit eine Rehabilitierung Luther in Richtung der Reformation? Da muss man schon sehr realitätsfremd sein. Aber diese Haltung ist ja bei einem Großteil der Theologen und Ordinierten der EKD nichts Neues wie aus deren Äußerungen immer wieder festzustellen ist.
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10

Dienstag, 4. Oktober 2011, 17:59

Der Kirche droht vor allem Gefahr von innen

Wie die Nachrichtenagentur idea berichtet findet vom 3. bis 5. Oktober der 4. Ökumenische Bekenntniskongress in Goslar statt an dem über 100 evangelische, römisch-katholische und orthodoxe Repräsentanten aus Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Peru und Russland teilnehmen . Das Kongressthema ist „Das Kreuz Jesu Christi – Die Mitte des Heils“.

Der Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pastor Ulrich Rüß, hat dabei vor einem Verlust zentraler geistlicher Inhalte in den evangelischen Kirchen gewarnt. Rüß beklagte auch, dass der Sühnetod Jesu innerkirchlich immer mehr in Frage gestellt werde, wobei er als Beispiel eine Äußerung des EKD-Ratvorsitzenden, Präses Nikolaus Schneider, aus dem Jahr 2009 zitierte, der damals gesagt hatte: Gott brauche kein Sühnopfer: „Denn es muss ja nicht sein Zorn durch unschuldiges Leben Leiden besänftigt werden.“

Dass Papst Benedikt XVI. bei seinem Deutschlandbesuch dazu aufgerufen habe, dem Zeitgeist und dem Druck zur Säkularisierung nicht nachzugeben, wurde von Rüß begrüßt. Aber genau dies geschehe in der evangelischen Kirche, denn sie lasse sich durch Feminismus und Gender-Ideologie beeinflussen sowie segne sie homosexuelle Lebensgemeinschaften und das neue Pfarrdienstrecht ermögliche Homosexuellen das Zusammenleben im Pfarrhaus. Aber in dem Maße, wie sich die Kirche von Bibel und Bekenntnis entferne und dem Zeitgeist erliege, wachse die Kluft zur römisch-katholischen Kirche. Außerdem meinte Rüß: „Wäre die evangelische Kirche lutherischer, wäre es für die katholische Kirche leichter, beim Reformationsjubiläum 2017 – auf welche Weise auch immer – dabei zu sein.“ Und weiters: Der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften gehe es um eine „trinitarische, christologische Bekenntnisökumene“. Diese hebe sich ab von einer Ökumene, die sich mehr an Themen politischer Weltverantwortung orientiere und vom Druck der Säkularisierung beeindrucken lasse.
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11

Dienstag, 4. Oktober 2011, 18:34

Warum viele mit dem Kreuz nichts anfangen können

Idea berichtet weiter über diesen Kongress und geht dabei auf einen der Hauptvorträge ein, den der Dozent für Systematische Theologie am Theologischen Seminar St. Chrischona, Pfarrer Werner Neuer (Bettingen bei Basel), hielt. Dessen Thema war, warum der Sühnetod Jesu heute für viele Menschen unverständlich bleibe. Hier erklärte der Theologe, dass ein wesentlicher Grund das geschwundene Bewusstsein des Menschen sei, dass er Sünder sei und Vergebung seiner Schuld benötige. Daher stünden als Folge die meisten Bürger der massenhaften Tötung ungeborener Kinder weithin gleichgültig gegenüber.

Dass auch ein aggressiver Atheismus, der Zerrbilder der Botschaft vom Kreuz zeichne, vielen den Zugang zusätzlich erschwere, sei ein weiterer Grund, denn so werde Gott als sadistisch und rachsüchtig dargestellt, weil er seinen Sohn am Kreuz sterben lasse.

Neuer wies auch darauf hin, dass der Kreuzestod Jesu jedoch Ausdruck der „unermesslichen Liebe Gottes zum Menschen“ sei und daher könne und dürfe das „Ärgernis des Kreuzes“ nicht beseitigt werden: „Es muss uns schmerzen, dass dieses unermessliche Opfer nötig wurde, um uns zu retten.“

Wichtig sei, dass die Botschaft vom Sühnetod Jesu in einer Weise vermittelt werde, dass sie auch für Menschen ohne christliche Erziehung nachvollziehbar sei. Auch Evangelisten wie ProChrist-Hauptredner Ulrich Parzany (Kassel) zeigten auf, dass dies möglich sei.
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12

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 18:19

Ökumenischer Bekenntniskongress

Lt. der Nachrichtenagentur idea hat der russisch-orthodoxe Theologe Alexander Vasyutin auf dem 4. Ökumenischen Bekenntniskongress der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften am 4. Oktober angemahnt, dass die westlichen Kirchen eine Neubesinnung auf die Kernbotschaft des christlichen Glaubens: den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu Christi brauchen.

So sagte er wörtlich: „Die Kirchen des Westens müssen sich erneut daran erinnern, dass es ohne Kreuz kein Christentum gibt“, denn bei manchen Kirchen stehe nicht mehr der „gekreuzigte Herr“ im Mittelpunkt sondern vielmehr gehe es um politisch relevante Themen und das Ziel, das Reich Gottes auf Erden zu bauen. Aber eine Kirche ohne Kreuz verwandele sich jedoch in eine heidnische Religion, die nur das irdische Glück der Menschen zum Ziel habe. Daher sei es notwendig, die zentrale Bedeutung der Kreuzesbotschaft wiederzuentdecken, denn mit seinem Opfertod habe Jesus Christus „seine höchste Demut und Liebe zur Welt“ gezeigt. „Wir brauchen also nicht die Ökumene der Redekunst, sondern die Ökumene des Kreuzes“, sagte Vasyutin.

Der Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen bei Tübingen), der der Ehrenpräsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften ist, plädierte dafür, das theologische Gespräch zwischen bibel- und bekenntnistreuen Protestanten und Orthodoxen zu intensivieren. Die orthodoxen Kirchen hätten frühzeitig erkannt, dass der Weltkirchenrat dem Zeitgeist verfallen sei.
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13

Freitag, 7. Oktober 2011, 12:48

Pfarrer Fliege

Endlich geht man von evangelischer Seite aus gegen den "berühmten" Fernsehpfarrer Fliege vor!
Siehe: http://regionales.t-online.de/disziplina…_50403516/index

Die Kirche des Rheinlands hat ein Disziplinarverfahren gegen diesen Herrn eröffnet, Auslöser war wohl die Äußerung gegenüber einem Brautpaar, dass "Kirche und Gott scheißegal seien. Erst einmal komme es auf die Seele an."
Wir erinnern uns, dass er vor einigen Wochen auch "Wässerchen" zum Verkauf angeboten hat, die er magisch aufgeladen hat, indem er "Segen und Trost" hinein gesprochen hat.

Es wurde aber auch langsam Zeit, dass der ev. Kirchenleitung die Machenschaften dieses Herrn Fliege auffallen. Ich habe mich schon lange darüber gewundert, was dieser alles im Namen der evangelischen Christen "verkünden" darf. Nun bin ich gespannt, ob sich noch andere Landeskirchen anschließen - und auf das Ergebnis dieses Disziplinarverfahrens!
Obl.OSB

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Freitag, 7. Oktober 2011, 15:33

RE: Pfarrer Fliege

Zitat

von Teresa
Die Kirche des Rheinlands hat ein Disziplinarverfahren gegen diesen Herrn eröffnet, Auslöser war wohl die Äußerung gegenüber einem Brautpaar, dass "Kirche und Gott scheißegal seien. Erst einmal komme es auf die Seele an."
Wir erinnern uns, dass er vor einigen Wochen auch "Wässerchen" zum Verkauf angeboten hat, die er magisch aufgeladen hat, indem er "Segen und Trost" hinein gesprochen hat.
Es wurde aber auch langsam Zeit, dass der ev. Kirchenleitung die Machenschaften dieses Herrn Fliege auffallen. Ich habe mich schon lange darüber gewundert, was dieser alles im Namen der evangelischen Christen "verkünden" darf. Nun bin ich gespannt, ob sich noch andere Landeskirchen anschließen - und auf das Ergebnis dieses Disziplinarverfahrens!

Auch in den GMX-Nachrichten war diese Meldung vorhanden. Hier wurde auch die „Rheinische Post“ zitiert, der gegenüber aus Kreisen der Landeskirche wegen des Verkaufes der „Fliege-Essenz“ (dem „magischen“ Wässerchen) erklärt wurde, „Segen verkauft man nicht“.
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15

Freitag, 7. Oktober 2011, 17:29

Nun gibt es auch auf der Seite von t-online einen ausführlicheren Bericht zum Thema "Fliege":
http://unterhaltung.t-online.de/juergen-…_50415598/index

Ein Leserkommentar ist interessant (Die Leserkommentare auf solchen Nachrichtenseiten glänzen leider meistens vor allem durch Unwissen): Er meint, dass es schon häufiger vorgekommen sei, dass sich jemand vom Paulus zum Saulus gewandelt habe. Ich gebe aber zu, dass ich bisher nur die Wandlung vom Saulus zum Paulus gekannt habe. ;)

Auch erwähnenswert: Fliege hat Ende dieses Monats zu einem Kongress eingeladen, an dem auch Engelsredner, Schamanen und andere Esoteriker teilnehmen werden. Fliege erklärt auf den Vorwurf, dass er sich zum Esoteriker gewandelt habe, dass er das Gespräch mit anderen Glaubensrichtungen suche. ?( Er ist jedenfalls um Ausreden nie verlegen... ;)
Immerhin hat der ebenfalls eingeladene Präses Herr Schneider seine Teilnahme an diesem "Kongress" abgesagt.

Jedenfalls hat dieses Thema "Fliege" nun wohl doch das Interesse einer größeren Öffentlichkeit geweckt. Schauen wir mal, was aus dieser Sache wird!
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Freitag, 7. Oktober 2011, 17:54

Ergänzung zu Pfarrer Fliege

Die Nachrichtenagentur idea berichtet heute, neben der Meldung über das eingeleitete Disziplinarverfahren gegen Pfarrer Jürgen Fliege auch über einige Äußerungen, die von diesem im Laufe der Jahre in der Öffentlichkeit getan wurden.

Bereits 1996 konnte das EKD-Kirchenmagazin „Brücken bauen“ nicht ausgeliefert werden, da Fliege in dem darin enthaltenen Interviews zum Kirchenaustritt gesagte hat: „Wenn ihr austreten wollt, tretet aus, völlig in Ordnung, wie in der DDR weiland.“

1999 hatte Fliege in einem Interview mit dem Sex-Magazin „Penthouse“ Gott als „den Gangster da oben“ bezeichnet. Und weiters: Die Verkündigung des gekreuzigten Christus sei eine „schwarze Pädagogik“, die Schuldgefühle auslöse. In einem Hauptvortrag auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2005 in Hannover erklärte „Ich möchte nicht, dass irgendein Lebewesen dieser Welt für meinen Scheiß geradestehen muss. Mit dem blutenden Mann am Kreuz kriege ich keinen spirituellen Frieden.“ Gott rede er nicht mehr mit ‚Herr‘ an, da er wisse, dass er das nicht sei. Außerdem soll er zu einem Brautpaar in einem Gespräch gesagt haben „Gott, Kirche und so, das sei erstmal scheißegal, auf die Seele komme es an.“

Fliege selbst meinte zur Eröffnung des Disziplinarverfahrens, dass er in dem Vorwurf, dass er mit religiösen Angeboten Geld verdiene nichts schlechtes sehe, denn: „Jedes gesprochene oder geschriebene Vaterunser unserer Pfarrer kostet Geld! Der Segen Gottes ist kostenlos. Das Weitergeben des Segens durch die Kirche aber nicht.“ Segen sei in der Kirche „selbstverständlich käuflich zu erwerben“: Ohne steuerpflichtige Mitglieder gebe es keinen Segen bei Trauungen und auch keine Beerdigungen.

Kommentar
Diese Aussagen Flieges sprechen für sich und müssen nicht besonders kommentiert werden. Außerdem ist es ein Unterschied ob dir Kirche Gebühren für eine Leistung erhält oder ob ein Ordinierter mit seinem Namen „Geld macht.“
Interessant ist nur, dass erst jetzt ein Disziplinarverfahren eingeleitet wurde, denn dies wäre m. M. aufgrund der Äußerungen vor Jahren längst fällig gewesen.
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Samstag, 15. Oktober 2011, 17:56

„Ein Kreuz-loses Heil wird zum Heil-losen Glauben“

So lautet die Überschrift des heutigen Berichtes der Nachrichtenagentur idea über den Studientag des bayrischen Arbeitskreises Bekennender Christen, der sich mit der Frage „Wie ist der Kreuzestod Jesu Christi zu verstehen?“ beschäftigte. In diesem Arbeitskreis Bekennender Christen sind Verantwortliche aus rund 20 Gemeinschaften, Verbänden und Werken zusammengeschlossen und sie vertreten bekenntnislutherische, kommunitäre, charismatische, hochkirchliche und pietistische Prägungen innerhalb der bayerischen Landeskirche.

Als Hintergrund für diese Fragestellung „Wie ist der Kreuzestod Jesu Christi zu verstehen?“ ist die innerkirchliche Debatte um den Sühnetod Jesu, denn manche Theologen sehen Gott als rachsüchtig und sadistisch in Verbindung mit dem Kreuzestod Jesu.

Der systematische Theologe Andreas Loos vom Theologischen Seminar St. Chrischona (Bettingen bei Basel). Stellt dazu fest, dass Jesus nicht „der Prügelknabe Gottes“ sei sondern Gott zahle vielmehr selbst den Preis für die Sünden der Menschheit – eben in der Person Jesus. Denn eine Theologie, die das Sterben Christi als echte Heilstat Gottes für die Menschen ablehne, führe letztlich zu einer gnadenlosen Form der Selbsterlösung und wenn Christus durch seinen Tod die Sünde nicht stellvertretend übernommen und ausgelöscht hätte, hieße das letztlich, „dass wir uns selbst aus dem Sumpf der Gottesfeindschaft ziehen müssen.“. Als Endergebnis der Unterschätzung der Sünde und die Überschätzung menschlicher Möglichkeiten „wird aus dem Versuch, ein Kreuz-loses Heil zu verkünden, letztlich ein Heil-loser Glaube“. Die Bibel bezeugt, dies dass „Gott imn Christi Sterben am Kreuz das für uns getan, was wir nicht tun können, nämlich die Macht der Sünde brechen und das Leben in Liebe an Gott hingeben.“

Pfarrer Tobias Eißler (Gunzenhausen/Mittelfranken) meinte dazu, dass hinter der Behauptung, Gott sei rachsüchtig, eine Lästerung der modernen Gesellschaft steckt, die sich vom Gottesbild der Bibel entferne. Zwar hängen viele Menschen am Bild eines „lieben Gottes“, haben aber den Aspekt der Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes aus dem Blick verloren und dadurch ergebe sich ein falsches Verständnis der Kreuzestheologie. In der Zusammenfassung der Diskussion stellte der Vorsitzende des Arbeitskreises, Pfarrer Till Roth (Redwitz/Oberfranken) fest „Am Kreuz Jesu führt für die Kirche kein Weg vorbei.“

Kommentar
Nicht nur in der evangelisch-lutherischen Gemeinschaft gibt es diese Debatte sondern auch unter denselben Prämissen in jenen Kreisen der katholischen Kirche, die der modernistischen Theologie anhängen. Den Aussagen der genannten evangelischen Theologen ist nichts hinzuzufügen, da dies auch weitgehend der Lehre der katholischen Kirche entspricht. Auf dieser Basis ist Ökumene sicher sinnvoll
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Teresa

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Sonntag, 16. Oktober 2011, 14:12

Wäre es nicht schön, wenn die hochkirchlich orientierten Protestanten mehr Menschen für ihre Richtung gewinnen könnten?
Dann sehe ich es wie Du, lieber Diaconus, dass die Ökumene auch mit den Protestanten Fortschritte machen könnte.

Solange aber viele Protestanten, ebenso wie viele Katholiken, nur Taufscheinchristen sind, habe ich nicht viel Hoffnung, es sei denn die hochkirchliche Richtung würde sich sehr aktiv auf die Mission konzentrieren - und die schlafenden Taufscheinchristen auf protestantischer Seite für sich gewinnen. Die Menschen müßten wieder begreifen, dass es im Leben nichts Wichtigeres als GOTT gibt, denn die Ewigkeit dauert länger als unser kurzes Erdendasein... Und sie müßten auch begreifen lernen, dass man zu Gott eine Beziehung aufbauen kann, die sehr lebendig und - spannend ist. Dann würde auch die Sehnsucht wachsen, sich wenigstens einmal in der Woche besonders intensiv Gott zuzuwenden, nämlich indem man zur Kirche geht. Leider halten viele Protestanten den Gottesdienstbesuch für verzichtbar, weil man ja auch zuhause beten könne. Wenn man aber Gottes Liebe erwidert, dann wächst die Sehnsucht, ihm so oft wie möglich nahe zu sein. :)
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Sonntag, 16. Oktober 2011, 17:41

@ Teresa

Zitat

Wäre es nicht schön, wenn die hochkirchlich orientierten Protestanten mehr Menschen für ihre Richtung gewinnen könnten?
Dann sehe ich es wie Du, lieber Diaconus, dass die Ökumene auch mit den Protestanten Fortschritte machen könnte.
Solange aber viele Protestanten, ebenso wie viele Katholiken, nur Taufscheinchristen sind, habe ich nicht viel Hoffnung, es sei denn die hochkirchliche Richtung würde sich sehr aktiv auf die Mission konzentrieren - und die schlafenden Taufscheinchristen auf protestantischer Seite für sich gewinnen. Die Menschen müßten wieder begreifen, dass es im Leben nichts Wichtigeres als GOTT gibt, denn die Ewigkeit dauert länger als unser kurzes Erdendasein... Und sie müßten auch begreifen lernen, dass man zu Gott eine Beziehung aufbauen kann, die sehr lebendig und - spannend ist. Dann würde auch die Sehnsucht wachsen, sich wenigstens einmal in der Woche besonders intensiv Gott zuzuwenden, nämlich indem man zur Kirche geht. Leider halten viele Protestanten den Gottesdienstbesuch für verzichtbar, weil man ja auch zuhause beten könne. Wenn man aber Gottes Liebe erwidert, dann wächst die Sehnsucht, ihm so oft wie möglich nahe zu sein. :)

Deinen Ausführungen kann ich nur zustimmen. Wenn es dann auch noch bei den Sakramenten, außer der Taufe, die ja gegenseitig anerkannt wird, eine Bewegung geben würde, wäre ein weiterer Schritt in der Ökumene denkbar. Nachdem ja die Michaelsbruderschaft sowie auch andere evangelische Denominationen die Krankensalbung vornehmen, ist ja hier bereits dazu eine Basis gegeben (siehe meinen Post vom 11. September in diesem Thread).
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Sonntag, 16. Oktober 2011, 18:05

@ Teresa

Zitat

Wäre es nicht schön, wenn die hochkirchlich orientierten Protestanten mehr Menschen für ihre Richtung gewinnen könnten?
Dann sehe ich es wie Du, lieber Diaconus, dass die Ökumene auch mit den Protestanten Fortschritte machen könnte.
Solange aber viele Protestanten, ebenso wie viele Katholiken, nur Taufscheinchristen sind, habe ich nicht viel Hoffnung, es sei denn die hochkirchliche Richtung würde sich sehr aktiv auf die Mission konzentrieren - und die schlafenden Taufscheinchristen auf protestantischer Seite für sich gewinnen. Die Menschen müßten wieder begreifen, dass es im Leben nichts Wichtigeres als GOTT gibt, denn die Ewigkeit dauert länger als unser kurzes Erdendasein... Und sie müßten auch begreifen lernen, dass man zu Gott eine Beziehung aufbauen kann, die sehr lebendig und - spannend ist. Dann würde auch die Sehnsucht wachsen, sich wenigstens einmal in der Woche besonders intensiv Gott zuzuwenden, nämlich indem man zur Kirche geht. Leider halten viele Protestanten den Gottesdienstbesuch für verzichtbar, weil man ja auch zuhause beten könne. Wenn man aber Gottes Liebe erwidert, dann wächst die Sehnsucht, ihm so oft wie möglich nahe zu sein. :)

Deinen Ausführungen kann ich nur zustimmen. Wenn es dann auch noch bei den Sakramenten, außer der Taufe, die ja gegenseitig anerkannt wird, eine Bewegung geben würde, wäre ein weiterer Schritt in der Ökumene denkbar. Nachdem ja die Michaelsbruderschaft sowie auch andere evangelische Denominationen die Krankensalbung vornehmen, ist ja hier bereits dazu eine Basis gegeben (siehe meinen Post vom 11. September in diesem Thread).


Leider gibt es jedoch in Bezug auf die Sakramente ein "Aber": es müßte die Amtsfrage geklärt werden.

Wie wir aber an unserem kleinen Dialog sehen, gäbe es also durchaus Möglichkeiten, dass sich die verschiedenen Denominationen, in die sich die Christen aufgespalten haben, einander annähern. Die Hürde im deutschsprachigen Raum scheint tatsächlich darin zu liegen, dass sich die EKD wie auch die Landeskirchen in Österreich und in der Schweiz, wie Du schon mehrfach festgestellt hast, leider zu sehr vom Kern ihres Glaubens entfernt haben, um sich dem Zeitgeist anzupassen. Dabei merkt zum Beispiel die EKD anscheinend nicht, dass ihr die Leute schon längst weggelaufen sind: die protestantischen Kirchen sind meistens bedrückend leer. Ausnahmen gibt es nur zu Weihnachten oder wenn andere Events stattfinden wie etwa Biker-Gottesdienste, die dann jedoch überregional organisiert sind.
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